Kessler hockt bei den Huskys (Quelle: rbb/Peter Scholl)

- So weit die Huskys laufen (2/2)

Michael Kessler fährt mit seinem Gespann  auf 16 Pfoten von Köthen über Schlepzig, Lübben, Burg, Cottbus und Bohsdorf bis zum kältesten Ort Brandenburgs…

Im Tropical Islands trifft Michael Kessler unerwartet auf Prominenz. Heute badet hier Jennifer, die 17. und zurzeit amtierende Gubener Apfelkönigin. Nur Mädchen aus Guben können Apfelköniginnen werden. Immer im September stellen sie sich zur geheimen Wahl...

Michael Kessler ist sehr stolz auf sich. Immerhin hat ihn Hundeführer Elmar gelobt. Zumindest manchmal hören die Hunde auch auf sein Kommando. Nur beim Spaziergang durch Schlepzig gibt es einen kleinen Zwischenfall mit Husky Taisto. Da braucht es einen strengen Ton von "Herrchen" Kessler!

In Lübben trifft Michael zufällig auf Wolfgang. Beide teilen eine Leidenschaft: Modelleisenbahnen. Schnell sind sie verabredet, um sich Wolfgangs Lebenswerk im Hobbykeller anzuschauen. Im Lübbenauer Bürgerwald macht Michael mit einem waschechten Waldbesitzer und Spreewälder Urgestein Bekanntschaft. Karl‑Heinz ist mit der Natur verwurzelt. Er schwärmt von der Stille und von den Tieren, die es hier noch zu sehen gibt. Und das möchte er auch für seinen Enkel bewahren.

In Burg überrascht Michael Kessler Günther und Hannelore, die den 99. Geburtstag der Oma vorbereiten. Obwohl sich Hannelore mehr für Kameramann Sören interessiert, bekommt Michael trotzdem noch Kaffee und selbstgebackene Plätzchen serviert.

In Ruben begegnet er Gert. Der folgte schon in seiner Jugend seiner inneren Berufung und baute einen kleinen Funk‑Sender. Weltweiter Funkverkehr war so aber nicht möglich. Nach der Wende hat Gert dann gleich eine Amateur‑Funk‑Lizenz erworben und ist nun im Kontakt mit der ganzen Welt.

Auf dem Marktplatz in Cottbus trifft Michael Kessler auf David, Christoph und Alexander. Christoph hat lange nach einer Lehrstelle gesucht. Nach vielen abgelehnten Bewerbungen lernt er nun Einzelhandelskaufmann. Sein Bruder Alexander ist ebenfalls in der Ausbildung ‑ als Elektrogerätefachkraft. David hat es von Cottbus in die Schweiz verschlagen. Als Anlagenmechaniker für Sanitär und Heizungen verdient er dort nicht nur sehr viel mehr als in seiner Heimat. Er trifft auch ab und an Prominente ‑ wie einen der Boxerbrüder Klitschko. Für den hat er in St. Moritz ein Waschbecken angeschraubt.

In Friedrichshain lernt Michael Kessler den zugbegeisterten Helmut kennen. Seit seiner Kindheit schwärmt er für Züge, Signale und Schranken. Ein Leben für die Eisenbahn. Nun hat sich Helmut einen Traum erfüllt und gleich einen ganzen Bahnhof gekauft. Im Wald bei Friedrichshain begegnet Michael Kessler einem anderen Helmut. Der ist unterwegs, um Holz zu holen. Mit einem ungewöhnlichen Gefährt ‑ einem Traktor Marke Eigenbau. Aus einem Dieselmotor, einem alten Getriebe und einer Traktor‑Hinterachse hat sich Helmut sein einzigartig blaues und laut dröhnendes Gerät selbst gebastelt. Da es unter 6 Km/h fährt, muss er damit auch nicht zum TÜV.

In Zschorno macht Michael Bekanntschaft mit Ronny und Cindy. Cindy sucht schon den ganzen Tag lang nach Michael und seinen Huskys. Ronny unterstützt sie dabei mit dem Auto. Nun sind die beiden überglücklich, Michael getroffen zu haben.

Am Ende entdeckt Michael Kessler doch noch den kältesten Ort. Das freut ihn einerseits, andererseits heißt es nun Abschied nehmen von seinen treuen tierischen Begleitern Kiran, Taisto, Tahvo und Jarkko, die ihn zwei Wochen lang durch Brandenburg gezogen haben.

Erstsendung: 27.12.13/rbb