
- Akim rennt
Dieses Bilderbuch hat es in sich, denn es erzählt keine fröhliche Geschichte, sondern eine vom Krieg.
Der kleine Akim ist vielleicht fünf Jahre alt. Er spielt mit seinen Freunden am Fluss, als plötzlich ein dumpfer Lärm zu hören ist. Flugzeuge tauchen am Himmel auf, es fallen Bomben. Es donnert und kracht, überall sind Rauch und Trümmer und Tote.
Akim rennt los, er will nach Hause, aber sein Haus gibt es nicht mehr. Er sucht seine Mutter, seine Schwester, seine Freunde. Vergeblich.
Eine fremde Frau beschützt ihn. Bis die Soldaten kommen und Akim gefangen nehmen. Doch dem kleinen Jungen gelingt die Flucht. Er rennt und rennt. Und schließlich trifft er andere Flüchtlinge. Wieder helfen ihm fremde Menschen. Doch Akim vermisst seine Familie!
Er landet in einem Flüchtlingslager. Hier ist er zwar in Sicherheit, aber trotzdem einsam und traurig.
Bis eines Tages das Wunder geschieht…
In flüchtigen Schwarz-Weiß-Skizzen ist diese Geschichte gezeichnet, mit ein paar Brauntönen vorsichtig koloriert. Der Text ist sparsam.
Für Kinder in Deutschland ist diese Geschichte fremd, sie kennen keinen Krieg, ein Glück. Wie erklärt man ihnen das – Krieg? Wie erklärt man ihnen, was ein Flüchtling ist? Und warum er nun vielleicht hier, in Deutschland lebt?
Claude K. Dubois gelingt es, sehr behutsam das Schicksal eines Kindes im Krieg zu erzählen. Sie weiß, wie wichtig ein Happy End für Kinder ist und so findet Akim seine Mutter wieder. Im richtigen Leben ist das nicht immer so.
Dieses Bilderbuch kann unseren Kindern erklären, was sie hoffentlich nie selbst erleben müssen. Es berührt, macht traurig und gibt dennoch Hoffnung.
Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zeichnete es als Buch des Monats Februar 2014 aus.
„quergelesen“ empfiehlt das Buch ab 10 Jahren und für die ganze Familie.
Titel: Akim rennt
Autor: Claude K. Dubois
Illustrat.: Claude K. Dubois
Übersetzer: Tobias Scheffel
Verlag: © Moritz Verlag, Frankfurt am Main 2013
ISBN: 978-3-89565-268-4
Preis: 12,95 €

