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Fuchs in Fürstenwalde, Quelle: www.heimattiergarten-fuerstenwalde.de

Fuchs in Fürstenwalde

Wilde Tiere in Berlin und Brandenburg

Die Hauptstadt verfügt mit dem Zoo und Aquarium in Charlottenburg und dem Tierpark in Friedrichsfelde sicher über die bekanntesten und bedeutendsten Tiergehege.
Aber im Land Brandenburg gibt es viele kleine Heimattierparks, die mit viel Liebe zu den Tieren und großem Engagement der Mitarbeiter geführt werden.
Im Frühjahr zieht es die Menschen gerne hinaus in die Natur. Und natürlich sind besonders die Kinder aus dem Häuschen, wenn es kleine, süße Tierbabys zu beobachten gibt! Aber auch ohne Tierkinder lohnt sich ein Besuch. Hier ist eine Auswahl der weniger bekannten Tierparks:

Oderbruchzoo Altreetz

Oderbruchzoo Altreetz, Quelle: www.oderbruchzoo.de

Eingang Oderbruchzoo Altreetz 

Zwischen Bad Freienwalde und der polnischen Grenze liegt der Oderbruchzoo Altreetz. Im Jahr 1986 wurde er als erster Schulzoo der DDR eingeweiht. Seitdem ist der Zoo beständig gewachsen und erlebte Höhen und Tiefen. So wäre er 1997 fast untergegangen im wörtlichen Sinn: Das Oder-Hochwasser zwang zur totalen Evakuierung, alle Tiere mussten nach Berlin, Bad Freienwalde, Eberswalde und Schulzendorf umziehen. Die Bundeswehr half beim Wiederaufbau.
Zu den Besuchern des neuen Zoos gehörten Mathias Platzeck, Helmut Kohl und Wolfgang Schäuble.
Inzwischen gehört auch ein Behindertendorf zur Anlage, die 20 Betten in fünf Häusern sind gut gebucht.
Kleine und große Tierarten fühlen sich hier wohl: Streifenhörnchen, Kaninchen, Stachelschweine, Zwergziegen, Rhesusaffen, Känguruhs, Esel, Kamele und Lama sind einige von ihnen.
Geöffnet ist täglich ab 7.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Es gibt Spielplätze für Kinder, Sitzplätze für Erschöpfte und Speisen und Getränke für Hungrige und Durstige. Und eine Internetseite gibt’s auch:

http://www.oderbruchzoo.de/index.html

Krokodilfarm Golzow

Krokodilfarm Golzow, (c) Karl-Heinz Voigt 2012

Krokodilfarm Golzow 

Wirklich exotische Wildtiere sind hier zu bestaunen: In Golzow am nördlichen Zipfel des Naturparks Hoher Fläming.
Aus einem Hobby hat hier der Krokodilliebhaber Karl-Heinz Voigt über viele Jahre eine Krokodilstation gemacht, die auch Besucher empfängt. 17 Tiere sind derzeit hier, 11 Kaimane und 6 Wasserschildkröten. Drei der Kaimane wurden ihren früheren Besitzern weggenommen, weil sie nicht artgerecht gehalten wurden. Die Tiere brauchen nämlich viel Platz und fühlen sich in einem engen Terrarium gar nicht wohl.
In einem großen, beheizten Gewächshaus haben die Tiere nicht nur genug Platz, sondern auch ein eigenes Wasserbecken.
Auch hier schlug die Natur heftig zu: Sturm Kyrill zerstörte die Anlage im Januar 2007 völlig. Doch auch hier wurde nicht aufgegeben und alles wieder aufgebaut.
Im Januar 2012 sind nun 12 Babykaimane geschlüpft! Das sind zwar nicht gerade Kuscheltiere, aber niedlich sind sie auch! Und an erfahrene Terrarianer werden die Kleinen auch abgegeben.
Anschauen kann man die Babykrokodile schon mal hier:

http://www.krokodilstation-golzow.de/index.html

Heimattiergarten Fürstenwalde

Heimattiergarten Fürstenwalde, Quelle: www.heimattiergarten-fuerstenwalde.de

Eingang Heimattiergarten Fürstenwalde 

Eine lustige Eule mit grellgrünem Spitzhut namens Hugo ist das Maskottchen des Heimattiergartens Fürstenwalde im Landkreis Oder-Spree.
Über 300 Tiere in über 70 Arten leben hier, es sind, wie der Name Heimattiergarten andeutet, vor allem europäische bzw. in Europa einst heimisch gewesene oder auch heimisch gewordene Tiere.
Schon 1975 gab es im Stadtpark erste Anlagen und der Tiergarten wuchs und wuchs. 1985 glückte die Aufzucht von zwei Seeadlern, damit war Fürstenwalde die erste Einrichtung der DDR, wo Seeadler gezüchtet wurden.
Heute sagen sich hier nicht nur Fuchs und Hase Gute Nacht, sondern auch Rot- und Damwild, Wildschweine, Schleiereulen, Uhus, Waldkäuze und viele andere Tierarten.
Gerade eingetroffen sind neue Bewohner, die mal die Größten werden wollen: Lena und Lasse, zwei junge Elche. Sie sind aber noch nicht mal ein Jahr alt und müssen noch ordentlich wachsen. Auch gerade erst hergezogen sind drei Bennettkängurus, sie kommen aus dem oben vorgestellten Oderbruchzoo Altreetz.
Hier gibt’s mehr Infos:

http://www.heimattiergarten-fuerstenwalde.de

Tierpark der Filmtierschule Harsch

Tierpark der Filmtierschule Harsch, Quelle: www.tigertouch.de/filmtierschule-harsch/

Filmtierschule Harsch 

Im Westhavelland, in der Nähe von Neustadt/Dosse liegt Sieversdorf-Hohenofen und über einen Waldweg gelangt man zur Filmtierschule Harsch.
Hier leben lauter Stars!
Aber Autogramme kann man hier nicht bekommen. Denn die Stars haben vier Pfoten oder Flügel – es sind Tiere!
In vielen Filmen haben die Tiere schon mitgespielt, in Märchen wie „Frau Holle“ vom rbb zum Beispiel, aber auch in Serien wie „Verliebt in Berlin“ oder Werbespots treten die tierischen Stars auf. Es sind Hunde, Katzen, Vögel, aber auch Wildkatzen und Reptilien.
Wenn sie nicht gerade vor irgendeiner Kamera stehen, dann sind die Tiere hier zu besichtigen und in speziellen Vorführungen sind ihre Künste zu bestaunen. Man erfährt eine Menge über das Training mit den Tieren und über ihre Arbeit bei Film und Fernsehen. Diese Vorführungen finden immer sonntags statt, der Eintritt beträgt 5,00 € für Erwachsene und 3,00 € für Kinder zwischen 4 und 14 Jahren.
Jüngstes Familienmitglied ist Joy, ein süßes Löwenbaby, das am 02.02.2012 geboren wurde, also noch echt ein Kuschellöwe ist.
Zur Internetseite geht’s hier lang:

http://www.tigertouch.de/filmtierschule-harsch/

Dieser Text gibt den Sachstand vom 25.04.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/kinder/tipps/freizeittipps0/wilde_tiere_in_berlin.html

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