Die Sendung im Detail

Klartext im Rückblick

Collage: v.l.n.r Obdachlose Familie, Baulücke, Braunkohlekraftwerk, verschleierte Muslima und dort drauf ein Rahmen mit dem Text "Klartext Archiv" (Quelle: rbb)

Über den Tag hinaus

Unter der Rubrik 'Über den Tag hinaus' haben wir diejenigen KLARTEXT-Beiträge eingestellt, die zeitgeschichtliche Bedeutung erlangt haben. Sie berichten über Ereignisse oder Probleme, die auch noch Jahre oder Jahrzehnte nach der Erstausstrahlung von hohem öffentlichen Interesse sind.

Links: Mediziner leisten den hippokratischen Eid. Rechts: Eine junge Ärztin hat überarbeitet ihren Kopf auf den Tisch gelegt (Quelle: rbb/Kontraste; Collage: rbb)

Zwischen Profit und Moral - Assistenzärzte unter Druck

Viele junge Ärztinnen und Ärzte legen eine moderne Form des hippokratischen Eides ab. Doch im Klinikalltag fällt es ihnen schwer, dieser moralischen Verpflichtung gerecht zu werden. In einem interaktiven Webspecial von rbb online, KLARTEXT und dem ARD-Politikmagazin Kontraste berichten vier Assistenzärzte aus Berlin und Brandenburg offen über Missstände und Risiken für Patienten. Experten und Politiker geben Antworten: Woher kommt der Druck? Was muss geändert werden? Eine Recherche von Ursel Sieber, Robin Avram und Friederike Schröter

KLARTEXT Archiv

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    Klartext vom 21.09.2016

    +++ Um des lieben Friedens Willen? - Steuergelder für Hausbesetzer in der Rigaer Straße +++ Wer kommt? Wer geht? Was passiert? - Klartext-Wahlnachlese 2016 +++ Nichts konstruktiv zuwege gebracht?- Zwei Jahre AfD im Brandenburger Parlament +++ Gierig nach dem Klick - Immer mehr Jugendliche sind Internet-Süchtig +++

    Um des lieben Friedens Willen? - Steuergelder für Hausbesetzer in der Rigaer Straße

    Das besetzte Haus in der Rigaer Straße 94 in Berlin Friedrichshain ist inzwischen über die Landesgrenzen hinaus bekannt.  Seit Jahren herrscht hier die Gewalt  zwischen Polizei und Linksextremen. Im Sommer machten dann die SPD und der Regierende Bürgermeister Müller den Vorschlag, das Haus von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft kaufen zu lassen, um zu befrieden. Doch sollte der Steuerzahler wirklich dafür aufkommen? Klartext hat recherchiert.

    Wer kommt? Wer geht? Was passiert? - Klartext-Wahlnachlese 2016

    Wir haben wochenlang mitgefiebert, wer in den nächsten fünf Jahren in Berlin den Hut aufbekommt. Seit Sonntag kennen wir das Ergebnis. Aber was kommt da nun wirklich auf uns zu? Klartext spricht mit den landespolitischen Experten über die Themen, Köpfe und Erwartungen nach einer zähen Wahl und was das für Berlin bedeutet.

    Nichts konstruktiv zuwege gebracht? - Zwei Jahre AfD im Brandenburger Parlament

    "Opposition ist Mist" -  offenbar für den Berliner Spitzenkandidaten der AfD. Frisch gewählt, stellt er konstruktive Oppositionsarbeit in Aussicht. Doch ein Blick nach Brandenburg zeigt: hier hat die AfD außer Schaufensterpolitik und Fundamentalopposition  in den vergangenen zwei Jahren parlamentarisch nichts zuwege gebracht.

    Gierig nach dem Klick - Immer mehr Jugendliche sind Internet-Süchtig

    Sie starren ständig auf ihr Smartphone oder ihr Tablet, sind stundenlang auf Facebook oder spielen Onlinespiele. 4 Prozent aller 14 -16jährigen gelten als internetsüchtig - Tendenz steigend. Doch bisher ist die Internetsucht noch nicht als eigenes Krankheitsbild anerkannt. Experten fordern nun, dass der Gesetzgeber auch die Hersteller von Spielen zu einem finanziellen Beitrag für eine bessere Prävention verpflichtet.

  • Doch nicht so tolerant? - Hass auf Homosexuelle wieder auf dem Vormarsch

    Politiker bekennen sich offen zu ihrer Homosexualität, die Deutsche Bahn wirbt mit einem homosexuellen Paar und selbst die CSU stellt einen Wagen beim CSD – auf den ersten Blick scheint Homosexualität bei uns voll akzeptiert. Tatsächlich nehmen viele Schwule und Lesben aber das Gegenteil wahr, sehen Homophobie auf dem Vormarsch und sind zunehmend verunsichert.

    Berliner Schule - Gute Noten, schlechte Bildung?

    Mitten in die Hochzeit der Bewerbung um Ausbildungsplätze ließen sie ihren Brandbrief platzen: Lehrer eines Berliner Oberstufenzentrums beklagen, die Schulen der Hauptstadt produzierten vermehrt "funktionale Analphabeten". Der Vorwurf: Um Berlins notorisch schlechte Schulabschlussstatistik etwas besser aussehen zu lassen, würden seit Jahren die Anforderungen gesenkt. Die Folge: viele Schüler schafften weder die gymnasiale Oberstufe noch eine normale Ausbildung.

    Ungeklärte Risiken - Die Kosten des Braunkohleausstiegs

    Wer zahlt für die Beseitigung der Tagebauschäden? Der Verursacher, so steht es im Gesetz. In der Lausitz soll dies in der Zukunft voraussichtlich der tschechische Konzern EPH sein. Doch dessen Geschäftsmodell ist - nach Ansicht von Experten - hochriskant. Geht es nicht auf, muss wohl der Steuerzahler einspringen. Denn einen Folgekosten-Fonds wie bei den Atomkraftwerken gibt es nicht.

    Steuergeldverschwendung beim LAGeSo

    Seit einem Monat müssen in Berlin wohnende Flüchtlinge, um Anträge zu stellen und Leistungen zu erhalten, zuerst in eine neu geschaffene Außenstelle ins ICC gehen, um dann mit von privaten Firmen angemieteten Bussen zum Hauptsitz der Behörde in die Turmstraße gefahren zu werden. Nach Berichten von Mitarbeitern des LAGeSo und betroffenen Flüchtlingen gibt es aber keine erkennbaren Vorteile dieses Bustransfers – weder für die Flüchtlinge noch für das LAGeSo. Die Aufteilung der Behörde auf diese zwei Standorte und die Fahrdienstleistungen würden, so Mitarbeiter, die Steuerzahler mindestens 3,2 Millionen Euro kosten - für die Anmietung der Busse und des ICC.

  • 20 Jahre danach - Welche Lehren zieht Mahlow aus dem rassistischen Anschlag auf Noël Martin?

    Vor zwanzig Jahren wurde der schwarze britische Bauarbeiter Noël Martin Opfer eines rechtsradikalen Anschlags im brandenburgischen Mahlow und sitzt seitdem querschnittgelähmt im Rollstuhl. Klartext hat den heute 56-Jährigen in seiner Heimatstadt Birmingham besucht und einen gesundheitlich schwer angeschlagenen Mann getroffen, dessen Wille zum Kampf gegen Rassismus jedoch ungebrochen scheint.
    In Mahlow selbst hat Martin bis heute Spuren hinterlassen: Die Gemeinde spricht sich offensiv gegen Fremdenfeindlichkeit aus. Dennoch wurde auch hier im vergangenen Herbst ein Brandanschlag auf eine leerstehende Flüchtlingsunterkunft verübt.

    Drohen statt Diskurs - Anschläge auf Politiker häufen sich

    Die neuen Zahlen des BKA zeigen es: Die Zahl derer, die offenbar den politischen Diskurs scheuen und statt dessen vor Gewalt, Drohungen und Sachbeschädigungen nicht zurückschrecken, nimmt zu. Das zeigt sich im Netz, auf Demos und gerne auch anhand von Übergriffen auf Politiker. Woher kommt der Hass?

    Bye, bye Piratenpartei - Was bleibt?

    Sie wirkten unverbraucht, ehrlich und erfrischend unprofessionell. Vor 5 Jahren landeten die Piraten den Überraschungserfolg bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus. Ihr Versprechen: mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz. Ihr Politikschwerpunkt: Netzpolitik. Analysten prophezeiten: Die Piraten würden die politische Landschaft für immer verändern. Heute ist der Stimmenanteil für die Partei in aktuellen Umfragen kaum mehr messbar. Warum sind sie gescheitert? Was bleibt von den Piraten, wenn sie wohl demnächst ihre Büros im Abgeordnetenhaus räumen werden?

  • Asbest in Neukölln - Wie Mieter unnötig gefährdet werden

    In vielen Berliner Wohnhäusern schlummert eine unsichtbare Gefahr: Asbest in Fußböden. In einer Siedlung in Neukölln wurden Böden in den Hausfluren entfernt, ohne Sicherheitsvorkehrungen für Arbeiter und Mieter. Nach Anzeigen bei der Polizei wurden die Arbeiten zwar gestoppt, aber der Staub und die asbesthaltigen Reste blieben liegen. Die Mieter sind ratlos, denn der Behördendschungel in Sachen Asbest ist für schier undurchdringlich.

    Debatte - Wer gehört eigentlich zu Deutschland?

    Es regt sich kaum Protest darüber, dass Muslime derzeit häufig unter Generalverdacht gestellt werden - und zwar nicht nur von AfD-Wählern. Da heißt es gern mal: "Kopftuchverbot? Ja, warum denn auch nicht? Jetzt sofort und für alle!", "Solidarität mit muslimischen Opfern? Wieso das denn? Sind die das nicht irgendwie selbst schuld?" Doch was bedeutet das für eine Gesellschaft, in der geschätzt vier Millionen Muslime friedlich und schon über mehrere Generationen leben? Ein Debattenbeitrag, der zum Umdenken anregen will.

    Bockbrauerei - Gewerbe oder Wohnen?

    Die Bockbrauerei in Kreuzberg ist  ein Bauwerk aus der frühen Zeit der Berliner Industrialisierung -  steht aber noch heute für ein funktionierendes Gewerbegebiet. Nun will ein privater Investor hier über 300 Wohnungen bauen. Deshalb fürchten rund 30 mittelständische Firmen und Einrichtungen der Kiezkultur - wie das Inklusionstheater Thikwa - um den Standort und eine lebendige Mischung von Arbeit, Kultur und Wohnen. Wohnraum versus Kiezkultur -  in Kreuzberg muss das offenbar ein Konflikt sein.

    Braune Bäche in der Lausitz - Messwerte passend gemacht?

    Aus dem Tagebau Welzow fließt eisenhaltiges Wasser in die Landschaft. Dafür gelten Grenzwerte - die wohl nicht immer eingehalten wurden. Und so wurden offenbar die Kontrollstationen einfach so weit vom Tagebau weg verlegt, dass dann auch wieder die Messwerte stimmten. Umweltschutz auf Brandenburger Art.

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    KLARTEXT vom 18.05.2016

    +++ Weltrettung im Tagebau? - Streit über Großdemonstration der Klimaschützer +++ Was wird aus dem Haus der Statistik? – Streit um Filetgrundstück in Mitte +++ Rechtsanspruch auf Hort-Plätze? - Streit über Finanzierung ungelöst +++ Krebsgefahr durch Schießstände? – Streit über ignorierte Gutachten +++

    Weltrettung im Tagebau? - Streit über Großdemonstration der Klimaschützer

    Ein rasches Ende der Kohleverstromung in der Lausitz ist nicht in Sicht. Grund genug für eine Schar junger Aktivisten Widerstand zu leitsten - auch mit illegalen Mitteln. Für sie steht fest: um das Klima zu retten, müssen andere Saiten aufgezogen werden: Bagger besetzen, Transportgleise blockieren, den Tagebau so lange wie möglich still legen.

    Was wird aus dem Haus der Statistik? - Streit um Filetgrundstück in Mitte

    Flächen sind in Berlin Mangelware. Trotzdem leistet sich die Stadt, dass in attraktiver Innenstadtlage das sogenannte Haus der Statistik auf 55.000 Quadratmetern seit acht Jahren einfach so vor sich hin rottet. Dabei gäbe es durchaus Konzepte, wie mit der Immobilie ein Impuls gesetzt werden könnte, dessen Lebendigkeit in die Gegend rund um den Alexanderplatz ausstrahlen könnte. Jedoch: die Politik blockiert sich selbst.

    Rechtsanspruch auf Hort-Plätze? - Streit über Finanzierung ungelöst

    Gerade hat der Berliner Senat die Gratis-Kita beschlossen - im Sinne der Chancengleichheit. Sobald das Kind allerdings in die Schule geht und danach in einen Hort soll, ist es vorbei mit der Kostenfreiheit. Dazu kommt: Anspruch auf einen Hort-Platz haben nur Kinder berufstätiger Eltern. Dabei profitierten besonders Kinder aus bildungsfernen Schichten von Hausaufgabenbetreuung und Arbeitsgemeinschaften. Berliner Eltern fordern deshalb schon lange, dass allen Kindern ein Hort-Platz garantiert werden sollen.

    Krebsgefahr durch Schießstände? - Streit über ignorierte Gutachten

    KLARTEXT hatte im Oktober aufgedeckt, dass die Berliner Polizeibehörden offenbar über Jahre eine massive Gefährdung der Gesundheit ihrer Polizisten in Kauf nahmen, indem Gutachten in der Schublade blieben. Krebs und andere Krankheiten sollen die Folge sein. Jetzt hat KLARTEXT herausgefunden, dass der toxische Stoff Antimon in der Munition die Ursache für die Erkrankungen sein könnte. 

  • Zweifelhafte Dolmetscher am LAGeSo

    Erst kürzlich nahm die Berliner Polizei bei einer Großrazzia mehrere Mitglieder arabischer Großfamilien fest. Innensenator Henkel lobt den Schlag gegen die "Unterwelt". Jetzt hat  "KLARTEXT" herausgefunden: Berlin beschäftigte selbst Clan-Mitglieder - im Landesamt für Gesundheit und Soziales

    Ratlos in Kreuzberg - Misstrauen und Angst im Kiez

    Traditionell gibt man sich ausländerfreundlich rund um den Chamissoplatz in Kreuzberg. Doch seit etwa einem Jahr geht hier der Klau um. Der Verdacht: Eine Gruppe von mehreren Roma-Familien sei verantwortlich. Der Kiez-Frieden ist dahin.

    Ungeklärte Geschichte - Treuenbrietzen und die Massaker

    Mehr als 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wird dieser Tage in Treuenbrietzen der Opfer gleich mehrerer Massenerschießungen gedacht. Das war nicht immer so. Der Ort brauchte lange, um mit der Aufarbeitung zu beginnen. Eines aber bleibt ungeklärt: Niemand kann sagen, warum hier hunderte Menschen getötet wurden.

    Alles Chefsache, oder was? - Michael Müller und die SPD

    Mehr Macht für den SPD-Spitzenkandidaten und eine bessere Position bei den Koalitionsverhandlungen - es gibt sicherlich Gründe, warum der Regierende Bürgermeister Michael Müller den Landesvorsitz seiner Partei zurückhaben will. Doch wie findet man das im Rest der Partei? Klartext testet die Stimmung kurz vor dem Landesparteitag.

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    KLARTEXT vom 13.04.2016

    +++ Problemviertel in der Hauptstadt: Gefahr für den sozialen Frieden? +++ Beatrix von Storch: Angstmachen als Methode? +++ Schulneubau in Berlin: Auf ewig im Schneckentempo? +++ Nachgeschaut: Wie steht´s um die Integration von Flüchtlingen auf dem Land? +++

    Problemviertel in der Hauptstadt - Gefahr für den sozialen Frieden?

    Der Brüsseler Stadtteil Molenbeek gilt dieser Tage als Horrorbeispiel einer Parallelgesellschaft, in der Kriminalität und politisch-religiöse Radikalisierung relativ ungehindert gedeihen können. Berlin ist nicht Brüssel, doch der Bericht zur sozialen Stadtentwicklung zeigt, dass auch hier die Abspaltung ganzer Viertel drohen könnte. Ein Beispiel: die "Weiße Siedlung" im Bezirk Neukölln.

    Beatrix von Storch - Angstmachen als Methode?

    Laute Töne sind bei ihr an der Tagesordnung: Beatrix von Storch skizziert den deutschen Bürger gern mal als unfrei und übersexualisiert. Die Pfändung ihres Kontos verkauft sie als politisches Statement gegen die öffentlich-rechtlichen Medien. Und im Kampf gegen Flüchtlinge schreckt sie nicht davor zurück, notfalls auch Waffengebrauch gegen Kinder zu fordern. Wer ist die Frau, die für die Berliner AfD ins Rennen geht?

    Schulneubau in Berlin - Auf ewig im Schneckentempo?

    Viele Berliner Schulen platzen aus allen Nähten. Neue Schulen müssten eigentlich schnell gebaut werden, um alle Kinder unterzubringen. Doch von der Planung eines Schulneubaus bis zur Fertigstellung vergehen in Berlin 7 bis 8 Jahre, weil viel zu viele Behörden auf Bezirks- und Landesebene mit entscheiden müssen. Anderswo geht es viel schneller: Zum Beispiel in Hamburg - ein Vorbild auch für Berlin?

    Nachgeschaut - Wie steht´s um die Integration von Flüchtlingen auf dem Land?

    Krabbelgruppe für Flüchtlings- und andere Kinder, Deutschlern-Paten und gemeinsame Arbeit an Kulturprojekten: In Brandenburg bemühen sich Einwohner gezielt um die Integration von Flüchtlingen. Und die wollen bleiben wo sie sind - zum Beispiel in der Prignitz, einer der bevölkerungsärmsten Regionen Deutschlands. Win-Win für Alle? Ein Beispiel: die Gemeinde im Amt Plattenburg.