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Ein Nachruf.
Kopfstandpyramide, Fünfer-Karussell, oder Geisterkrad - die Männer der Motorradsportgruppe der Berliner Polizei machen so was mit links! Über Jahrzehnte hinweg sorgten die Kerle in den schicken grünen Lederkombis mit ihren Kunststücken für Begeisterung. Rund 1000 Auftritte hatten sie, Fans rund um den Globus. Doch jetzt das AUS! Fast 60 Jahre nach Gründung soll der "Stolz der Polizei" einfach abgeschafft werden. Ein schwerer Verlust, wir trauern mit.
Soll damit wirklich Schluss sein? Unsere treue Motorradstaffel, ein Strohhalm, an den sich die Berliner selbst in dunkelsten Jahren klammern konnten.
Wie herz!-erfrischend für die geplagten Mauerstädter der Anblick dieser tollkühnen Sicherheitskräfte.
Keine Figur war den tollkühnen Haudegen zu gewagt, keine akrobatische Herausforderung zu halsbrecherisch.
Ja, das war sie - unsere Polizei! Auch jenseits von Mord und Totschlag immer für ihre Bürger auf Achse.
Sage und schreibe 83! Okay, es gab immer schon Unkenrufer, die meinten, das sei Poser-Gehabe und der Autorität des Amtes unwürdig. Andere waren sich nicht zu schade für das Totschlagsargument: das habe nichts mit den Aufgaben der Polizei zu tun. Aber unsere Freunde und Helfer ließen sich nicht beirren und drehten emsig weiter ihre Pyramidenrunden.
Aus und vorbei! Unsere kaltherzigen Rotstift-Politiker haben dieser Tradition den Geldhahn zugedreht, obwohl nur 150.000 Euro fehlen. Kurz vor Weihnachten wird damit also nach der Reiterstaffel und dem Polizeiorchester noch eine weitere für das Leben in unserer Stadt so wichtige Institution tot gespart.
Und 32 talentierte Polizeibeamte müssen sich in Zukunft wieder damit beschäftigen, Diebe zu fangen und den Verkehr zu regeln. Armes Berlin!





