Sie gewinnen Preise für ihre Integrations-Arbeit, Senatoren lassen sich gern mit ihnen ablichten – doch wenn es um die Finanzierung geht, stehen sie relativ alleine da: die Heroes. Junge Männer mit türkischen oder arabischen Wurzeln, die sich den Kampf für Gleichberechtigung und gegen Gewalt im Namen der Ehre auf die Fahnen geschrieben haben. Ein wichtiges Projekt, das in Berlin kurz vor dem Aus steht. Dass es auch anders geht, zeigen Städte wie Duisburg oder Köln, in denen die Heroes Finanziers gefunden haben. KLARTEXT meint: Wer hier nicht hilft, schadet der Stadt!
Die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote ist zwar gescheitert, der Kampf um mehr Macht für Frauen ist damit wohl aber kaum zu Ende. Ohnehin ist eine Quote für die Besetzung von Aufsichtsräten wahrscheinlich so wirkungsvoll, wie ein einzelner Regentropfen für die Bewässerung der Sahara. Was aber hat die Debatte um den höheren Pumps-Faktor in den Chefetagen gebracht? KLARTEXT fragt nach – von Frau zu Frau.
Tierversuche einschränken – dieses Ziel hat sich der Senat in seiner Koalitionsvereinbarung selbst gesetzt. Doch im Max-Delbrück-Centrum in Berlin-Buch soll ein Neubau entstehen – mit Platz für 12.000 Versuchstiere. Das Land Berlin ist an der Forschungseinrichtung beteiligt. Verstößt der Neubau also gegen den Koalitionsvertrag? Tierversuchsgegner sagen: Ja. KLARTEXT recherchiert selbst.
Der Alexanderplatz war seit seiner Entstehung immer schon ein Spiegelbild Berlins. Geschäftig, zentral und irgendwie auch ein ungemütlicher, harter Ort. Nach der Wende sollte er zum Sinnbild werden der neuen, himmelstürmenden Hauptstadt mit bis zu 150 Metern empor ragenden Hochhäusern. Doch wenig ist seither passiert. Senatsbaudirektorin Regula Lüscher will die hochfliegenden Pläne deshalb nun ad acta legen. Doch was soll aus dem Alex werden?
Wenn jemand straffällig wird, ohne schuldfähig zu sein, ordnen Gerichte den sogenannten Maßregelvollzug und somit die Unterbringung in psychiatrischen Krankenhäusern an. Gleichzeitig gilt: Das Ziel des Maßregelvollzugs ist die Wiedereingliederung des Straffälligen in die Gesellschaft. Das würde wohl jeder unterschreiben – wenn es nicht gerade vor der eigenen Haustür stattfinden soll, wie ab Mai in Weißensee. Hier fürchten nun Anwohner um das Wohl ihrer Kinder.