Im März 1990 wurde sie gegründet. Doch bis heute ist sie der große Buhmann in Ostdeutschland – die Treuhandanstalt. Ihre Aufgabe war beispiellos: Kombinate, Betriebe, Immobilien und Grundstücke privatisieren - nicht weniger als das gesamte Volkseigentum der DDR. _mehr
KLIPP und KLAR
vom 09.03.2010 21:00 Uhr
09.03.2010
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Lothar de Mazière
Lothar de Mazière (CDU), letzter Ministerpräsident der DDR, erklärt: "Es gibt keinerlei Beispiele, wie man eine gesamte Volkswirtschaft transformiert. Die Treuhand hat eine fast unlösbare Aufgabe gelöst."
Gregor Gysi
Der Fraktionsvorsitzende der Linken sagt: "Die von Hans Modrow zur Rettung des Volkseigentums gegrün- dete Treuhand hat später das Gegen- teil vollzogen und dabei auch jene Ost-Industrie abgewickelt, die zu einer Konkurrenz hätte werden können. Die Folgen in Form von Arbeitslosigkeit waren den Strategen offenkundig egal."
Thomas Brussig
Der Autor von "Sonnenallee" ist der Meinung: "Nachdem der Westen dem Osten das Beste gab, was er hatte, die D-Mark, holte er sich, was im Osten zu holen war."
Ludolf-Georg von Wartenberg
Der ehemalige Staatssekretär (CDU) und Hauptgeschäftsführer des BDI sagt: "Die lohn- und währungs-politischen Entscheidungen der Jahre 1990 und 1991 sowie die Hast, mit der die Privatisierung vorangetrieben wurde, sind vor allem verantwortlich für den Verlust der Treuhand (in Höhe von 100 Mrd Euro)."