Sie sind hier:
rbbonline


Der "Bärenvater" ist am 22. September 2008 verstorben. Er erlitt einen Herzinfarkt. Dies teilte die Berliner Staatsanwaltschaft nach der Obduktion mit. Der plötzliche Tod des 44-Jährigen löste weltweit Betroffenheit und Bestürzung aus.
Im Zoo trafen E-Mails aus aller Welt mit Trauerbekundungen ein. Der Direktor von Zoo und Tierpark, Bernhard Blaszkiewitz, äußerte sein Mitgefühl, ebenso alle Mitarbeiter und der Aufsichtsrat.
Nach den Worten von Bärenkurator Heiner Klös hatte Dörflein ein "wahnsinniges Tiergefühl" und leistete immer gute Arbeit. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) kondolierte der Mutter von Thomas Dörflein.
In dem veröffentlichten Schreiben unterstrich der Regierungschef, dass die Nachricht vom Tode Dörfleins in ganz Berlin mit großer Bestürzung aufgenommen worden sei. Mit der erfolgreichen Aufzucht von Knut habe Thomas Dörflein Berliner Geschichte geschrieben.
Dabei sei er immer bescheiden und bodenständig geblieben, das große Pathos sei seine Sache nicht gewesen. Dörflein sei ein Tierpfleger aus Passion gewesen und habe die Herzen der Menschen in Berlin und weit über die Stadt hinaus erobert.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD), der eine Patenschaft für Knut übernommen hatte, meinte, er habe Dörflein bewundert, wie intensiv und ausdauernd er sich um Knut und die anderen ihm anvertrauten Tiere gekümmert habe. Der Berliner Zoo verliere einen sehr sympathischen und engagierten Mitarbeiter.
Zoo und Tierpark legten ein virtuelles Kondolenzbuch aus.
Stand vom 23.09.2008
Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 23.09.2008 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/knut/alles_ueber_knut/themen/thomas_doerflein_gestorben.html