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KONTRASTE wollte wissen, was denken die Bundesbürger über ein Asylbewerberheim in ihrer Nachbarschaft.Die Antworten überraschten, sie passen nicht ins gängige Klischee.
Sind solche Haltungen nun eher die Ausnahme - oder doch bei vielen Menschen so oder so ähnlich verankert? Das wollten wir genauer wissen. Wir haben deshalb das Meinungsforschungsinstitut Infratest/Dimap beauftragt, eine bundesweite repräsentative Umfrage zu machen. Das Ergebnis ist deutlich:
Auf die Frage, wie sie dazu stehen, wenn in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ein Asylbewerberheim errichtet werden soll, antworteten 35 Prozent aller Befragten, sie hätten ein großes bis sehr großes Problem damit. Das heißt also:
Mehr als jeder Dritte in Deutschland lehnt ein Asylbewerberheim vor der eigenen Haustür ab!
Unterschiede zwischen Ost und West gab es bei der Umfrage übrigens kaum:
In Ostdeutschland halten 37 Prozent ein Asylbewerberheim in der Nachbarschaft für problematisch, in Westdeutschland sind es 35 Prozent.
Interessant auch: Es sind nicht, wie man annehmen könnte, vor allem sozial schwache Bürger, die Ressentiments haben:
Von denjenigen, die weniger als 1500,- Euro monatlich verdienen, lehnen zwar 34 Prozent Asylbewerber in ihrer Nähe ab. Von denen aber, die mehr als 3000 Euro pro Monat verdienen, haben 40 Prozent große Probleme mit Asylbewerbern.




