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Berlin, 25. August 2010 (dpa) - Jahrelang haben die Bundesländer mehrheitlich gezögert - nach dem Tod dreier Babys in Mainz soll Hygiene in den Krankenhäusern nun bundesweit geregelt werden. Die Bundesregierung macht Druck. Und die Länderminister beraten im Herbst in einem Sondertreffen darüber.
Berlin (dpa) - Nach dem Mainzer Klinikskandal hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Forderungen nach bundesweit schärferen Regeln angeschlossen. Noch im Herbst beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern in einem Sondertreffen über Krankenhaus-Hygiene. Ärzte und Kliniken warnen aber vor Gefahren für die Patienten durch anhaltenden Spardruck. Vier Babys in Mainz, die verseuchte Nährlösung bekommen hatten, geht es besser. Drei Säuglinge waren gestorben.
"Die Zielrichtung muss sein, sich mit den Ländergesundheits-ministern möglichst rasch zu einigen darauf, dass Hygiene-verordnungen für alle Länder verpflichtend werden", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Gesetze müssten dann auch umgesetzt werden.
dpa/25.08.10
Infektionsrisiko Krankenhaus – Gefahr durch tödliche Keime
KONTRASTE hatte schon im August 2009 über Krankenhaushygiene berichtet:
In Deutschlands Kliniken lauert ein gefährlicher Keim: MRSA. Er ist gegen fast alle Antibiotika resistent und fordert viele Todesopfer pro Jahr. Die Krankenhäuser schweigen. Und die Gesundheitspolitik wartet ab, statt endlich zu handeln. _mehr
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