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„Secret“ von Przemysław Wojcieszek erzählt die Geschichte eines Mannes, der in einem polnischen Nachtclub als Drag Queen arbeitet. Er fühlt sich seinem Großvater sehr verbunden. Doch der hütet ein schreckliches Geheimnis. Nach dem zweiten Weltkrieg hat er eine jüdische Familie ermordet, die in ihre Wohnung zurückkehren wollte. Wir haben mit dem Regisseur in Breslau gesprochen.
Was seine Protagonistin herauszuschreien versucht, ist die Wahrheit über ein dunkles Geheimnis. Filmemacher Przemysław Wojcieszek schaut in die seelischen und historischen Abgründe einer modernen polnischen Familie. Ein Dreißigjähriger hat einen schlimmen Verdacht: sein geliebter Opa ist ein Mörder.
Przemysław Wojcieszek
Regisseur
Der Film „Sekret” ist ein zeitgenössischer Film. Er spielt im hier und jetzt – ganz ohne Rückblenden. Historische Filme interessieren mich grundsätzlich nur dann, wenn die erzählte Geschichte sich auf die Gegenwart bezieht. Es war mir wichtig, die Geschichte einer Ausgrenzung von vor bald 70 Jahren zu erzählen: Sie betrifft den heute ausgegrenzten Protagonisten und überkommt ihn ganz plötzlich.
Der Verdacht wird zur Gewissheit. Die Welt des Enkelsohns bricht zusammen: zum Weglaufen, zum Schreien, zum Kotzen. Der Großvater will sein Geheimnis nicht lüften.
Der Regisseur hat den Film vor finanziert. Nur drei Personen spielen mit. So konnte er das Budget klein halten. Ihm lag die Geschichte am Herzen. Zwei Tabubrüche: eine polnische Familie ermordet am Kriegsende eine jüdische – ihr Enkelsohn, irgendwo im Polen von heute, verdient als Drag Queen sein Geld.
Filmausschnitt
Przemysław Wojcieszek
Regisseur
"Wir wollten , dass der Film seine Premiere in Berlin hat. Mir ist wichtig, dass das was ich mache, das was wir hier machen, raus kommt aus der nationalen polnischen Enge, die wie ein Ghetto ist!"
Filmausschnitt
Die Geister der Vergangenheit – sie vergehen nicht. Bald gibt das Premierenpublikum in Berlin sein Votum ab!
Autorin Kinga Woloszyn-Swierk tvp
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/kowalskitrifftschmidt/archiv/kowalski___schmidt1/vorschau_berlinale.html