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Mit fast 70 Prozent Zustimmung gehören die Polen laut einer Umfrage zu den größten Euroenthusiasten. Kein Wunder, das Land profitiert finanziell von der Europäischen Union. Auch im niederschlesischen Kurort Polanica Zdrój, früher Bad Altheide, ist der Geldsegen aus Brüssel deutlich zu spüren.
In der Volksrepublik Polen kurierten hier die Arbeiter ihre Krankheiten. Mit der Zeit wurden die Häuser grau. Der EU-Beitritt brachte die Wende: kluge Stadtväter und tüchtige Geschäftsleute ergriffen ihre Chance:
Urszula Patzwald
Marketing, Kurort Polanica Zdrój
"Die Kurorte im Glatzer Tal sind schon über 100 Jahre alt. "Wielka Pieniawa" z.B., also das Haus, in dem wir jetzt sind, war die Perle der niederschlesischen Sanatorien. Dank den Fördergeldern der Europäischen Union erstrahlt es wieder im alten Glanz. Das hat uns geholfen, unseren Service zu verbessern und uns von der Konkurrenz abzusetzen. Wir haben viele Gäste aus Deutschland und die empfehlen uns weiter. Sie machen fast 15 % der Stammgäste bei uns aus.
Die Angebote richten sich an Menschen mit Herzkreislauf- und Verdauungsproblemen, Therapien, die ein Arzt verschrieben hat, bezahlt die deutsche Krankenkasse.
Hans Gebauer aus Oelsnitz
"Das war für mich eine Empfehlung von meinem Bruder. In Polanica Zdrój, Bad Altheide, ist er sechs oder sieben Mal gewesen. Er hat mir das empfohlen zu Stabilisierung der Gesundheit und … damit es mir im Allgemeinen besser geht. Und hat uns auch Land und Leute empfohlen kennenzulernen, das wollten wir verbinden mit einer Kur."
Die wachsende Zahl der Gäste schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze in den Kurbädern. In Polanica Zdroj haben sie das Geld der EU auch in die Ausbildung der Touristik-Fachschüler investiert:
"Schau mal, Du hast falsch rum serviert, er hat´s richtig gemacht. Das Fleisch muss zum Gast!"
Auch Hotelmanager von morgen müssen lernen, wie man Tischdecken und Handtücher faltet.
Barbara Drożyńska
Direktorin, Fachschule für Touristik, Polanica Zdrój
"Bei der Entwicklungsstrategie in unserer Region setzen wir auf die wunderschöne Natur hier und natürlich auf die alte Tradition unserer Bäder und Sanatorien. Deshalb brauchen wir eine professionelle Fachschule, die den Nachwuchs für Hotelgewerbe und Gastronomie ausbildet. So haben wir diese Schule schon 1995 gegründet: Damals haben wir ja bemerkt, dass der Service in den Hotels, in den Sanatorien, in den Ferienhäusern noch nicht so gut ist. Wir wussten, wenn wir für die Region hier Wachstum wollen, müssen wir in die Ausbildung der jungen Leute investieren."
Damit sich der Gast aus Deutschland wie zu hause fühlt, steht auch Espresso Doppio auf dem Unterrichtsplan.
Agnieszka Krauze
Schülerin
"Mit dieser Fachschule werde ich nicht nur das Abitur, sondern auch einen Berufsabschluss haben. Nach dem Gymnasium hätte ich den nicht gehabt! Also habe ich ein Jahr gewonnen und kann das dann für ein Praktikum in Polen oder im Ausland nutzen."
Filip Brzeźniczak
Schüler
"Ich bin erst im ersten Ausbildungsjahr und habe ich schon einen Animateurkurs absolviert, das heißt ich kann nach der Schule in einem Hotel arbeiten, mich um die Kinder der Gäste kümmern. Und ich habe schon einen Kochkurs "die Küchen der Welt" gemacht. Ich kann also auch kochen, obwohl ich nur Touristik studiere.
Die Stadtväter haben die EU-Gelder klug investiert: Das haben auch die deutschen Kur-Urlauber längst bemerkt.
Werner Schlei aus Berlin
"Uns passt hier alles, hier sind alle Behandlungen im Haus, also hier stimmt eigentlich alles, das Technische, das Medizinische, also alles was man sich vorstellen kann, in den letzten Jahren hat sich viel verändert, also hier in diesem Raum ist alles nachträglich gemacht, auch der Park, aber das wichtigste ist die medizinische Versorgung, die ist rund um die Uhr.
Rund um die Uhr und zum halben Preis.
Autorin Kinga Wołoszyn-Świerk, tvp
Urszula Patzwald
Marketing, Kurort Polanica Zdrój
"Die Kurorte im Glatzer Tal sind schon über 100 Jahre alt. "Wielka Pieniawa" z.B., also das Haus, in dem wir jetzt sind, war die Perle der niederschlesischen Sanatorien. Dank den Fördergeldern der Europäischen Union erstrahlt es wieder im alten Glanz. Das hat uns geholfen, unseren Service zu verbessern und uns von der Konkurrenz abzusetzen. Wir haben viele Gäste aus Deutschland und die empfehlen uns weiter. Sie machen fast 15 % der Stammgäste bei uns aus.
Die Angebote richten sich an Menschen mit Herzkreislauf- und Verdauungsproblemen, Therapien, die ein Arzt verschrieben hat, bezahlt die deutsche Krankenkasse.
Hans Gebauer aus Oelsnitz
"Das war für mich eine Empfehlung von meinem Bruder. In Polanica Zdrój, Bad Altheide, ist er sechs oder sieben Mal gewesen. Er hat mir das empfohlen zu Stabilisierung der Gesundheit und … damit es mir im Allgemeinen besser geht. Und hat uns auch Land und Leute empfohlen kennenzulernen, das wollten wir verbinden mit einer Kur."
Die wachsende Zahl der Gäste schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze in den Kurbädern. In Polanica Zdroj haben sie das Geld der EU auch in die Ausbildung der Touristik-Fachschüler investiert:
"Schau mal, Du hast falsch rum serviert, er hat´s richtig gemacht. Das Fleisch muss zum Gast!"
Auch Hotelmanager von morgen müssen lernen, wie man Tischdecken und Handtücher faltet.
Barbara Drożyńska
Direktorin, Fachschule für Touristik, Polanica Zdrój
"Bei der Entwicklungsstrategie in unserer Region setzen wir auf die wunderschöne Natur hier und natürlich auf die alte Tradition unserer Bäder und Sanatorien. Deshalb brauchen wir eine professionelle Fachschule, die den Nachwuchs für Hotelgewerbe und Gastronomie ausbildet. So haben wir diese Schule schon 1995 gegründet: Damals haben wir ja bemerkt, dass der Service in den Hotels, in den Sanatorien, in den Ferienhäusern noch nicht so gut ist. Wir wussten, wenn wir für die Region hier Wachstum wollen, müssen wir in die Ausbildung der jungen Leute investieren."
Damit sich der Gast aus Deutschland wie zu hause fühlt, steht auch Espresso Doppio auf dem Unterrichtsplan.
Agnieszka Krauze
Schülerin
"Mit dieser Fachschule werde ich nicht nur das Abitur, sondern auch einen Berufsabschluss haben. Nach dem Gymnasium hätte ich den nicht gehabt! Also habe ich ein Jahr gewonnen und kann das dann für ein Praktikum in Polen oder im Ausland nutzen."
Filip Brzeźniczak
Schüler
"Ich bin erst im ersten Ausbildungsjahr und habe ich schon einen Animateurkurs absolviert, das heißt ich kann nach der Schule in einem Hotel arbeiten, mich um die Kinder der Gäste kümmern. Und ich habe schon einen Kochkurs "die Küchen der Welt" gemacht. Ich kann also auch kochen, obwohl ich nur Touristik studiere.
Die Stadtväter haben die EU-Gelder klug investiert: Das haben auch die deutschen Kur-Urlauber längst bemerkt.
Werner Schlei aus Berlin
"Uns passt hier alles, hier sind alle Behandlungen im Haus, also hier stimmt eigentlich alles, das Technische, das Medizinische, also alles was man sich vorstellen kann, in den letzten Jahren hat sich viel verändert, also hier in diesem Raum ist alles nachträglich gemacht, auch der Park, aber das wichtigste ist die medizinische Versorgung, die ist rund um die Uhr.
Rund um die Uhr und zum halben Preis.
Autorin Kinga Wołoszyn-Świerk, tvp


