Die Sendung im Detail

Sehenswert!

Logo: Warschauer Notizen, Quelle: rbb
rbb

Warschauer Notizen

Feuilletonistisches aus der polnischen Hauptstadt einmal im Monat samstags um 13:45 Uhr.

Damen und Herren vor einem Roten Hintergrund mit der Überschrift: „SILBER Edition“ (Quelle: rbb)
rbb

Kogel Mogel-Archiv

Hier finden Sie die "Kogel Mogel"-Beiträge bei Kowalski & Schmidt auf einen Blick.

Kowalski & Schmidt Archiv

  • Moderator Daniel Finger in Stettin, Foto: rbb

    Kowalski & Schmidt vom 02.07.2017

    + Kaschubischer Balkan-Folk aus Stettin
    + Lieber Pole als glücklich
    + Vergesst nicht unseren Kampf
    + Satire statt Ohnmacht

    Moderation: Daniel Finger in Stettin

    Kowalski trifft Schmidt: Kaschubischer Balkan-Folk aus Stettin, Quelle: rbb

    Kaschubischer Balkan-Folk aus Stettin

    In Polen gilt Stettin als Ort ohne eigenes Gesicht und Identität. Erst Künstler wie Mateusz Czarnowski haben die kulturelle Vielfalt der nach dem Zweiten Weltkrieg dort bunt zusammengewürfelten neuen Bevölkerung als Potential entdeckt. Der Musiker und Komponist ist Frontmann der bekannten Musikband Bubliczki. In ihrer Musik vereinen sie polnischen Folk mit Balkanenergie, Klezmer und Romamusik, das Ganze mit kaschubischen Texten. So kulturell vielfältig wie ihre Musik, sei auch Szczecin, sagt Czarnowski.

    Kowalski trifft Schmidt: Lieber Pole als glücklich, Foto: rbb

    Lieber Pole als glücklich - Adoptionen in Polen

    Sie sind krank, keine Säuglinge mehr oder haben Geschwister: Mehrere tausend Kinder, die es in Polen schwer haben, Adoptiveltern zu finden.  Die meisten stammen aus Familien, denen das Sorgerecht entzogen wurde. Bisher fanden jedes Jahr um die 300 dieser Kinder neue Familien im Ausland. Jetzt soll das nur noch in wenigen Ausnahmefällen möglich sein."Polen verliere zu viele kleine Mitbürger" hat die Ministerin für Soziales festgestellt und alle Adoptionszentren bis auf eins geschlossen.

    Kowalski trifft Schmidt: Vergesst nicht unseren Kampf, Foto: rbb

    Vergesst nicht unseren Kampf

    Im Gedächtnis der Stadt ist es nicht präsent, das Bild der rotweißen Fahne auf der Siegessäule in Berlin, gehisst am 2. Mai 1945 von polnischen Soldaten. An der Seite der Roten Armee hatten tausende polnische Soldaten und Soldatinnen für die Befreiung Berlins gekämpft. Neun von ihnen sind nach Berlin gekommen und haben den beiden Filmemachern Kamil Majchrzak und Christian Carlsen ihre Geschichten erzählt.

    Kowalski trifft Schmidt: Satire statt Ohnmacht, Foto: rbb

    Regierungskritik auf Youtube - Satire statt Ohnmacht

    Klaudia Jachira hat eine ganz eigene Antwort auf die Entmachtung der Verfassungsgerichts durch die polnische Regierung gefunden: Youtube-Videos, in denen sie unverblümt die Regierungspolitik kommentiert. Nicht allen Polen gefällt das - Drohungen und Beschimpfungen sind an der Tagesordnung - aber die Breslauer Schauspielerin lässt sich davon nicht beeindrucken. Die derbsten Hasskommentare hat Klaudia Jachira zu einem Lied umgeschrieben.

  • Moderator Daniel Finger am Groß Glienicker See im Gespräch mit dem Journalisten Adam Gusowski (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 18.06.2017

    + Der Putsch-Wohnwagen
    + New Polish in Berlin
    + Yogatherapie für Geflüchtete
    + Ein Lehrer in Senftenberg

    Moderation: Daniel Finger am Groß Glienicker See bei Berlin – im Gespräch mit dem Journalisten Adam Gusowski vom "Club der Polnischen Versager".

    Der Putsch-Wohnwagen (Quelle: rbb)

    Der Putsch-Wohnwagen

    Seit über 460 Tagen protestieren sie in ihrem alten Wohnwagen gegen die PiS-Regierung. Marta ist Hausfrau, Jarek-IT-Spezialist -zusammen mit zahlreichen Unterstützern demonstrieren sie vor dem Regierungssitz dagegen, dass die Premierministerin seit dem 9. März 2016 durch Nichtveröffentlichung eine Entscheidung des Verfassungsgerichts zu einem PiS-Gesetz blockiert. Wir besuchen die Insel des Widerstandes.

    Foto auf einem Smartphonedisplay (Quelle: rbb)

    New Polish in Berlin

    55.000 Polen waren 2016 in Berlin gemeldet - das ist die größte EU-Zuwanderungsgruppe in Berlin. In der Regel sind sie gut ausgebildet und stark motiviert. Viele wollen für immer hier bleiben, nicht zuletzt wegen der aktuellen polnischen Politik. Doch auch sie bekommen in der deutschen Hauptstadt nichts geschenkt. Wohnungssuche, Sprache und Anerkennung der Abschlüsse sind ein Problem. Zusanna Kołupajło ist eine der neuen Polinnen in Berlin. Sie lernt Deutsch, und kommt mit diversen Jobs grade so über die Runden.

    Gruppenfoto (Quelle: rbb)

    Yogatherapie für Geflüchtete

    Bettina Schuler unterrichtet seit 2014 Yoga für Geflüchtete. Sie tut es ehrenamtlich, sie ist hochmotiviert, weil sie genau weiß, wie sehr und wie direkt sie damit helfen kann. Es sind nicht nur die Übungen alleine, sondern auch die Gemeinschaft und die Eigeninitiative, die hier zu schnellen und guten Ergebnissen führen. Arwa Idrees aus Syrien erzählt uns, wie die Freundschaft zu Bettina und das Yoga "ihr Leben gerettet haben". Traumasensitives Yoga - in diesem Begriff findet sich der Ansatz, aus dem heraus die Gruppe "Citizen2be" Yoga als Therapie praktiziert.

    Der Lehrer Andrej sitzt mit Schülern an einem Tisch (Quelle: rbb)

    Ein Lehrer in Senftenberg

    Russischsprachig, deutschstämmig, aus Kirgisien: Andrej war 12, als er mit seiner Spätaussiedler-Familie in der Lausitz landete. Mit der Integration gab es keine Schwierigkeiten, mit dem späteren Studium in Potsdam und Petersburg auch nicht. Nun ist er Lehrer in Senftenberg. Zwei Kulturen, verschiede Welten, akademische Theorie und Berufsalltag: Andrej hat viel zu verbinden in seinem Leben.

  • Moderator Daniel Finger (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 28.05.2017

    + Slawische Gymnastik
    + Wolfs-Migranten
    + Viadrina-Preis für gemeinsames Schulbuch
    + Echt oder Legende? Kulturinsel Einsiedel

    Moderation: Daniel Finger im "Slawendorf" in Brandenburg an der Havel

     

    Frau macht eine Gymnastikübung (Quelle: rbb)

    Slawische Gymnastik

    In Posen treffen wir Frauen, die Kurse für "Slawische Gymnastik" machen, eine uralte Praxis. Eine von ihnen, Joanna, ist Physiotherapeutin und Heilpraktikerin; sie liebt es, alte und moderne Methoden zu verbinden. Die slawische Gymnastik ist für sie eine ideale Verbindung, besonders für Frauen.

    Wolf (Quelle: rbb)

    Wolfs-Migranten

    "Als ich das erste Mal zwei wilde Wölfe im Wald gesehen habe, das war einmalig. Diese Tiere sind so beeindruckend."Andreas Haufe lächelt. Er nennt sich ehrenamtlicher Wolfsbetreuer. "Wölfe sind ja Nomaden, die müssen herum ziehen, um sich zu ernähren. Und sie kommen aus Polen bis hierher." Dafür wurde eigens ein sogenannter Korridor eingerichtet, im Grenzgebiet zwischen Polen und Deutschland. Doch nicht jeder freut sich über die frei ziehenden wölfischen Migranten.

    Zwei Schulbücher liegen auf einem Tisch (Quelle: rbb)

    Viadrina-Preis für gemeinsames Schulbuch

    Die Deutsch-Polnische Schulbuchkommission erhält "für die Erarbeitung einer gemeinsamen Schulbuchreihe zur deutschen und polnischen Geschichte" den diesjährigen Viadrina-Preis. Das erste von den geplanten vier Büchern steht den Schulen zur Verfügung. Wir besuchen das deutsch-polnische "Gabriele von Bülow-Gymnasium" in Berlin.

    Der Freizeitpark Kulturinsel Einsiedel (Quelle: rbb)

    Echt oder Legende? Kulturinsel Einsiedel

    Der Freizeitpark Kulturinsel Einsiedel an der polnischen Grenze bei Görlitz ist ein Ort voller Mythen und Sagen. Denn neben den vielen Geistern und Waldelfen, soll  hier vor mehr als 1000 Jahren das fast verschollene Volk der Turiseder gelebt haben. Hier auf heute deutsch-polnischem Grund, an beiden Neiße-Ufern, war das mittelalterliche Volk zu Hause.

  • Moderator Daniel Finger (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 14.05.2017

    + Geschichte der Gazeta Wyborcza
    + "Die gute Änderung" in polnischen Medien
    + Interview mit Jarosław Kurski
    + Porträt Andrzej Przyłębski
    + Luther in Polen

    Moderation: Daniel Finger zu Besuch bei der liberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza in Warschau. Redakteurin Adriana Rozwadowska gibt einen Einblick in die Arbeit der Redaktion.

    Die Gechichte der Gazeta

    Kurze Geschichte der Gazeta Wyborcza

    Der Runde Tisch – die Geburtsstunde der Demokratie in Polen ist auch die Geburtsstunde der Gazeta Wyborcza – auf Deutsch „Wahlzeitung“. Sie ist ein Zugeständnis der Kommunisten an die Solidarnosc, die ersten demokratischen Wahlen in Polen, mit einer eigenen Zeitung zu begleiten. Weggefährte von Lech Walesa – Adam Michnik – wird ihr Chefredakteur.

    Polnische Medien (Quelle: rbb)

    "Die gute Änderung" in polnischen Medien

    Seit die rechtskonservative PiS in Polen regiert, haben über 200 regierungskritische Journalisten ihren Job verloren. "Die gute Änderung" heißt das im Staatsjargon. Auch der Moderator und Vizevorsitzende des Journalistenverbandes, Jan Ordyński, stand auf der "Schwarzen Liste". Um weiter publizieren zu können, hat er das Portal OKO.press mitgegründet. OKO.press beobachtet und hinterfragt die Politik der PiS.

    Geschichte der Gazeta (Quelle: rbb)

    Porträt Andrzej Przyłębski

    Seit Andrzej Przyłębski im Juli 2016 zum neuen polnischen Botschafter in Deutschland ernannt wurde, hat er viele Kontroversen in deutschen und polnischen Medien ausgelöst. Wir haben den Ehemann der neuen Vorsitzenden des polnischen Verfassungsgerichts, Julia Przyłębska, in der Residenz in Berlin besucht und ihn am 3. Mai zu den offiziellen Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag begleitet.

    Luther in Polen (Quelle: rbb)

    Luther in Polen

    Als die westpolnische Stadt Piła noch Schneidemühl hieß, waren drei Viertel der gut 50.000 Bewohner evangelisch. Die wenigen, die nach dem Zweiten Weltkrieg geblieben sind, übten ihren Glauben im Stillen aus, um nicht als Deutsche beschimpft zu werden. Seit 20 Jahren gibt es in der Stadt wieder eine offizielle evangelische Gemeinde. Ihr junger Pfarrer Tomek lebt seinen Glauben gerne auch als Bassist der christlichen Rockband N.O.C. aus.

  • Die Moderatoren Daniel Finger und Ola Rosiak (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 30.04.2017

    + Zwischen den Grenzen
    + Von der Ukraine nach Polen
    + Neue Völkerwanderung
    + Politische Satire in Polen

    Moderation: Ola Rosiak & Daniel Finger in Berlin

    Eine Frau hält eine alte Fotoaufnahme in der Hand (Quelle: rbb)

    Zwischen den Grenzen

    "Je älter ich werde, desto mehr weiß ich meine Wurzeln und die polnische Kultur zu schätzen." Kamila Laures kam schon mit vier Jahren nach Deutschland. Ihre Eltern flohen 1980 nach NRW. "Nach drei Monaten habe ich angeblich Deutsch im Schlaf gesprochen", erzählt die 41 jährige Berlinerin. Sie arbeitet beim IT-Unternehmen SAP in Berlin Mitte und switcht dort täglich zwischen ihren zwei Identitäten.

    Vier Mädchen sitzen auf einer Bank und strecken ihre rechte Hand aus (Quelle: rbb)

    Von der Ukraine nach Polen

    Die Zahl der in Polen lebenden Ukrainer wächst rasant, 2015 kamen etwa 1 Million Menschen, um im Nachbarland arbeiten oder studieren. Wie kommen sie dort zu Recht, wie sieht ihr Alltag aus, welche Pläne haben sie für die Zukunft? In Poznań treffen wir Ilona Mykolayishyn, eine junge Ukrainerin, die an der Adam-Mickiewicz-Universität studiert und uns erzählt, mit welchen Schwierigkeiten und Hoffnungen sie "zwischen den Grenzen" und Kulturen lebt.

    Buchvover "Die neue Völkerwanderung" von Asfa - Wossen Asserate (Quelle: rbb)

    Neue Völkerwanderung

    Im Jahre 2050 werden über 2 Milliarden Menschen in Afrika leben, mahnt der äthiopische Buchautor und Unternehmensberater Asfa - Wossen Asserate und Grenzzäune werden die Völkerwanderung nach Europa nicht stoppen. Einst war er selbst ein Flüchtling, floh vor dem kommunistischen Regime Äthiopiens Anfang der 70er Jahre und fand in Frankfurt ein neues Zuhause. Europa, so Asserate, muss Afrika als Partner behandeln, demokratische Strukturen aufbauen und in die Jugend investieren. Sonst werde die Flüchtlingsproblematik in einer "großen Katastrophe" enden - für Afrika und Europa.

    Szene aus der Politsatire "Ucho prezesa" (Quelle: rbb)

    Politische Satire in Polen

    "Ucho prezesa" ("Das Ohr des Vorsitzenden") - ist eine populäre, bittere Politsatire auf die polnische konservative Regierung, die seit Anfang dieses Jahres auf YouTube und der Internetplattform ShowMax ausgestrahlt wird und Woche für Woche 5-7 Millionen Zuschauer lockt. Die von Robert Górski und seinen Kollegen vom "Kabaret Moralnego Niepokoju" (Kabarett der Moralischen Unruhe) gespielte Szenen zeigen Machtpoker, Intrigen und Opportunismus in der heutigen Politik Polens.

  • Die Moderatoren Ola Rosiak & Daniel Finger (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 09.04.2017

    + Talentschmiede an der Weichsel
    + Europa am Scheideweg
    + Gotteslästerung auf der Bühne
    + Vom Türken-Ghetto zur Touristenattraktion

    Moderation: Ola Rosiak & Daniel Finger im Warschauer Stadtteil Praga

    "CAMPUS WARSAW welcomes" mit Kreide auf die Tafel geschrieben (Quelle: rbb)

    Talentschmiede an der Weichsel

    Ob Startup-Beginn oder Startup-Ende – in Warsaw Campus, einem von Google gegründeten Zentrum für Jungunternehmer, ist viel los. Der heruntergekommene Warschauer Industriestadtteil Praga zieht viele junge Kreative an. Im Gegensatz zum herausgeputzten und teuren Zentrum kann man hier in einem alten Fabrikgebäude noch relativ preiswert an seiner eigenen Karriere tüfteln.

    Eine proeuropäische Demonstrantin hält ein Poster mit der Aufschrift „Europe is rich in colors“ hoch (Quelle: rbb)

    Europa am Scheideweg

    In ganz Europa sind europakritische Rechtspopulisten auf dem Vormarsch. Auch die polnische PiS-Regierung wettert immer wieder gegen Brüssel. Viele Menschen wollen sich das nicht mehr gefallen lassen: immer mehr gehen jeden Sonntag auf die Straße, um ihr Bekenntnis zu Europa zu demonstrieren. "Pulse of Europe" heißt die Bürgerinitiative, die es in über 60 europäischen Städten gibt. Wie steht es um Europa und wie bringt man die Gemeinschaft wieder auf Kurs? Wir fragen nach.

    Eine Person hält eine Polnische Zeitung in den Händen mit der Überschrift: Ukarać Teatr (Deutsch: Das Theater bestraffen) (Quelle: rbb)

    Gotteslästerung auf der Bühne

    In Polen sorgt das Teatr Powszechny seit Wochen für Schlagzeilen. Die Warschauer Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Verletzung religiöser Gefühle eingeleitet. Die Theatermacher bekommen Drohbriefe, vor jeder Vorstellung protestieren und beten Menschen vor dem Theater."Der Fluch" in der Inszenierung von Oliver Frljić setzt sich kritisch und provokant mit der Dominanz der katholischen Kirche in Polen auseinander. Wie gespalten die Gesellschaft ist, zeigen die heftigen Reaktionen.

    Eine Hausfassade ist mit einem Graffiti mit der Aufschrift „Gentri-Fick-Dich“ geschmückt (Quelle: rbb)

    Vom Türken-Ghetto zur Touristenattraktion

    "Das Viertel SO36 ist zum Türkenghetto geworden", heißt es in einem SFB-Film von 1980, der das Schicksal der "letzten Deutschen" in Berlin Kreuzberg beschreibt. Wie z.B. das von Frau Schock aus der Waldemarstraße 37, die nach 40 Jahren ihre gewohnte Umgebung verlassen musste, weil in ihrem sanierungsbedürftigen Haus "nur noch Türken wohnten". Heute ist der Gewerbehof Waldemarstr.37 heiß begehrt und vollvermietet. Aber gibt es unter den Mietern auch Deutsche? Nach fast 40 Jahren schauen wir uns wieder im ehemaligen "Türkenghetto" um.

  • Die Moderatoren Ola Rosiak und Daniel Finger in Berlin Moabit (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 26.03.2017

    + Rückgabe des Terror-Lkw
    + Ukrainische Minderheit in Polen
    + Europa gegen die Juden
    + Pani Henryka - ein Jahr danach

    Moderation: Ola Rosiak & Daniel Finger in Berlin Moabit

    Zwei Polizisten stehen vor dem LKW vom Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin (Quelle: rbb)

    Rückgabe des Terror-Lkw

    Ariel Żurawski, Besitzer des Lkw, mit dem Anis Amri  im Dezember den Terroranschlag am Breitscheidplatz verübte, verlor beim Attentat seinen Cousin. Bis heute wartet er auf die Rückgabe seines Lasters, für den monatlich eine Leasing-Rate anfällt. Da er selbst nur einen Sachschaden erlitten hat, steht ihm keine Entschädigung aus einem für die Opfer bereitgestellten Töpfe zu. Der polnische Spediteur fühlt sich vom deutschen Staat im Stich gelassen.

    Europa gegen die Juden (Quelle: rbb)

    Europa gegen die Juden

    Weit vor dem Völkermord der Nationalsozialisten gehörten die Juden in Europa zu den verfolgten und bedrohten Minderheiten. Pogrome in Russland, Massenmorde in der Ukraine, Selektionen und Zwangsumsiedlungen im Elsass  – die Liste von Mord und Totschlag ist lang, aber wenig bekannt. Neid und Habgier spielten beim Morden eine große Rolle, schreibt der Historiker Götz Aly in seinem neuen Buch „Europa gegen die Juden“. Ohne den Judenhass in Europa, der Mitwirkung durch Regierungen, staatlichen Institutionen und Teilen der Bevölkerung hätte sich der Holocaust nicht mit gleicher Geschwindigkeit verwirklichen lassen, ist seine These.

    Henryka Krystyna Krzywonos-Strycharska (Quelle: rbb)

    Pani Henryka - ein Jahr danach

    Vor einem Jahr haben wir die legendäre Gründerin der Solidarność, Henryka Krzywonos, in Warschau getroffen. Damals stritt die frisch gewählte PO Abgeordnete mit furiosen Auftritten  im Sejm für den Erhalt der Verfassung und dass das demokratische Polen erhalten bleibt, für das sie seit den 80er Jahren gestritten hat. Noch immer gehen Woche für Woche Menschen in Polen auf die Straße, um gegen den Machtmissbrauch der PiS-Regierung zu protestieren. Wir haben Henryka Krzywonos ein zweites Mal besucht. Ein Stimmungsbild aus Polen ein Jahr danach.

Unser Moderator

Daniel Finger (Quelle: rbb)

Moderation - Daniel Finger

Daniel Finger moderiert bei Radioeins vom rbb die Sendung "Zwei auf EINS". Darüber hinaus moderiert er das deutsch-polnische Magazin "Kowalski & Schmidt" im rbb Fernsehen.