Die Sendung im Detail

Sehenswert!

Logo: Warschauer Notizen, Quelle: rbb

Warschauer Notizen

Feuilletonistisches aus der polnischen Hauptstadt einmal im Monat samstags um 13:15 Uhr.

Damen und Herren vor einem Roten Hintergrund mit der Überschrift: „SILBER Edition“ (Quelle: rbb)

Kogel Mogel-Archiv

Hier finden Sie die "Kogel Mogel"-Beiträge bei Kowalski & Schmidt auf einen Blick.

Wiederholung der Sendung

03.10 Uhr am 16.01.2017
04.15 Uhr am 17.01.2017
04.00 Uhr am 18.01.2017
03.30 Uhr am 22.01.2017

Kowalski & Schmidt Archiv

  • Ola Rosiak & Daniel Finger in der eleganten Warschauer Markthalle „Koszyki“ (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 15.01.2017

    + Musikerin Masha Qrella bezaubert Polen
    + Warschau im Wandel - Wola
    + Arabisch lernen mit polnischer Hilfe
    + Polnische Obdachlose in Berlin
    + Das Geschäft mit dem Goldzug

    Moderation: Ola Rosiak & Daniel Finger in der eleganten Warschauer Markthalle "Koszyki"

    In der U-Bahn sitzende Menschen, eine davon trägt eine Mausmaske (Quelle: rbb)

    Musikerin Masha Qrella bezaubert Polen

    Geboren in Ostberlin, aufgewachsen in den Plattenbauten von Marzahn und Lichtenberg. Die Eltern sind Russen und so pendelte sie als Kind schon zwischen Ost und West. Sie hat sich selbst Gitarre beigebracht, Bass, Saxophon und Keyboard - und als ihre Stimme dazu kam, horchte die internationale Pop-Welt auf: Masha Qrella singt englisch und mit ihren melancholischen Liedern trifft sie das Lebensgefühl vieler junger Menschen. Gerade ist sie auf dem besten Weg, auch ihr polnisches Publikum zu verzaubern.

    Riesige Schrift auf einem Platz in Warschau: Kocham Warszawe; Deutsch: Ich liebe Warschau (Quelle: rbb)

    Warschau im Wandel - Wola

    Der Stadtteil Wola war in Warschau schon immer Arbeiterbezirk und Industriestandort. Nach der Wende gingen viele sozialistische Betriebe Pleite, doch bald wurde der Bezirk neu entdeckt – von internationalen Investmentfirmen. Sie schufen z.B. das Warsaw Spire, mit 220 Metern das höchste Bürogebäude Polens. Gleich um die Ecke existieren  immer noch die kleinen Handwerksbetriebe und Arbeitersiedlungen wie die Wawelberg-Kolonie. Der Künstler Andrzej Chybowski, hat die Veränderungen in seinem Kiez dokumentiert.

    Software zur Spracherlernung (Quelle: rbb)

    Arabisch lernen mit polnischer Hilfe

    In Hoyerswerda entwickelte ein polnischer Ingenieur, der seit den 70er Jahren dort lebt, einen Arabisch-Schnellsprachkurs für deutsche Betreuer, die Asylbewerbern in der Gegend ehrenamtlich helfen.

    Polnische Obdachlose in Berlin (Quelle: rbb)

    Polnische Obdachlose in Berlin

    Der Anzahl der Obdachlosen aus Polen in Berlin steigt. Einige kamen hierher, um zu arbeiten, andere hatten bereits in Polen kein Dach über dem Kopf. Der Berliner Künstler Jemek Jemowit hat sein letztes Musikprojekt den polnischen Obdachlosen gewidmet. Jemek nimmt uns mit auf eine Reise durch die Berliner Nacht, auf der wir ein polnisches Obdachlosenpaar treffen.

    Unterirdischer Bahnhof mit gepanzertem Zug (Quelle: rbb)

    Das Geschäft mit dem Goldzug

    Mit großem finanziellen Engagement haben die Schatzsucher in Niederschlesien nach dem sagenumwobenen Zug mit dem Nazigold gesucht - vergeblich. Sławomir Suchorowski ging einen anderen Weg - er hat ganz einfach den Panzerzug und die Goldbarren nachgebaut, und verdient mit der Legende gutes Geld.

  • Ola Rosiak & Daniel Finger im Kunstgewerbemuseum in Berlin

    Kowalski & Schmidt 11.12.2016

    + Ania Kuczyńska - Portrait einer Modedesignerin aus Warschau
    + Raubkunst aus Polen
    + Die Göring-Flugzeug-Sammlung
    + Tschechien - Land der EU-Skeptiker
    + Kogel Mogel Silber Edition: Weihnachten
     

    Moderation : Ola Rosiak & Daniel Finger im Kunstgewerbemuseum in Berlin

    Mode in Warschau

    Ania Kuczyńska - Portrait einer Modedesignerin aus Warschau

    Studiert hat Ania Kuczyńska Mode in Rom und Paris. Doch ihr Stil ist geprägt von der Architektur Warschaus und der Geschichte Polens: In ihrer letzten Winterkollektion war eines der Motive der "Żupan" - eine polnische Herrentracht aus dem 18. Jahrhundert. Doch wer jetzt an Folklore denkt, liegt weit daneben: Ania macht schlichte, geradezu puristische Kleider, meist in Schwarz – und sie legt Wert darauf, ein Gegengewicht zum neuen polnischen Nationalismus zu bilden.

    Raubkunst in Polen

    Raubkunst aus Polen

    Über 60.000 Kunstwerke und Millionen Bücher wurden in Polen während des 2. Weltkrieges geraubt, die meisten von den deutschen Besatzern. Ziel war, die polnische Nation und Kultur zu zerstören. Nur einen Bruchteil davon bekamen die Polen zurück. Deutsche Raubkunst taucht immer wieder auf Auktionen weltweit auf. Wir besuchen das älteste polnische Kunstmuseum in Krakau und die legendäre Marienkirche und fragen wie viele Kunstwerke sie bis heute vermissen.

    Die Göring-Flugzeug-Sammlung

    Die Göring-Flugzeug-Sammlung

    Hermann Göring hatte die "Ehrenschirmherrschaft" über die legendäre Luftfahrtsammlung. 1943 - der deutsche Vernichtungskrieg forderte täglich unzählige Tote in Europa und über Berlin fielen Bomben - wollte Göring wenigstens seine "Spielzeuge" in Sicherheit bringen: ins besetzte Polen! Heute stehen große Teile davon in Krakau mit dem Schild "Göring-Sammlung". Seit 70 Jahren werden die historischen Raritäten in Polen renoviert und ausgestellt. Doch das Berliner Technik-Museum möchte die Sammlung gerne zurück haben. Da sei, sagt der Krakauer Museums-Direktor, wie "ein Dieb, der mich bestiehlt und dann den Geldbeutel zurück haben will, den er beim Überfall verloren hat"!

    Tschechien - Land der EU-Skeptiker

    Tschechien - Land der EU-Skeptiker

    Nach dem Brexit spricht man in Tschechien immer häufiger über den Czexit. "Es gibt keinen tschechischen Politiker, der sich für die europäische Idee mit dem ganzen Gewicht seiner Position einsetzt", sagt Zdenek Velisek. Wir haben den bekannten politischen Kommentator in Prag besucht und uns vom ihm erklären lassen, warum von der einstigen EU-Euphorie in Tschechien so wenig geblieben ist.

  • Daniel Finger (li.) und Ola Rosiak (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 27.11.2016

    + Ein polnischer Patriot, wer ist das?
    + Der neue Patriotismus in Deutschland
    + Die Juden von Breslau
    + Ein Blick auf den Patriotismus von Morgen

    Moderation: Ola Rosiak und Daniel Finger im Pan Tadeusz Museum in Wrocław

    Mann im Interview (Quelle: rbb)

    Ein polnischer Patriot, wer ist das?

    Eine Welle von staatlich gefördertem Nationalismus überflutet Polen. Mit der Kleidung für "echte Patrioten" lässt sich viel Geld verdienen. Dass die Propaganda aber nicht nur dumpf sein muss, zeigen zwei Grafiker mit ihrer Kunstfigur "Patriot Mateusz".

    Mann im jüdischen Mahnmal in Berlin (Quelle: rbb)

    Der neue Patriotismus in Deutschland

    Die Deutschen haben – aufgrund ihrer Geschichte – ein sehr ambivalentes Verhältnis zum "Vaterland". Dennoch - Patriotismus wird wieder salonfähig in Deutschland: Mal verschämt, mal auftrumpfend, oft ausgrenzend. Wo verlaufen die Grenzen zwischen "Patriotismus" und "Nationalismus"? Werner J. Patzelt, Politikwissenschaftler an der Uni Dresden gibt Antworten.

    Zwei Frauen sitzen auf Sesseln (Quelle: rbb)

    Die Juden von Breslau

    "Wir sind Juden aus Breslau" heißt ein neuer Dokumentarfilm, der ab 17. November in den deutschen Kinos gezeigt wird. 14 Zeitzeugen erzählen von Verfolgung, Deportation, Emigration und vom Verlust ihrer Heimatstadt Breslau. Unter ihnen sind auch die Schwestern Renate Lasker-Harpprecht und Anita Lasker-Wallfisch. Beide sind zur Filmpremiere aus England und Südfrankreich nach Berlin gereist. Sie haben die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen überlebt. Was sagen sie zur Wiederkehr von Rechtsextremismus und Nationalismus in Europa?

    Opa mit Enkel auf dem Schoß (Quelle: rbb)

    Ein Blick auf den Patriotismus von Morgen

    Es begann mit 120 schwarz-weißen Negativen auf einem Dachboden, zufällig entdeckt. Sie zeigten den Alltag der neuen Bewohner des Städtchens Walim, das bis 1945 noch Wüstewaltersdorf hieß. Die Deutschen waren geflüchtet oder vertrieben. Ab 1947 zogen in das Eulengebirge südlich von Wrocław neue Bewohner ein. Reichlich Stoff für die Regisseurin Martyna Majewska, um daraus ein Singspiel zu entwickeln. Denn: Lokale Geschichte zu erforschen, das sei doch "Patriotismus von Morgen".

  • Ola Rosiak & Daniel Finger im Instrumentenmuseum Berlin in Charlottenburg (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 13.11.2016

    + Der Klavierstimmer
    + Fragmente zweier Fluchten
    + Die zwei Monddiebe
    + Homeschooling in Polen
    + KogelMogel Silber Edition

    Moderation: Ola Rosiak & Daniel Finger im Instrumentenmuseum Berlin, Tiergarten

    Ein Klavier wird gestimmt (Quelle: rbb)

    Der Klavierstimmer

    "Ich bin glücklich, wenn alles stimmt!" Roh Hernes stimmt seit 55 Jahren Klaviere. Der gebürtige Pole blieb in West Berlin, als in seiner Heimat 1981 das Kriegsrecht ausgerufen wurde. Heute ist er 80 Jahre alt.

    Kowalski & Schmidt - Leben im Neuland (Quelle: rbb)

    Fragmente zweier Fluchten

    Das Filmfestival Cottbus bringt zwei historische Momente zusammen: Das Jahr 1989, mit dem polnischen  Film "Exit": Junge Männer sind über die Neiße schwimmend aus der DDR nach Polen geflüchtet und hoffen auf Aufnahme in der BRD Botschaft. Das Jahr 2015: Junge unbegleitete Flüchtlinge aus Syrien haben Unterkunft in Cottbus gefunden: "Leben im Neuland", ein Kurzfilm gedreht von jungen Cottbussern. Die Festivalmacher wollen zeigen, wie ähnlich die Schicksale von Menschen sind, die ihre Heimat verloren haben.

    Eine Frau steht auf einer Bühne. Im Hintergrund eine Videoprojektion der jungen Kaczynski Brüder (Quelle: rbb)

    Die zwei Monddiebe

    Was hat ein Märchenfilm von 1962 mit der politischen Wirklichkeit in Polen zu tun und weshalb spaltet eine Rede von Ministerpräsidentin Beata Szydło, die sie Anfang des Jahres im Parlament gehalten hat, das Land? Krzysztof Minkowski ist Regisseur und hat am Theater Maxim Gorki eine Performance inszeniert, die die neue nationale Rhetorik in Polen kritisch hinterfragt.

    Zwei Schüler sitzen zu Hause am Tisch mit aufgeklappten Büchern und Heften (Quelle: rbb)

    Homeschooling in Polen

    Eltern dürfen in Polen ihre Kinder zu Hause unterrichten. Das gegenwärtige Schulgesetz erlaubt es ausdrücklich, unter der Aufsicht der Schulbehörde. Einige 100 Familien nehmen dieses Recht gern in Anspruch. Wir besuchen Marcel, 8, bei Breslau, der zusammen mit seiner älteren Schwester bei Mama zu Hause zur Schule geht.

  • Ola Rosiak & Daniel Finger in Breslau (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 30.10.2016

    + Wahlversprechen Kindergeld in Polen
    + Kritik aus Polen
    + Kogel Mogel Silber Edition: Flüchtlinge
    + Deutsch-polnisches Familiendrama
    + Identitätssuche auf Tschechisch

    Moderation : Ola Rosiak & Daniel Finger in Breslau

    Mutter mit Kindern (Quelle: rbb)

    Wahlversprechen Kindergeld in Polen

    Ein Jahr nach der Regierungsübernahme sind die Zustimmungswerte der PiS-Partei ungebrochen hoch. Das liegt auch an sozialen Reformen, wie dem neu eingeführten Kindergeld. Seit April bekommt jeder in Polen ab dem zweiten Kind umgerechnet 125 Euro pro Kind und Monat. Wir haben uns in Bojadła, einem typischen Dorf im Lebuser Land umgeschaut, um zu erfahren, was der neue Geldsegen den Familien bringt.

    Angela Merkel zeigt mit dem Finger (Quelle: rbb)

    Kritik aus Polen

    Nicht nur in Deutschland, auch in Polen hat Kanzlerin Angela Merkel viele Kritiker. Hauptthema ist auch dort die Flüchtlingspolitik. Wir haben drei ihrer Kritiker aus Breslau gefragt, was ihnen an der deutschen Kanzlerin nicht gefällt: Den Übersetzer Tomasz Gabiś, der regelmäßig zu Deutschland bloggt, die Germanistin Ewa Matkowska, die sich in der deutschen Literatur auskennt und Marcin Krzyżanowski, einen PiS-Abgeordneten, der trotz aller Kritik Merkel für die beste Wahl hält.

    Deutsch polnisches Familiendrama (Quelle: rbb)

    Deutsch-polnisches Familiendrama

    In seiner Familie muss es ein Geheimnis geben, das spürte der 29jähriger Maler und Bühnenbildner Michał Korchowiec seit langem. Um dieses Geheimnis zu lüften machte er einen sehr persönlichen Dokumentarfilm: "Morgenrot". Darin geht es um seine deutsche Oma aus Ostpreußen, die nach dem Krieg in den jetzt polnischen Masuren geblieben ist, seinen polnischen Opa, der gegen die Deutschen gekämpft hatte, und um ein uneheliches Kind, das ermordet wurde.

    Identitätssuche auf Tschechisch (Quelle: rbb)

    Identitätssuche auf Tschechisch

    Alles begann mit Opa Leo - er war halb Tscheche und halb Deutscher - und seinem alten Octavia. Aus dessen Heckflügeln bastelte sich Martin Dusek eine Tracht und begab sich auf Identitätssuche. Herausgekommen ist die filmische Satire "Moj Kroj". Darin nimmt der tschechische Filmemacher die skurrilen Geschichtskonstrukte seiner Heimatstadt Ceska Lipa, dem früheren Böhmisch Leipach, genauso aufs Korn wie die der Landsmannschaften auf dem sudentendeutschen Tag.

  • Ola Rosiak und Daniel Finger in Potsdam, Holländisches Viertel (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 16.10.2016

    + Andrzej Wajda gestorben
    + Schwarzer Montag und die Hölle der Abtreibung
    + Deutsch-polnische Schulkooperation
    + Gastarbeiterkinder: „mehr als nur Deutsche!“
    + KogelMogel Silber Edition

    Moderation: Ola Rosiak & Daniel Finger im Holländischen Viertel, Potsdam

    Regisseur Andrzej Wajda (Quelle: rbb)

    Andrzej Wajda gestorben

    Er war ein großer Meister der Filmkunst, der polnischen und der europäischen. Im besten Sinne ein Nationalkünstler, ein kinematographischer Zeuge der polnischen Geschichte. Ein Nachruf.

    Mutter hält ihr Kind hoch (Quelle: rbb)

    Schwarzer Montag und die Hölle der Abtreibung

    Anfang Oktober demonstrierten Zehntausende polnischer Frauen in Warschau gegen das totale Abtreibungsverbot, das die national-konservative Mehrheit im Sejm als Gesetzentwurf eingebracht hatte. Der Protest der Polinnen zeigte  Wirkung: Das Projekt ist jetzt vom Tisch. Doch auch das gültige Gesetz gehört zu den restriktivsten in der Welt.  Karolina hat es erlebt:  Offen und berührend erzählt uns die - inzwischen - junge Mutter, wie es ihr erging, als sie vor ein paar Jahren aus Verzweiflung einen illegalen und gefährlichen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ließ.

    Schüler im Klassenzimmer (Quelle: rbb)

    Deutsch-polnische Schulkooperation

    Das Karl-Liebknecht-Gymnasium in Frankfurt (Oder) und das Marka-Kotańskiego Gymnasium in Słubice pflegen eine besondere Kooperation: deutsche und polnische Schüler lernen gemeinsam wechselweise an beiden Gymnasien. Das Projekt gibt es seit 2005 und heißt: "Latarnia" (Leuchtturm). Deutschlandweit ist Latarnia das einzige Projekt in einer grenznahen Region. Jetzt wurde in Polen eine neue Schulreform beschlossen, die vorsieht, die Gymnasien in Polen abzuschaffen. Und damit ist auch die Zukunft der deutsch-polnischen Schulkooperation ungewiss.

    Kowalski & Schmidt: Gastarbeiterkinder: 'mehr als nur Deutsche!' (Quelle: rbb)

    Gastarbeiterkinder: "mehr als nur Deutsche!"

    Nusrat und Zoran sind um die Vierzig. Nusrats Eltern kommen aus Pakistan, Zoran kommt  aus Bosnien, vormals Jugoslawien. Sie sind als Kinder von Gastarbeitern in Deutschland aufgewachsen. Ihre Eltern waren "nicht von hier". Sie selber, deutsche Staatsbürger, sind weder "von dort noch richtig von hier". Was oder wer sind sie nun? Zusammen mit zehn weiteren "Gastarbeiter-Kindern" verschiedener Herkunft haben sie ein biographisches Buch geschrieben: "Zwölf Stories - Töchter und Söhne von Gastarbeitern".

  • Ola Rosiak und Daniel Finger in einem Straßenbahndepot in Wrocaw (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 02.10.2016

    + Woher kommt ein Wrocławer?
    + Wer ist ein Berliner?
    + Erinnerung an die Massaker von Wolhynien
    + Kogel-Mogel Silber Edition
    + Eine andere Love Story

    Moderation: Ola Rosiak und Daniel Finger in einem Straßenbahndepot in Wrocław

    Schilder an der Wand (Quelle: rbb)

    Woher kommt ein Wrocławer?

    Im Mai 1945 lag die deutsche Stadt Breslau in Schutt und Asche. Wer nicht geflohen war und den Angriff der Roten Armee überlebte, wurde bald ausgesiedelt. Aus dem Osten Polens Metropole zogen bald neue Einwohner in die ausgebrannte niederschlesische Metropole. Nach dem Potsdamer Abkommen wurde die gesamte Region der Republik Polen zugesprochen und die Stadt in Wrocław umbenannt. Eine Ausstellung erinnert an diese ersten Wrocławer.

    Internetseite: Ich bin ein Berliner (Quelle: rbb)

    Wer ist ein Berliner?

    Fast alle Berliner sind Ausländer. Ob Schwaben oder Türken, Polen oder Russen, sie alle behaupten nach einem kurzen Aufenthalt an der Spree, sie seien "waschechte" Berliner. Aber was macht einen "Berliner" aus? Und wie lange muss man in dieser "Hauptstadt der Einwanderer" wohnen, um sich "ein Berliner" nennen zu dürfen?

    Schild mit polnischem Adler in einer Grube (Quelle: rbb)

    Erinnerung an die Massaker von Wolhynien

    Das polnische Parlament spricht in seiner Resolution von "Völkermord", ukrainische Historiker sprechen vom "polnisch-ukrainischen" Konflikt. 1943 begingen ukrainische Nationalisten ein Massaker an tausenden polnischer Zivilisten.  Es belastet bis heute das Verhältnis zwischen den beiden Nachbarvölkern. Jetzt läuft ein Film in den polnischen Kinos, der von den Verbrechen erzählt. Er wird für weitere Spannungen sorgen.

    Mann und Frau (Quelle: rbb)

    Eine andere Love Story

    Der Berlinerin Katharina Rost wurden nach schwerer Sepsis Hände und Beine amputiert. Sie sitzt im Rollstuhl und ist auf Hilfe angewiesen. In einem ihrer häuslichen Pfleger lernte sie ihre große Liebe kennen: der Pole Jacek Gozdan pflegt Katharina seit zwei Jahren. Das Paar wohnt jetzt in Frankfurt/Oder, bald wollen sie heiraten.

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