Die Sendung im Detail

Sehenswert!

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Warschauer Notizen

Feuilletonistisches aus der polnischen Hauptstadt einmal im Monat samstags um 13:15 Uhr.

Damen und Herren vor einem Roten Hintergrund mit der Überschrift: „SILBER Edition“ (Quelle: rbb)

Kogel Mogel-Archiv

Hier finden Sie die "Kogel Mogel"-Beiträge bei Kowalski & Schmidt auf einen Blick.

Kowalski & Schmidt Archiv

  • Daniel Finger (li.) und Ola Rosiak (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 27.11.2016

    + Ein polnischer Patriot, wer ist das?
    + Der neue Patriotismus in Deutschland
    + Die Juden von Breslau
    + Ein Blick auf den Patriotismus von Morgen

    Moderation: Ola Rosiak und Daniel Finger im Pan Tadeusz Museum in Wrocław

    Mann im Interview (Quelle: rbb)

    Ein polnischer Patriot, wer ist das?

    Eine Welle von staatlich gefördertem Nationalismus überflutet Polen. Mit der Kleidung für "echte Patrioten" lässt sich viel Geld verdienen. Dass die Propaganda aber nicht nur dumpf sein muss, zeigen zwei Grafiker mit ihrer Kunstfigur "Patriot Mateusz".

    Mann im jüdischen Mahnmal in Berlin (Quelle: rbb)

    Der neue Patriotismus in Deutschland

    Die Deutschen haben – aufgrund ihrer Geschichte – ein sehr ambivalentes Verhältnis zum "Vaterland". Dennoch - Patriotismus wird wieder salonfähig in Deutschland: Mal verschämt, mal auftrumpfend, oft ausgrenzend. Wo verlaufen die Grenzen zwischen "Patriotismus" und "Nationalismus"? Werner J. Patzelt, Politikwissenschaftler an der Uni Dresden gibt Antworten.

    Zwei Frauen sitzen auf Sesseln (Quelle: rbb)

    Die Juden von Breslau

    "Wir sind Juden aus Breslau" heißt ein neuer Dokumentarfilm, der ab 17. November in den deutschen Kinos gezeigt wird. 14 Zeitzeugen erzählen von Verfolgung, Deportation, Emigration und vom Verlust ihrer Heimatstadt Breslau. Unter ihnen sind auch die Schwestern Renate Lasker-Harpprecht und Anita Lasker-Wallfisch. Beide sind zur Filmpremiere aus England und Südfrankreich nach Berlin gereist. Sie haben die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen überlebt. Was sagen sie zur Wiederkehr von Rechtsextremismus und Nationalismus in Europa?

    Opa mit Enkel auf dem Schoß (Quelle: rbb)

    Ein Blick auf den Patriotismus von Morgen

    Es begann mit 120 schwarz-weißen Negativen auf einem Dachboden, zufällig entdeckt. Sie zeigten den Alltag der neuen Bewohner des Städtchens Walim, das bis 1945 noch Wüstewaltersdorf hieß. Die Deutschen waren geflüchtet oder vertrieben. Ab 1947 zogen in das Eulengebirge südlich von Wrocław neue Bewohner ein. Reichlich Stoff für die Regisseurin Martyna Majewska, um daraus ein Singspiel zu entwickeln. Denn: Lokale Geschichte zu erforschen, das sei doch "Patriotismus von Morgen".

  • Ola Rosiak & Daniel Finger im Instrumentenmuseum Berlin in Charlottenburg (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 13.11.2016

    + Der Klavierstimmer
    + Fragmente zweier Fluchten
    + Die zwei Monddiebe
    + Homeschooling in Polen
    + KogelMogel Silber Edition

    Moderation: Ola Rosiak & Daniel Finger im Instrumentenmuseum Berlin, Tiergarten

    Ein Klavier wird gestimmt (Quelle: rbb)

    Der Klavierstimmer

    "Ich bin glücklich, wenn alles stimmt!" Roh Hernes stimmt seit 55 Jahren Klaviere. Der gebürtige Pole blieb in West Berlin, als in seiner Heimat 1981 das Kriegsrecht ausgerufen wurde. Heute ist er 80 Jahre alt.

    Kowalski & Schmidt - Leben im Neuland (Quelle: rbb)

    Fragmente zweier Fluchten

    Das Filmfestival Cottbus bringt zwei historische Momente zusammen: Das Jahr 1989, mit dem polnischen  Film "Exit": Junge Männer sind über die Neiße schwimmend aus der DDR nach Polen geflüchtet und hoffen auf Aufnahme in der BRD Botschaft. Das Jahr 2015: Junge unbegleitete Flüchtlinge aus Syrien haben Unterkunft in Cottbus gefunden: "Leben im Neuland", ein Kurzfilm gedreht von jungen Cottbussern. Die Festivalmacher wollen zeigen, wie ähnlich die Schicksale von Menschen sind, die ihre Heimat verloren haben.

    Eine Frau steht auf einer Bühne. Im Hintergrund eine Videoprojektion der jungen Kaczynski Brüder (Quelle: rbb)

    Die zwei Monddiebe

    Was hat ein Märchenfilm von 1962 mit der politischen Wirklichkeit in Polen zu tun und weshalb spaltet eine Rede von Ministerpräsidentin Beata Szydło, die sie Anfang des Jahres im Parlament gehalten hat, das Land? Krzysztof Minkowski ist Regisseur und hat am Theater Maxim Gorki eine Performance inszeniert, die die neue nationale Rhetorik in Polen kritisch hinterfragt.

    Zwei Schüler sitzen zu Hause am Tisch mit aufgeklappten Büchern und Heften (Quelle: rbb)

    Homeschooling in Polen

    Eltern dürfen in Polen ihre Kinder zu Hause unterrichten. Das gegenwärtige Schulgesetz erlaubt es ausdrücklich, unter der Aufsicht der Schulbehörde. Einige 100 Familien nehmen dieses Recht gern in Anspruch. Wir besuchen Marcel, 8, bei Breslau, der zusammen mit seiner älteren Schwester bei Mama zu Hause zur Schule geht.

  • Ola Rosiak & Daniel Finger in Breslau (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 30.10.2016

    + Wahlversprechen Kindergeld in Polen
    + Kritik aus Polen
    + Kogel Mogel Silber Edition: Flüchtlinge
    + Deutsch-polnisches Familiendrama
    + Identitätssuche auf Tschechisch

    Moderation : Ola Rosiak & Daniel Finger in Breslau

    Mutter mit Kindern (Quelle: rbb)

    Wahlversprechen Kindergeld in Polen

    Ein Jahr nach der Regierungsübernahme sind die Zustimmungswerte der PiS-Partei ungebrochen hoch. Das liegt auch an sozialen Reformen, wie dem neu eingeführten Kindergeld. Seit April bekommt jeder in Polen ab dem zweiten Kind umgerechnet 125 Euro pro Kind und Monat. Wir haben uns in Bojadła, einem typischen Dorf im Lebuser Land umgeschaut, um zu erfahren, was der neue Geldsegen den Familien bringt.

    Angela Merkel zeigt mit dem Finger (Quelle: rbb)

    Kritik aus Polen

    Nicht nur in Deutschland, auch in Polen hat Kanzlerin Angela Merkel viele Kritiker. Hauptthema ist auch dort die Flüchtlingspolitik. Wir haben drei ihrer Kritiker aus Breslau gefragt, was ihnen an der deutschen Kanzlerin nicht gefällt: Den Übersetzer Tomasz Gabiś, der regelmäßig zu Deutschland bloggt, die Germanistin Ewa Matkowska, die sich in der deutschen Literatur auskennt und Marcin Krzyżanowski, einen PiS-Abgeordneten, der trotz aller Kritik Merkel für die beste Wahl hält.

    Deutsch polnisches Familiendrama (Quelle: rbb)

    Deutsch-polnisches Familiendrama

    In seiner Familie muss es ein Geheimnis geben, das spürte der 29jähriger Maler und Bühnenbildner Michał Korchowiec seit langem. Um dieses Geheimnis zu lüften machte er einen sehr persönlichen Dokumentarfilm: "Morgenrot". Darin geht es um seine deutsche Oma aus Ostpreußen, die nach dem Krieg in den jetzt polnischen Masuren geblieben ist, seinen polnischen Opa, der gegen die Deutschen gekämpft hatte, und um ein uneheliches Kind, das ermordet wurde.

    Identitätssuche auf Tschechisch (Quelle: rbb)

    Identitätssuche auf Tschechisch

    Alles begann mit Opa Leo - er war halb Tscheche und halb Deutscher - und seinem alten Octavia. Aus dessen Heckflügeln bastelte sich Martin Dusek eine Tracht und begab sich auf Identitätssuche. Herausgekommen ist die filmische Satire "Moj Kroj". Darin nimmt der tschechische Filmemacher die skurrilen Geschichtskonstrukte seiner Heimatstadt Ceska Lipa, dem früheren Böhmisch Leipach, genauso aufs Korn wie die der Landsmannschaften auf dem sudentendeutschen Tag.

  • Ola Rosiak und Daniel Finger in Potsdam, Holländisches Viertel (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 16.10.2016

    + Andrzej Wajda gestorben
    + Schwarzer Montag und die Hölle der Abtreibung
    + Deutsch-polnische Schulkooperation
    + Gastarbeiterkinder: „mehr als nur Deutsche!“
    + KogelMogel Silber Edition

    Moderation: Ola Rosiak & Daniel Finger im Holländischen Viertel, Potsdam

    Regisseur Andrzej Wajda (Quelle: rbb)

    Andrzej Wajda gestorben

    Er war ein großer Meister der Filmkunst, der polnischen und der europäischen. Im besten Sinne ein Nationalkünstler, ein kinematographischer Zeuge der polnischen Geschichte. Ein Nachruf.

    Mutter hält ihr Kind hoch (Quelle: rbb)

    Schwarzer Montag und die Hölle der Abtreibung

    Anfang Oktober demonstrierten Zehntausende polnischer Frauen in Warschau gegen das totale Abtreibungsverbot, das die national-konservative Mehrheit im Sejm als Gesetzentwurf eingebracht hatte. Der Protest der Polinnen zeigte  Wirkung: Das Projekt ist jetzt vom Tisch. Doch auch das gültige Gesetz gehört zu den restriktivsten in der Welt.  Karolina hat es erlebt:  Offen und berührend erzählt uns die - inzwischen - junge Mutter, wie es ihr erging, als sie vor ein paar Jahren aus Verzweiflung einen illegalen und gefährlichen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ließ.

    Schüler im Klassenzimmer (Quelle: rbb)

    Deutsch-polnische Schulkooperation

    Das Karl-Liebknecht-Gymnasium in Frankfurt (Oder) und das Marka-Kotańskiego Gymnasium in Słubice pflegen eine besondere Kooperation: deutsche und polnische Schüler lernen gemeinsam wechselweise an beiden Gymnasien. Das Projekt gibt es seit 2005 und heißt: "Latarnia" (Leuchtturm). Deutschlandweit ist Latarnia das einzige Projekt in einer grenznahen Region. Jetzt wurde in Polen eine neue Schulreform beschlossen, die vorsieht, die Gymnasien in Polen abzuschaffen. Und damit ist auch die Zukunft der deutsch-polnischen Schulkooperation ungewiss.

    Kowalski & Schmidt: Gastarbeiterkinder: 'mehr als nur Deutsche!' (Quelle: rbb)

    Gastarbeiterkinder: "mehr als nur Deutsche!"

    Nusrat und Zoran sind um die Vierzig. Nusrats Eltern kommen aus Pakistan, Zoran kommt  aus Bosnien, vormals Jugoslawien. Sie sind als Kinder von Gastarbeitern in Deutschland aufgewachsen. Ihre Eltern waren "nicht von hier". Sie selber, deutsche Staatsbürger, sind weder "von dort noch richtig von hier". Was oder wer sind sie nun? Zusammen mit zehn weiteren "Gastarbeiter-Kindern" verschiedener Herkunft haben sie ein biographisches Buch geschrieben: "Zwölf Stories - Töchter und Söhne von Gastarbeitern".

  • Ola Rosiak und Daniel Finger in einem Straßenbahndepot in Wrocaw (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt vom 02.10.2016

    + Woher kommt ein Wrocławer?
    + Wer ist ein Berliner?
    + Erinnerung an die Massaker von Wolhynien
    + Kogel-Mogel Silber Edition
    + Eine andere Love Story

    Moderation: Ola Rosiak und Daniel Finger in einem Straßenbahndepot in Wrocław

    Schilder an der Wand (Quelle: rbb)

    Woher kommt ein Wrocławer?

    Im Mai 1945 lag die deutsche Stadt Breslau in Schutt und Asche. Wer nicht geflohen war und den Angriff der Roten Armee überlebte, wurde bald ausgesiedelt. Aus dem Osten Polens Metropole zogen bald neue Einwohner in die ausgebrannte niederschlesische Metropole. Nach dem Potsdamer Abkommen wurde die gesamte Region der Republik Polen zugesprochen und die Stadt in Wrocław umbenannt. Eine Ausstellung erinnert an diese ersten Wrocławer.

    Internetseite: Ich bin ein Berliner (Quelle: rbb)

    Wer ist ein Berliner?

    Fast alle Berliner sind Ausländer. Ob Schwaben oder Türken, Polen oder Russen, sie alle behaupten nach einem kurzen Aufenthalt an der Spree, sie seien "waschechte" Berliner. Aber was macht einen "Berliner" aus? Und wie lange muss man in dieser "Hauptstadt der Einwanderer" wohnen, um sich "ein Berliner" nennen zu dürfen?

    Schild mit polnischem Adler in einer Grube (Quelle: rbb)

    Erinnerung an die Massaker von Wolhynien

    Das polnische Parlament spricht in seiner Resolution von "Völkermord", ukrainische Historiker sprechen vom "polnisch-ukrainischen" Konflikt. 1943 begingen ukrainische Nationalisten ein Massaker an tausenden polnischer Zivilisten.  Es belastet bis heute das Verhältnis zwischen den beiden Nachbarvölkern. Jetzt läuft ein Film in den polnischen Kinos, der von den Verbrechen erzählt. Er wird für weitere Spannungen sorgen.

    Mann und Frau (Quelle: rbb)

    Eine andere Love Story

    Der Berlinerin Katharina Rost wurden nach schwerer Sepsis Hände und Beine amputiert. Sie sitzt im Rollstuhl und ist auf Hilfe angewiesen. In einem ihrer häuslichen Pfleger lernte sie ihre große Liebe kennen: der Pole Jacek Gozdan pflegt Katharina seit zwei Jahren. Das Paar wohnt jetzt in Frankfurt/Oder, bald wollen sie heiraten.

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    Kowalski & Schmidt

    + Im Auftrag des Widerstands - Protestbewegung "KOD" in Polen
    + Wahlversprechen - Berlin-Wahl 2016
    + Kunst als Opposition
    + Verlorene Heimaten - Theater im Waggon
    + Kogel-Mogel Silber Edition

    Moderation: Ola Rosiak & Daniel Finger auf dem Tempelhofer Feld, Berlin

    Wahlunterlagen der KOD in Polen (Quelle: rbb)

    Im Auftrag des Widerstands - Protestbewegung "KOD" in Polen

    Mateusz Kijowski hat es nicht leicht, die polnische Protestbewegung "KOD" zusammen zu halten. Nach monatelangen Demonstrationen gegen die rechte PiS Regierung droht der Bewegung die Puste auszugehen: Neuwahlen sind nicht in Sicht, die Zustimmungswerte für die Regierung sind immer noch hoch. Deshalb fährt Kijowski zurzeit von Stadt zu Stadt um beim Aufbau von regionalen Strukturen zu helfen und beratend zur Seite zu stehen.

    Wahlplakat mit der Aufschrift: „Dana Saky: Ich trete gegen die soziale Spaltung in Reinickendorf an.“ (Quelle: rbb)

    Wahlversprechen - Berlin-Wahl 2016

    Berlin steht kurz vor der Wahl - auch Wähler mit Migrationshintergrund und deutschem Pass werden zur Urne gebeten. Die meisten Parteien buhlen um ihre Stimmen - selbst die "Alternative für Deutschland" versucht, sich "bei guten Migranten", wie polnisch- und russischsprachigen Berlinern, beliebt zu machen: man setzt auf gemeinsame Vorurteile.

    Enfant terrible der polnischen Kunst (Quelle: rbb)

    Kunst als Opposition

    Der stete Druck der nationalkonservativen Regierung auf die Kulturszene bewirkt, dass in Polen immer weniger kritische Werke entstehen, sagt Przemek Wojcieszek. In seinen Filmen und Theaterstücken legt er unbeirrt den Finger in die Wunde: in seinem neuesten Film erzählt er von nationalistischen polnischen Jugendlichen. Geld von staatlichen Institutionen bekommt er schon lange nicht mehr. Um den Film in die Kinos zu bringen, war er jüngst in Berliner Clubs mit der Spardose unterwegs.

    Schauspieler und Musiker vor und in einem Rostigen Eisenbahnwaggon (Quelle: rbb)

    Verlorene Heimaten - Theater im Waggon

    Adelheid Nagel aus Frankfurt/Oder musste zusehen, wie sich ihre Mutter 1945 aus Angst vor sowjetischen Soldaten in ihrem Dorf Wildenhagen erhängte. Auch ihr hatte die Mutter schon einen Strick um den Hals gelegt. Eines von vielen drastischen Schicksalen, das einer deutsch-polnisch-russischen Theatergruppe als Vorlage für das Stück "FLUCHT – UCIECZKA" diente. Mit den Geschichten von Vertriebenen aus Polen, Litauen und Deutschland war die Truppe einen Sommer lang in Polen und Deutschland unterwegs.

    Damen und Herren vor einem Roten Hintergrund mit der Überschrift: „SILBER Edition“ (Quelle: rbb)

    Kogel-Mogel Silber Edition

    Neue Reihe mit deutsch-polnischen Senioren, die über deutsche und polnische Befindlichkeiten sprechen. Thema heute: Deutsche und polnische Männer und Frauen.

  • Die Moderatoren Daniel Finger & Ola Rosiak (Quelle: rbb)

    Kowalski & Schmidt 26.06.2016 18:32

    + Als Praktikant beim deutsch-polnischen Jugendwerk
    + Lang ist’s her: Polnisches Schlange stehen für West-Visa
    + Vor 25 Jahren: volle Visafreiheit und deutsche Steine auf polnische Busse
    + Conflict Food mit deutsch-polnischen Zutaten
    + Mit Doppeltrikot auf Torjagd - Ernst Willimowski

    Moderation: Ola Rosiak & Daniel Finger in Wrocław

    Menschen stehen Schlange für das West Visa (Quelle: rbb)

    Lang ist’s her: Polnisches Schlange stehen für West-Visa

    Schlange stehen Tag und Nacht und dabei die gute Laune nicht verlieren. Wer vor der Einführung des visafreien Verkehrs zwischen Deutschland und Polen im April 1991 in die Bundesrepublik fahren wollte, musste viel Geduld aufbringen. Reisevorbereitungen dauerten Monate und nicht immer waren sie erfolgreich. Zeitzeugen erzählen.

    Menschen stehen bei Nacht vor einem Bus (Quelle: rbb)

    Vor 25 Jahren: volle Visafreiheit und deutsche Steine auf polnische Busse

    In der Nacht zum 8. April 1991 sollte eigentlich gefeiert werden: Zwischen Polen und der Bundesrepublik galt seit diesem Datum die volle Visafreiheit. Doch an der Frankfurter Stadtbrücke versammelten sich Neonazis, zeigten den Hitlergruß und brüllten "Ausländer raus". Sie wollten die Reisefreiheit für die Nachbarn verhindern.

    Conflict Food (Quelle: rbb)

    Conflict Food mit deutsch-polnischen Zutaten

    Essen ist mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Es unterscheidet Religionen, Nationen, Klassen und Life-Styles. Mit der interaktiven Theater-Kochshow Conflict deckt Ayham Majid Agha nicht nur Absurditäten unserer Essenskultur auf, sondern auch deren politische Dimensionen. Gekocht wird im polnischen Kulturinstitut in Berlin. Dabei werden manche deutsch-polnischen Konflikte neu zusammengerührt  und auf Papptellern serviert.

    Historische Fußballaufnahme (Quelle: rbb)

    Mit Doppeltrikot auf Torjagd - Ernst Willimowski

    In Polen hieß er Ernest Wilimowski und lebte in Oberschlesien. Mit 11 begann er beim 1. FC Kattowitz Fußball zu spielen, mit 18 wurde er Torschützenkönig. Dann überfiel die Wehrmacht seine oberschlesische Heimat. Ab September 1939 wurde aus Ernest, Ernst Willimowski und mit dem neuen Doppel "L" in seinem alten Namen spielte er weiter Fußball, diesmal unter dem Hakenkreuz. Seine Nationalität war ihm nicht so wichtig wie Sport.

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