Premieren

Im Kurz-Check

Eine Frau mit Nofretete-Kopfschmuck und zwei Tänzer posieren am 10.10.2014 im Friedrichstadt-Palast in Berlin (Quelle: dpa)

Friedrichstadt-Palast: "The Wyld" - Technoid-Theater für den Laufsteg

Mit der neuen Revue "The Wyld" geht Friedrichstadtpalast-Intendant Berndt Schmidt den Weg eines weltstädtisch flimmernden und hochgerüsteten Computer-Theaters konsequent weiter. Mit mehr als zehn Millionen Euro Kosten ist es die bislang teuerste Produktion des Hauses. Und die kälteste. Von Kai Luehrs-Kaiser

75 Beiträge
Weltweit erstes Wikipedia-Denkmal in Słubice enthüllt (Quelle: dpa).

Polnische Grenzstadt setzt Wikipedia ein Denkmal - Słubice würdigt den Internet-Almanach

30 Millionen Artikel in mehr als 280 Sprachen, zusammengetragen von unzähligen Menschen weltweit. Wikipedia gibt Auskunft über alle nur möglichen Themen und Begriffe - und ist bei Recherchen mittlerweile kaum noch wegzudenken. Jetzt hat die Online-Enzyklopädie ein Denkmal bekommen - in der kleinsten Universitätsstadt Europas. Von Martin Adam

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Villa Henckel in Potsdam (Quelle: dpa)

"Unsichtbarer" Bauzaun gewünscht - Pfingstberg-Anrainer schlagen Kompromiss vor

Die Diskussion um Sanierung und Nutzung des Pfingsberg-Areals in Potsdam geht weiter. In einem offenen Brief macht die Nachbarschaftsinitiative "Am Neuen Garten" einen Vorschlag, wie der Park um die Villa Henckel künftig gestaltet werden könnte. Ein Kompromiss, sagen sie, bei dem Schlösser-Mäzen Mathias Döpfner sein Areal sogar erweitern könnte. Außerdem wünschen sie sich einen weniger aufdringlichen Bauzaun.

Filmstarts der Woche

Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker; Foto: © Kai Bienert

Berliner Philharmoniker und die Nachfolge von Simon Rattle - Grandioser Alleskönner gesucht

Einen neuen Chefdirigenten zu finden ist spannender als die Wahl des Papstes – jedenfalls wenn es sich um einen weltberühmten Klangkörper wie die Berliner Philharmoniker handelt. Ab 2018 braucht das Orchester den neuen Dirigenten, denn der jetzige – Sir Simon Rattle – will seinen Vertrag nicht verlängern. Doch schon jetzt fragt sich die Klassikwelt, wer den Gipfel erklimmen kann – und was er mitbringen muss. Von Maria Ossowski

Der Gewinner des Kleist-Förderpreises 2014, Michel Decar (Quelle: dpa)

Kleistförderpreis für Michel Decar - Eigentlich ein Spätzünder

Der 26-jährige Autor Michel Decar wird am Donnerstagabend den Kleistförderpreis für sein Theaterstück "Jenny Jannowitz" im Frankfurter Kleist-Forum entgegennehmen. Mit der Preisverleihung beginnen jedes Jahr in der Oderstadt die Kleist-Festtage. Bärbel Kiele hat den jungen Dramatiker in Frankfurt (Oder) getroffen.

Vom Haus des Rundfunks in Berlin hängt eine Fahne des Prix Europa 2014 (Quelle: Prix Europa)

Prix Europa 2014 wird in Berlin verliehen - Den goldenen Stier an den Hörnern packen

Er ist der wichtigste europäische Medienpreis: der Prix Europa. Eine Woche lang, vom 18. bis zum 24. Oktober, treffen sich Medienmacher im Haus des Rundfunks in Berlin. Dreizehn Goldene-Stier-Trophäen werden in den drei Kategorien Fernsehen, Radio und Online in diesem Jahr verliehen. Auch der rbb, traditionell Gastgeber des europäischen Festivals, möchte einen Stier an den Hörnern packen - denn der Sender ist mit fünf Produktionen nominiert.

Raphael Traub, Rika Weniger, Martina Struppek in dem Stück "Jenny Jannowitz" von Michel Decar. (Quelle: Volker Beinhorn)

Kleist-Festspiele in Frankfurt (Oder) - Casino Royale in Frankfurt

Es geht ums Zocken, um Glück und um das große Los. Vier Tage lang wird Frankfurt an der Oder zum Spielkasino – zumindest dort, wo die Kleist-Festtage stattfinden. Denn das diesjährige Festival steht ganz und gar unter dem Motto "Glücksspiel". Was die wenigsten wissen: Auch der berühmte Namesgeber, Heinrich von Kleist, war vom Glücksspiel fasziniert. 

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Archiv: Blick durch eine zerstörte Fensterscheibe auf weitere verwahrloste Gebäude in einer ehemaligen sowjetischen Kaserne im brandenburgischen Jüterbog im Jahr 2005 (Quelle: dpa)

Verabschiedung der letzten alliierten Truppen vor 20 Jahren - Der große Abzug

Die Nachkriegszeit endete in Brandenburg am 31. August 1994 - mit dem Abzug der russischen Streitkräfte nach fast 50 Jahren. Was wurde aus den all den Kasernen und Truppenübungsplätzen in der Region? Wie erging es den Menschen, die gingen und denen, die zurückblieben? Zwei rbb-Dokumentationen beleuchten Hintergründe und Folgen des großen Abzugs.

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Albino-Junge Alias muss überall um sein Überleben kämpfen (Quelle: © Temperclayfilm)

Auch rbb-Koproduktion ausgezeichnet - "White Shadow" siegt bei erstem Filmfest Potsdam

Ein Albinojunge im Überlebenskampf in Tansania hat die Jury des neuen Filmfests Potsdam am meisten überzeugt: Der in Berlin lebende Regisseur Noaz Deshe kann für seinen Film "White Shadow" den "Adler in Gold" mit nach Hause nehmen. Auch eine rbb-Koproduktion über das Doppelleben eines DDR-Schriftstellers hielt die Jury für preiswürdig.

Die Preisträger der Goldenen Henne 20134 (Quelle: dpa)

Preisverleihung der Goldenen Henne 2014 in Leipzig - "Mein Hühnerstall wächst und wächst"

Bei der großen Preisgala in Leipzig konnte sie nicht dabei sein: Helene Fischer. Doch der blonde Schlagerstar war die große Gewinnerin des Abends. Glanz, Glamour und über 3,500 Gäste begleiteten das 20. Jubiläum des größten ostdeutschen Medienpreises. Es regnete Preise. Selbst die Deutsche Nationalelf konnte sich über ein Federvieh freuen. Und eine Henne überreichte sogar der deutsche Außenminister höchstpersönlich. Von Ula Brunner

Gestrandetes Ruderboot auf der Insel Hiddensee (Quelle: dpa)

Lutz Seiler über seinen Roman "Kruso" - Schiffbrüchig auf Hiddensee

"Kruso" ist sein erster Roman. Trotzdem hat Lutz Seiler damit gleich auf Anhieb den Deutschen Buchpreis gewonnen, eine der wichtigsten deutschen Literatur-Auszeichnungen. Was den Roman ausmacht, ist seine sinnliche und poetische Kraft, aber auch das wunderliche Personal, das Seiler im Sommer 1989 auf der Insel Hiddensee zusammentreffen lässt. Von Angela Beinemann

Brigitte Rieger-Jähner (Bild: dpa)

Rieger-Jähner auf dem Sprung in den Ruhestand - Die Kunstsammlerin ohne Budget

Sie hat die wichtigste Sammlung für Kunst aus der DDR aufgebaut: Brigitte Rieger-Jähner war über zwei Jahrzehnte Leiterin des Museums für Junge Kunst in Frankfurt an der Oder. Ende Oktober geht die Kunst-Expertin in den Ruhestand. Im Interview erinnert sie sich, wie ihre Mutter ihr lehrte, in der DDR keine Angst zu haben, und wie sie Ausstellungen praktisch ohne Budget gestemmt hat.

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  • Szene: "Die schöne Helena" im silberfarbenen Kleid wird von Darstellern auf der Bühne bewundert (Quelle: Komische Oper)

    Komische Oper: "Die schöne Helena" 

    Lizenz zum Hinternwackeln

    Mit Offenbachs frustriertester Hausfrau von allen, der "Schönen Helena", hat man’s heute nicht leicht. Barrie Kosky aktiviert sämtliche Komödienkniffe, Nacktärsche und Tanzgeschwader, um der Sache Herr zu werden. Der Abend ist zu lang. Und trotzdem sehenswert. Von Kai Luehrs-Kaiser

  • Wiebke Siem erhält Kaiserring 2014 (Quelle: dpa)

    Berliner Künstlerin ausgezeichnet 

    Wiebke Siem nimmt Kaiserring entgegen

    Mit dem Kaiserring der Stadt Goslar hat die Berlinerin Wiebke Siem einen der wichtigsten Preise für moderne Kunst bekommen. Zu den früheren Preisträgern gehören unter anderem Henry Moore, Joseph Beuys und Jörg Immendorff. Siems Werk habe noch lange nicht die Aufmerksamkeit, die es verdiene, meinte die Jury.  

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  • Kulturstaatssekretär will "Preisstrukturen neu gestalten" 

    Renner spricht sich für teurere Theatertickets aus

    Theater- oder Opernbesuche könnten in Berlin schon bald teurer werden. Jedenfalls wenn es nach Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) geht. Er argumentiert: Die Wirtschaft wächst, die Zahl der Touristen auch – da sei es Zeit, sich stärker an den Preisen zu bedienen, die zum Beispiel in München aufgerufen werden.

  • Szene: Orpheus in der Oberwelt (Quelle: Imago)

    Hebbel am Ufer (HAU2): "Orpheus in der Oberwelt" 

    Naiv, schlecht durchdacht und unfertig

    Um die Flüchtlingsproblematik in Europa für die Bühne zu bearbeiten, hat sich das Berliner Performance-Kollektiv andcompany&Co. mit klassischen Musikern und Sängern zusammengetan. Doch das Resultat, die Schlepperoper "Orpheus in der Oberwelt", will viel und erreicht wenig. Entstanden ist im Berliner HAU2 ein kreischbunter Mischmasch ohne klare politische Konturierung und Haltung – weit entfernt von einer "Europa-Vision". Von Ute Büsing

  • BelvederePfingstberg-GartenOstseite-(c)-SPSG,-Foto-FördervereinPfingstberg

    Beschränkter Zugang zum Potsdamer Unesco-Welterbe 

    Bürgerinitiative Pfingstberg kämpft weiter gegen Zaun

    Springer-Chef Mathias Döpfner finanziert die Sanierung eines Teils des Unesco-Weltkulturerbes auf dem Potsdamer Pfingstberg. Im Zuge dessen zog die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten einen Zaun um einen öffentlichen Park. Der soll künftig nur noch eingeschränkt zugänglich sein. Dagegen hat sich eine Bürgerinitiative formiert - die jetzt rechtliche Schritte plant.  

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  • Villa Henckel in Potsdam (Quelle: dpa)

    Streit um Bauzaun rund um Henckel-Park 

    Pfingstberg rund um Döpfner-Villa bleibt zugänglich - werktags

    Das Ensemble auf dem Potsdamer Pfingstberg gehört zum Unesco-Welterbe. Springer-Chef Mathias Döpfner finanziert der Schlösser-Stiftung die Sanierung einer Villa und eines Parks. Ein Bauzaun um das Areal brachte die Anwohner aber auf die Barrikaden: Sie fürchteten, der Zugang zu dem Gebiet könne dauerhaft beschränkt werden. Dem widersprach die Stiftung - Einschränkungen gibt es aber.

  • Tugan Sokhiev (Quelle: DSO)

    Vertrag läuft 2016 aus 

    Chefdirigent Sokhiev verlässt Deutsches Symphonie-Orchester

    Seit 2012 ist Tugan Sokhiev Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters (DSO) Berlin - doch über 2016 hinaus wird er seinen Vertrag nicht verlängern. Wie das DSO dem rbb am Dienstag mitteilte, will sich der aus Ossetien stammende russische Dirigent künftig auf seine Arbeit am Moskauer Bolschoi-Theater konzentrieren. Ein endgültiger Abschied aus Berlin sei es aber nicht.

  • Das Selbstbildnis "Stehend in Dreiviertelfigur, beide Hände in den Hosentaschen" (1915) des Malers Max Liebermann (oben) und das Bild "Max Liebermann in seinem Atelier" (1926-1928) des Malers Ernst Ludwig Kirchner sind am 07.10.2014 in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zu sehen (Quelle: dpa/Montage rbb)

    Neuerwerbungen für Nationalgalerie 

    Liebermann im Doppelpack

    Zuwachs für die Neue Nationalgalerie: Dank einer Schenkung erhält das Berliner Museum zwei Porträts von Max Liebermann, gemalt von Ernst Ludwig Kirchner und dem Porträtierten selbst. Doch Kunstfreunde müssen sich leider gedulden, bis die neuen Werke zu sehen sind.

  • Szene aus "Vorhaut": Eine als Krankenschwester verkleidete Darstellerin steht mit einer Kettensäge in der Hand, zwischen zwei Männern in blutverschmierter OP-Kleidung (Quelle: Maifoto)

    Ballhaus Naunynstraße: "Vorhaut" 

    Die Mühen des Multikulti

    Die Beschneidungsdebatte erhitzte vor zwei Jahren die Gemüter. Nun kommt der Stoff auf die Bühne des Berliner Ballhaus Naunynstraße. "Vorhaut" heißt das dort uraufgeführte Stück von Necati Öziri - sein erstes. Eine schrille Farce, die kein Tabuthema auslässt - und ein sehr lustiger Theaterabend. Von Mounia Meiborg

  • Brigitte Rieger-Jähner (Bild: dpa)

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    Die Kunstsammlerin ohne Budget

    Sie hat die wichtigste Sammlung für Kunst aus der DDR aufgebaut: Brigitte Rieger-Jähner war über zwei Jahrzehnte Leiterin des Museums für Junge Kunst in Frankfurt an der Oder. Ende Oktober geht die Kunst-Expertin in den Ruhestand. Im Interview erinnert sie sich, wie ihre Mutter ihr lehrte, in der DDR keine Angst zu haben, und wie sie Ausstellungen praktisch ohne Budget gestemmt hat.

  • Filmfestival Cottbus - Foto Goethe

    Cottbuser Filmfest ohne Direktor 

    Kopfloses Festival

    Kurz vor dem diesjährigen Start steht das Cottbuser Filmfestival ohne Direktor da: Roland Rust und das Fest des osteuropäischen Films gehen getrennte Wege. Über die genauen Gründe schweigen sich beide Seiten aus, doch geknirscht hatte es wohl schon länger. Von Sylvia Belka-Lorenz

  • Szenenfoto "Glückskind" (© SWR/Martin Furch)

    1. Internationales Filmfest in Potsdam 

    Zwischen Freundschaft und Verrat

    Eine Frau wirft ihr Baby weg, ein Arbeitsloser findet es und fasst durch die neue Verantwortung wieder Fuß. Mit dem Drama "Glückskind" hat am Dienstagabend das 1. Internationale Filmfest in Potsdam begonnen. Sechs Tage lang geht es nicht nur auf der Leinwand um das Motto Freund und Feind - auch Diskussionen und eine Ausstellung gehören zum Programm.

  • Thalia Kino in Potsdam-Babelsberg (Quelle: rbb)

    Der Festival-Chef im Interview 

    Potsdam rollt den roten Teppich aus

    Seit rund 100 Jahren werden in Potsdam Filme gemacht – nun sollen sie dort auch gefeiert werden. Am Dienstagabend hat das 1. Internationale Potsdamer Filmfest begonnen. Festival-Chef ist Benjamin Glückskind. Im Interview mit dem rbb erklärt er unter anderem, warum das Festival-Motto "Freundschaft und Verrat" heißt.