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Die drastische Beschränkung ihrer Mittel kann Künstler zu besonderer Kreativität anregen. Das zeigt eine Ausstellung, die vom 16. August bis zum 16. September zu sehen ist: für jedermann jederzeit im ARD-Text und gleichzeitig in der Galerie Pflüger 68 in Berlin-Neukölln. Die Vorgaben für die Werke für das "International Teletext Art Festival" sind eng: Die Künstler mussten sich nach dem World Standard Teletext richten.
Nur sechs Farben standen den Künstlern demnach zur Verfügung, außerdem Schwarz und Weiß. Die Kunstwerke müssen zudem sich exakt an die vom Teletext verlangte Zahl der Pixel und an die Größe des Bildes halten.
Knappe Texte bestimmen das Medium
Damit stellen die Künstler das eigentliche Prinzip des Teletexts auf den Kopf: Der sieht nämlich eigentlich keine Grafiken vor. Kurze knappe Texte vermitteln dem Nutzer die neuesten Nachrichten und informieren ihn aktuell über Wetter, Verkehr und Fernsehprogramm.
Hinter der Ausstellung steckt die finnische FixC Cooperative, kuratiert hat sie der finnische Electronic-Arts-Künstler Juha von Ingen. 17 Künstler aus verschiedenen Ländern hat er für sein Projekt gewinnen können. Sehr unterschiedliche Kunstwerke sind dabei herausgekommen - mal sind sie sehr abstrakt, mal beziehen sie politisch Stellung, mal kommentieren sie das Medium Teletext. "Teletext will rise again" ("Der Teletext wird auferstehen"), hat etwa der Künstler Dave Needham unter sein Werk "Deadmedia XIII" geschrieben. Es zeigt einen grün-gelb gestreiften Zombie.
So tot wie Needham das Medium Teletext darstellt, ist es aber ganz und gar nicht. Es ist trotz seiner Beschränktheit und der starken Konkurrenz Internet nach wie vor erfolgreich: Rund 16 Millionen Menschen in Deutschland nutzen es täglich.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/kultur/ausstellungen/themen/teletextkunstfestival.html