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Dass kreatives Potential nicht nur in Berlin, sondern sehr wohl auch in Brandenburg zu finden ist, wollen die 1. Designtage Brandenburg an diesem Wochenende unter Beweis stellen. Dann wird das Gelände in der Potsdamer Schiffbauergasse drei Tage lang zum Zentrum für Produkt-, Grafik- und experimentelles Design.
"Hier gibt es eine sehr agile Designszene", davon ist Katja Dietrich-Kröck, Projektleiterin der Zukunftsagentur Brandenburg, überzeugt. "Natürlich ist Brandenburg nicht vergleichbar mit Designmetropolen wie Berlin oder Hamburg, aber es gibt einiges zu sehen und zu besprechen und das wollen wir zeigen." Daneben sollen auch die Akteure der Szene besser vernetzt werden.
Im Mittelpunkt steht von Freitag bis Sonntag der Designmarkt, bei dem man Formschönes und Ausgefallenes aus der Mark anschauen, anfassen und natürlich auch kaufen kann – vom Eierbecher bis zum großen Landschaftsmöbel. Eine Jury hat die diesjährigen Teilnehmer ausgewählt, am Stand der Fachhochschule Potsdam präsentieren sich junge Talente. Angesprochen auf die Gemeinsamkeiten der märkischen Designer meint Dietrich-Kröck: "Das typisch brandenburgische Design gibt es nicht." Man habe aber festgestellt, dass großes Interesse bestehe am Thema Nachhaltigkeit und der Verarbeitung von regionalen Materialien. Zudem werde häufig mit einheimischen Handwerksbetrieben zusammengearbeitet.
Für Fachpublikum und designaffine Besucher
Am Freitag fand zudem eine eintägige Designkonferenz statt, eingeladen war interessiertes Fachpublikum ebenso wie designaffine Besucher. Im T-Werk stellten Designer aus verschiedenen Sparten sich und ihre Arbeiten vor, so beispielsweise der Holzgestalter Gisbert Baarmann aus der Uckermark, der für seinen "shallow swing" in diesem Jahr den renommierten red dot award gewonnen hat. Am Nachmittag luden zwei Panels dazu ein, sich mit den Themen "Kooperationen mit Handwerk und Industrie" oder "Kreativitätsprozesse und Unternehmenskultur" auseinanderzusetzen.
Daneben bietet ein vielfältiges Rahmenprogramm aus Fashionshows, Workshops, Ausstellungen und Diskussionen zahlreiche Möglichkeiten, tief in die Designszene Brandenburgs einzutauchen und sich selbst künstlerisch zu betätigen. Neben dem Standort Schiffbauergasse sind auch die Villa Schöningen sowie das Kunsthaus Sans Titre beteiligt. Eine ausgefallen gestaltete Designtram ist bereits schon einige Tage als rollende Werbung für die Veranstaltung in Potsdam unterwegs, am Wochenende verkehrt sie auf der Linie 93.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/kultur/beitraege/designtage_brandenburg.html