
Defekte Klimaanlage repariert - Alte Nationalgalerie wird wieder geöffnet
Acht Tage lang war sie geschlossen. Am Samstag öffnete die Alte Nationalgalerie in Berlin-Mitte wieder ihre Türen für Besucher. In der vergangenen Woche war die Klimaanlage teilweise ausgefallen - wertvolle Gemälde waren bedroht.
Die Alte Nationalgalerie in Berlin hat am Samstag wieder ihre Türen für Besucher geöffnet. In den vergangenen Tagen war ein Teil der defekten Klimaanlage ausgetauscht worden, sagte Museumssprecherin Anne Schäfer-Junker am Freitag in Berlin. Nun funktioniere die Kältemaschine wieder mit der erforderlichen Leistung.
Am Freitag vergangener Woche war ein Teil der Klimaanlage ausgefallen. Daraufhin war die Alte Nationalgalerie für Besucher geschlossen worden. Die wertvollen Kunstwerke waren bedroht: Sie bräuchten stets eine Raumtemperatur von 24 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von 55 Prozent.
Ursprünglich sollte die Alte Nationalgalerie schon am Dienstag wieder geöffnet werden. Man hatte sich jedoch kurzfristig entschieden, das betreffende Maschinenteil der Klimaanlage komplett zu erneuern, hieß es.

UNESCO-Weltkulturerbe seit 1999
Die Alte Nationalgalerie ist Teil der bekannten Berliner Museumsinsel und zieht im Schnitt rund 1.500 Besucher pro Tag an. Im Haus sind Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts zu sehen - unter anderem Werke von Adolph Menzel, Max Liebermann, Claude Monet und Auguste Renoir.
Das Stammhaus der Nationalgalerie entstand 1861, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es nach Beseitigung schwerer Kriegsschäden 1955 wiedereröffnet. Seit 1999 gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Neben der Alten Nationalgalerie zählen das Alte Museum, das Bode-Museum und das Neue Museum zur Museumsinsel. Flagschiff ist das Pergamon-Museum. Das Neue Museum beherbergt die legendäre Büste der Nofretete. Die historischen Gebäude waren im Krieg teils zerstört worden. Heute zieht die Museumsinsel Jahr für Jahr mehr als drei Millionen Besucher an.



