Blick von der Humboldt-Box am Schlossplatz auf die Friedrichswerdersche Kirche (Quelle: dpa)

Bauaufsicht ermöglicht Weiterbau - Baustopp an der Friedrichswerderschen aufgehoben

Beste Lage, schwieriger Baugrund: Die Arbeiten an Luxuswohnungen im Umfeld der Friedrichwerderschen Kirche in Berlin-Mitte hatten zu Schäden an den Mauern der Kirche geführt. Jetzt soll das Fundament der Kirche zunächst gesichert werden und erst dann können weitere Lofts entstehen.

Fast ein Jahr ist die Friedrichswerdersche Kirche in Berlins historischer Mitte bereits für Besucher geschlossen. In dem Schinkel-Bau waren Risse und Senkungen im Gemäuer aufgetaucht. Wie sich sehr bald herausstellte, hingen die Schäden mit dem Wachsen einer Baugrube für das Luxus-Wohnprojekt Kronprinzengärten in der Nachbarschaft zusammen.  Der Bau dort wurde gestoppt. Nun allerdings scheint eine Einigung in Sicht, so dass auf dem Grundstück neben der Kirche bald weitergebaut werden kann.

Nach Recherchen des rbb  hat die Bauaufsicht den seit elf Monaten geltenden Baustopp für Luxus-Wohnhäuser dort aufgehoben.

Archivbild: Das Kirchenschiff der Friedrichswerderschen Kirche in Berlin (Quelle: dpa)
Schätze im Kirchenschiff: Die ständige Ausstellung von klassizistischen Steinskulpturen der Berliner Schule.

Voraussichtlich werden die Kirchenfundamente verstärkt

Die Friedrichstadtgemeinde als Eigentümerin der Kirche und die Bauwert Investment-Gruppe haben sich nach monatelangen Verhandlungen geeinigt. Es darf weitergebaut werden, solange die Standsicherheit der Kirche nicht beeinträchtigt wird. Bauarbeiter erproben bereits ein Verfahren, bei dem sie die Pfeiler der Kirche mit Beton spritzen. So soll das Fundament der Friedrichswerderschen Kirche stabilisiert werden, um weiteren Schäden vorzubeugen. Hat dieses Verfahren Erfolg, darf weitergebaut werden.

Neben der Friedrichswerderschen Kirche entsteht der Luxus-Wohnbau Kronprinzengärten. 85 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Der monatelange Baustopp wird den Investor nach Angaben von Experten weitere Millionen kosten.

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