Jeanette Biedermann und Francis Fulton-Smith (Quelle: dpa)

"Jedermann"- Ensemble stellt sich vor - Biedermann buhlt im "Jedermann"

Seit 27 Jahren wird in Berlin der "Jedermann" gespielt. Auch die diesjährigen Festspiele trumpfen mit prominenter Besetzung auf. Multitalent Jeanette Biedermann wird an der Seite von Francis Fulton-Smith die Geliebte des Titelhelden mimen. Mit der Rolle der Buhlschaft gibt die Zweiunddreißigjährige gleichzeitig ihr Theaterdebüt.

Jeanette Biedermann liebt Jedermann. Jedenfalls im gleichnamigen Mysterienspiel von Hugo von Hofmannsthal. Bei den 27. Berliner Jedermann Festspielen gibt die Musikerin und Schauspielerin ihr Theaterdebüt – als Buhlschaft. Die zweiunddreißigjährige Berlinerin wurde unter anderem durch Serien wie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", und "Anna und die Liebe" bekannt. Als Sängerin landete sie mehrmals in den Charts und letztes Jahr veröffentlichte sie mit ihrer Band Ewig die Platte "Wir sind Ewig". Mit der begehrten Rolle der Geliebten des vom Tod bedrohten Jedermann steht sie nun in einer Reihe mit ebenso prominenten Vorgängerinnen: Katarina Witt, Eva Habermann, Jenny Elvers-Elbertzhagen, Barbara Becker und zuletzt Barbara Wussow spielten bereits die Buhlschaft.

Geschichte vom reichen Geizhals

Vom 17. bis zum 27. Oktober 2013 wird nun Jeanette Biedermann an der Seite von Jedermann-Darsteller Francis Fulton-Smith ("Familie Dr. Kleist") ihr Publikum mit der Geschichte vom "Sterben des reichen Mannes" unterhalten. In weiteren Rollen sind unter anderem Reiner Schöne als "Tod", André Eisermann als "Mammont" und Ursula Karusseit als "Jedermanns Mutter" zu sehen. Regie führt Brigitte Grothum, die seit 1987 die Berliner Jedermann Festspiele leitet.

Hugo von Hofmannsthal Schauspiel aus dem Jahr 1911 ist neben dem "Rosenkavalier" sein populärstes Werk. Im "Jedermann" erzählt er die Geschichte eines reichen Geizhalses, der erst im Angesicht des Todes seine Fehler bereut. Auf der Suche nach einem Freund findet er zu seinem Glauben und zu Gott.

Die Berliner Jedermann-Festspiele finden traditionell in einer Kirche statt: Erste Spielstätte war die Kreuzberger Südsternkirche. Es folgten die Marienkirche, die Gethsemanekirche, dann die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Seit 1993 ist der Berliner Dom Aufführungsort.