
Punk-Wochenende in Berlin - Der Rock regierte das Feld
Nachdem am Freitag die Toten Hosen das Deutschpunk-Wochenende auf dem ehemaligen Flughafengelände mit ihrem "Krach der Republik"-Programm eröffnet hatten, übernahmen am Wochenende Die Ärzte das Feld.
Die selbst ernannte "beste Band der Welt" hat Berlin gerockt. 45.000 Fans feierten am Samstagabend die Ärzte auf dem Tempelhofer Feld. Die Berliner Punkrocker boten bei ihrem "Ärztival" knapp zweieinhalb Stunden lang alte und neue Hits.
Vor allem mit "Zu Spät" und "Westerland" - im Zugabenblock - brachten die Musiker um Frontmann Farin Urlaub die Menge unter freiem Himmel zum Toben.
Auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof hatte das Berliner Trio die kanadischen Hardrock-Blues-Rocker Danko Jones als Vorband dabei, außerdem die US-Punkrocker NOFX.
Am Sonntagabend heizten die Ärzte dann nochmals den Berliner Fans so richtig ein, zusammen mit der bayerischen Brass-Combo LaBrassBanda.
Punker-Konkurrenz aus Düsseldorf: Die Toten Hosen
Bereits am Freitagabend hatten die Toten Hosen das dreitägige Deutschpunk-Gipfeltreffen in Berlin eingeläutet. Vor 50.000 Fans aller Generationen rockten die Düsseldorfer gut zwei Stunden auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof die Bühne. "Es tut wirklich gut, mal wieder ein bisschen 1. Liga-Luft zu schnuppern", sagte Frontmann Campino (51) zur Begrüßung als Anspielung auf Hertha BSC. Einige Fans schwenkten Fortuna Düsseldorf-Schals. Das Konzert war seit Monaten ausverkauft.

Ob "Hier kommt Alex" oder Songs des aktuellen Albums: Das Publikum zeigte sich bei den "Hosen"-Hymnen aus drei Jahrzehnten textsicher. Campino - zunächst in schwarzen Jeans und grauem Langarm-Shirt, nach etwa einer Stunde dann mit nacktem Oberkörper - rannte wie gewohnt energiegeladen auf der Bühne hin und her. Am Freitag erschien auch die neue Single der Band mit dem Titel "Das ist der Moment".
Zugang zum Park eingeschränkt möglich
Aufgrund der Konzerte waren ab 12 Uhr - auch für reguläre Parkbesucher - die Nebeneingänge geschlossen. Das Tempelhofer Feld war über den Haupteingang Oderstraße, den Eingang Crashgate und zwei eigens geschaffene Eingänge am Tempelhofer Damm und am Columbiadamm in der Nähe der dortigen Haupteingänge beschränkt.
Außerhalb des Konzertbereichs konnte der Park genutzt werden wie immer. Hoffnungen, die Konzerte dort auch ohne Eintrittskarte miterleben zu können, hatte der Veranstalter vorab gedämpft. Sichtschutz und akkustische Raffinessen sollten dafür sorgen, dass der Konzertgenuss den zahlenden Gästen vorbehalten bleibt, hieß es.
Die Konzerte selbst fanden auf der großen Betonfläche vor dem ehemaligen Flughafen statt. Dort mussten die Konzertbesucher durch die Ticket- und Sicherheitskontrollen.


