Plastiken von Sabina Grzimek in der Ausstellung "Lebenswerke" in Potsdam. (Quelle: dpa)

10 Jahre Brandenburgischer Kunstpreis - DDR-Künstler zeigen ihre "Lebenswerke"

Ihr Werk stehe auch stellvertretend für Geschichte, Vergangenheit und Gegenwart Brandenburgs, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck bei der Eröffnung der Ausstellung "Lebenswerke". Die zeigt im Potsdamer Museum das Schaffen von sechs DDR-Künstlern, darunter Werner Stötzer und Bernhard Heisig.

 

Sechs Künstler, die ihre Ausbildung und ihre ersten Schaffensjahre in der DDR verbindet, stellen gemeinsam in der Schau "Lebenswerke" im Potsdamer Museum aus. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat die Ausstellung am Samstag eröffnet. "Das Lebenswerk der Künstler steht auch stellvertretend für Geschichte, Vergangenheit und
Gegenwart Brandenburgs", sagte der Regierungschef.

Der Maler Ronald Paris in der Ausstellung "Lebenswerke" in Potsdam. (Quelle: dpa)
Ronald Paris hat 2013 vor einem seiner Werke in der Ausstellung "Lebenswerke" in Potsdam.

Die Schau zeigt Werke der Bildhauer Werner Stötzer (1931-2010), Wieland Förster und ihrer Kollegin Sabina Grzimek sowie die Maler Bernhard Heisig (1925-2011), Harald Metzkes und Ronald Paris. Anlass ist das zehnjährige Jubiläum des Brandenburgischen Kunstpreises. Die Künstler sind mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet worden.

Querschnitt durch das Schaffen der Künstler

Die Ausstellung versucht, einen Querschnitt durch die Jahrzehnte des Schaffens der Künstler abzubilden. Dabei thematisiert sie auch, wie die Künstler seit der deutsch-deutschen Wiedervereinigung ihr Lebenswerk auf sehr unterschiedliche Weise fortgesetzt haben. Jeder der sechs Künstler erhält einen eigenen Raum. Der des Malers Bernhard Heisig ist mit seinen großflächigen Bildern gefüllt. Bei der Bildhauerin Sabina Grzimek stehen lebensgroße Skulpturen in der Raummitte, umgeben von ihren "kleineren" Werken.

Der Brandenburgische Kunstpreis wird auf Initiative der "Märkischen Oderzeitung" gemeinsam mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg jährlich an Künstler vergeben, die in Brandenburg leben oder arbeiten. Neben dem Ehrenpreis gibt es Auszeichnungen in den Kategorien Malerei, Grafik und Kleinplastik mit einem Preisgeld von jeweils 4.000 Euro. 2013 erhielt der gebürtige Thüringer Ronald Paris den mit 10.000 Euro dotierten Ehrenpreis des brandenburgischen Ministerpräsidenten.

Die Ausstellung "Lebenswerke" ist ab dem 4. August für Besucher geöffnet und bis zum 6. Oktober zu sehen.