Berlinale 2013: Filmstill aus "Berlin - Ecke Bundesplatz" (Quelle: Ingeborg Ullrich)

Insgesamt vier rbb-Produktionen sind nomiert - Deutscher Fernsehpreis: Auch "Berlin-Ecke Bundesplatz" ist dabei

25 Jahre Alltag im Südwesten Berlins und ein Künstlerporträt während der NS-Zeit: "Berlin-Ecke Bundesplatz" und das Doku-Drama "George" werden in der Kategorie "Besondere Leistungen" für den Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Bei zwei weiteren rbb-Produktionen wird die Entscheidung erst bei der Preisverleihung am 2. Oktober in Köln fallen.

In der Kategorie "Besondere Leistungen" werden zwei rbb-Koproduktionen mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet: Die Langzeit-Doku Berlin–Ecke Bundesplatz und das Doku-Drama George.

In der Langzeitdoku Berlin–Ecke Bundesplatz begleiten die Filmemacher Hans-Georg Ullrich und Detlef Gumm 30 Menschen rund um den Bundesplatz. Über 25 Jahre lang, von 1986 bis 2012, erzählen sie in 18 Filmen von deren Leben und Alltag. Die Jury-Vorsitzende Christiane Ruff bezeichnete die Dokumentation als "herausragendes Stück deutscher Fernseh- und Zeitgeschichte". Berlin–Ecke Bundesplatz ist eine Koproduktion von WDR, rbb und Arte.

Ebenfalls für "Besondere Leistungen" ausgezeichnet werden Götz George und sein Bruder, der Dokumentarfilmer Jan George, für ihr Doku-Drama George. Den Film wurde vom rbb zusammen mit dem SWR, WDR, NDR und Arte produziert und thematisiert die Beziehung zwischen Götz George und seinem Vater. Mit George hätten die Macher einen "sehr überlegt komponierten und berührenden Einblick in ein Künstlerleben im Nationalsozialismus geschaffen, ohne den Protagonisten anzuklagen oder freizusprechen."

Politischer Talk aus der Hauptstadt

Zwei weitere Produktionen des Rundfunk Berlin-Brandenburg sind in den Kategorien "Beste Reportage" und "Beste Information" für den Deutschen Fernsehpreis 2013 nominiert.

In der Kategorie "Beste Reportage" ist die rbb/ARTE-Koproduktion Staatsgeheimnis Bankenrettung in der engeren Auswahl. Die politische Gesprächssendung THADEUSZ und die Beobachter gehört zu den Nominierten in der Kategorie "Beste Informationssendung".

THADEUSZ und die Beobachter ist die politische Gesprächssendung des rbb aus der Hauptstadt für die ganze Republik. Mit vier Kolleginnen und Kollegen aus dem journalistischen Fach, den Beobachtern, diskutiert Jörg Thadeusz mehrmals im Jahr 60 Minuten lang aktuelle politische Themen aus möglichst vielen Blickwinkeln. Das Quintett will Meinungen hören und gegeneinander spiegeln, Einschätzungen hinterfragen und Prognosen wagen. Das Format startete im April 2013.

Hintergründe zur Bankenrettung

Die Reportage "Staatsgeheimnis Bankenrettung" von Arpad Bondy und Harald Schumann geht der Frage nach, wer die Begünstigten der milliardenschweren Bankenrettungs-Programme sind. 50 Milliarden Euro in Griechenland, 70 Milliarden Euro in Irland, 40 Milliarden Euro in Spanien – ein Eurostaat nach dem anderen sieht sich gezwungen, seine Banken mit gigantischen Summen zu stützen, um damit die Verluste auszugleichen, die den Geldhäusern aus faulen Krediten entstanden sind. Aber wohin gehen die Milliarden, mit denen die einen die anderen retten?

Zu sehen war "Staatsgeheimnis Bankenrettung" unter anderem am 26. Februar und 25. Juni bei ARTE sowie am 20. August im rbb Fernsehen.

Die Fernsehpreise werden am 2. Oktober im Coloneum in Köln verliehen. Zusätzlich zu den "Besonderen Leistungen" vergibt die Jury Preise in 13 Kategorien sowie einen Förderpreis. Moderiert wird die Gala von Cindy aus Marzahn und Oliver Pocher.

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