Rapper Bushido kommt zu einem Büro seines Musiklabels in Berlin (Quelle: dpa)
Video von Oliver Jarasch, Zibb | 11.09.2013

Ansichten des "Jungen von der Straße" - Ein Buch wie Bushido

Anis Mohamed Youssef Ferchichi, besser bekannt als Rapper Bushido und Lieblings-Böser-Junge des Boulevard, hat ein Buch über Heimat geschrieben. Der Titel: "Auch wir sind Deutschland". Alles sehr entspannt, schreibt er. Ein Schrei nach Anerkennung und ziemlich dünn.

Sein Hass-Lied "Stress ohne Grund" steht weiter auf dem Index - am Mittwoch brachte Skandal-Rapper Bushido (34) jetzt unter seinem bürgerlichen Namen ein Buch zur Integration heraus.

Unter dem Titel "Auch wir sind Deutschland" will der Sohn einer deutschen Mutter und eines tunesischen Vaters einen Beitrag zum besseren Miteinander von Deutschen und Ausländern leisten. Programmatischer Untertitel: "Ohne uns geht es nicht. Ohne euch auch nicht."

Nach seiner Autobiografie "Bushido" (2008) spricht der 34-Jährige auch die Vorwürfe an, die dem Rapper immer wieder gemacht werden: seine "Bushido-Pöbel-Tracks", seine Grobheiten und seine angebliche Nähe zur Mafia. Wenn es auch nur das geringste Anzeichen für kriminelle Machenschaften bei ihm und seinen Freunden gäbe, "dann würden sie kommen und uns festnehmen. Mit Handkuss und rotem Teppich", schlussfolgert er. Vom Vorwurf schwulenfeindlich zu sein, will er nichts wissen. "Alles ganz entspannt" und "jeder wie er will", so der Rapper.