
Potsdamer Komponist wird ausgezeichnet - Mathias Spahlinger erhält Großen Kunstpreis Berlin
"Unerhörte klangliche Erfindungen" hat der Komponist Mathias Spahlinger geschaffen. So sieht es zumindest die Preis-Jury der Akademie der Künste. Der in Potsdam lebende 69-Jährige erhält in diesem Jahr den Großen Kunstpreis Berlin. Und auch eine Berlinale-Gewinnerin wird von der Akademie geehrt.
Der Große Kunstpreis Berlin geht an den Komponisten Mathias Spahlinger. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Berliner Akademie der Künste vergeben.
Die Akademie-Jury würdigte Spahlinger als einen Komponisten, dessen Schaffen in herausragender Weise künstlerische Verantwortung und gesellschaftspolitisches Bewusstsein verbinde. "Seine Musik gewinnt ihre Kraft aus dem konsequenten Versuch, unter der Oberfläche der Erscheinungen die Mechanismen ihrer Entstehungsbedingungen mitzudenken und in unerhörte klangliche Erfindungen zu verwandeln." Der 1944 in Frankfurt am Main geborene Komponist lebt heute in Potsdam.
Bärengewinnerin Maren Ade unter den Geehrten
Verliehen werden außerdem sechs "Kunstpreise Berlin" mit einer Dotierung von je 5.000 Euro, wie die Akademie am Freitag mitteilte. Den Kunstpreis in der Sparte Bildende Kunst erhält der algerisch-französische Installationskünstler und Fotograf Kader Attia. In der Sparte Baukunst wird die Gruppe "Meine Stadt" (Miasto Moje) aus Warschau geehrt, im Bereich Musik geht der Preis an den russischen Komponisten Sergej Newski. Der Bereich Film- und Medienkunst ehrt die Regisseurin Maren Ade (Großer Preis der Berlinale 2009 für "Alle anderen"). Den Kunstpreis Literatur bekommt der Schriftsteller Stephan Thome. In der Sparte Darstellende Kunst wird die Dramaturgin Bettina Bartz ausgezeichnet.

