
Rocker gehen in Rente - Puhdys hören auf und gehen auf Abschiedstournee
Sie haben es geschafft: Die Rocker von den Puhdys spielen bis zur Rente. Und die wollen die Musiker um Dieter "Maschine" Birr 2015 antreten. Dann ist Schluss mit der erfolgreichsten Band der DDR. Vorher gibt es noch eine große Abschiedstournee.
Die wohl bekannteste Band der DDR und Ostrocklegende geht in Rente – die Puhdys hören auf. Die Band wird sich im Jahr 2014/15 mit einer großen Tournee verabschieden, teilte das Management am Montag mit.
Am 19. November 1969 gaben die Puhdys ihr erstes Konzert, der Beginn einer beispiellosen Karriere. Heute, 22 Millionen verkaufte Tonträger und über 4000 Konzerte später, genießen sie Kultstatus. Sie gelten als die wichtigste Band Ostdeutschlands, weil sie dort die Erfolge der ersten zwei Dekaden erlebten.
Puhdys schreiben Musikgeschichte
Aber auch in Gesamtdeutschland gehören sie zu der Riege an Bands, die Musikgeschichte geschrieben haben. Schon 1981 füllten sie die Westberliner Waldbühne – ganz ohne DDR-Publikum. All ihre Platten wurden in Ost und West sowie in vielen weiteren Ländern veröffentlicht.
Es gab Kooperationen mit Till Lindemann von Rammstein, Mario Adorf und dem Filmorchester Babelsberg. In ihren Konzerten treffen sich mittlerweile Besucher aus drei Generationen und singen ihre Hits wie "Geh zu ihr", "Alt wie ein Baum" oder "Hey, wir wolln die Eisbärn sehen" mit.
Bereits in den frühen Achtzigern wurden die Puhdys immer wieder gefragt, wie lange sie denn noch musizieren wollten. Damals lag es außerhalb jeglicher Vorstellungskraft, dass Rockbands mehrere Dekaden aktiv sein könnten.
Es war eine Zeit, in der man selbst bei den Stones das baldige Ende vermutete. Die Puhdys antworteten mit einem Song: "Es ist keine Ente, wir spielen bis zur Rockerrente" – 1984 erstmals auf dem Album "Das Buch" erschienen.
