
Parallel werden auch Stolpersteine verlegt - Ausstellung über Judenverfolgung in Beeskow
Auf 20 Tafeln wird über ganz individuelle Schicksale und Lebensläufe informiert: Seit Sonnabend beschäftigt sich eine Ausstellung in Beeskow mit den Folgen der Judenverfolgung im Nationalsozialismus in Beeskow. In der Stadt sollen in diesen Tagen dann die ersten Stolpersteine in Erinnerung an die Opfer von Verfolgung und Ermordung erinnern.
Eine Ausstellung über die Judenverfolgung in Brandenburg durch die Nationalsozialisten ist am Sonnabend in Beeskow (Oder-Spree) eröffnet worden.
Die Präsentation mache deutlich, dass die Verbrechen in der Nazi-Diktatur kein abgeschlossenes Thema, sondern eine andauernde geschichtspolitische Herausforderung seien, hieß es dazu in einer Mitteilung der Burg Beeskow. Auf 20 Tafeln wird über das Schicksal von Opfern des Holocausts informiert.
Beeskow bekommt Stolpersteine
Es geht aber auch um Hilfe für Erben bei Entschädigungs- und Restitutionsansprüchen. Die Ausstellung "Aktenkundig: Jude! Nationalsozialistische Judenverfolgung in Brandenburg. Vertreibung - Ermordung – Erinnerung" ist bis 18. Mai auf der Burg zu sehen. Sie wurde vom Brandenburgischen Landeshauptarchiv organisiert. Die Schau ist Auftakt für die Woche der Erinnerung, die bis zum 22. März dauert.
Am 20. März werden in Beeskow erstmals Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an das Ehepaar Rosa und Ludwig Warschauer, das 1943 nach Theresienstadt deportiert und 1944 im KZ Auschwitz ermordet wurde. Mehr als 40.000 "Stolpersteine" - eine Art Pflasterstein mit glänzendem Messingüberzug und eingravierten Namen der Opfer - hat der Initiator und Künstler Günter Demnig bereits europaweit verlegt.


