Nominierungen für den Deutschen Filmpreis -
Berlinale-Film "Das finstere Tal" kann auf neun Lolas hoffen
In 16 Kategorien wird der Deutsche Filmpreis verliehen. Mehr als die Hälfte davon könnte theoretisch an "Das finstere Tal" gehen. Andreas Prochaskas Alpen-Western, der im Februar auf der Berlinale lief, erhielt neun Nominierungen. Und auch ein Berliner Urgestein könnte am 9. Mai mit einer Lola-Statue nach Hause gehen.
Der Alpen-Western "Das finstere Tal" ist der Top-Favorit beim diesjährigen Deutschen Filmpreis. Andreas Prochaskas Film wurde in neun von 16 Kategorien nominiert. Das gab die Deutsche Filmakademie am Freitag in Berlin bekannt.
Sechs Nominierungen erhielt "Die andere Heimat" von Edgar Reitz, fünf gingen an die internationale Produktion "Der Medicus" von Philipp Stölzl und an "Finsterworld" von Frauke Finsterwalder. Für vier Preise wurden der Kassenschlager "Fack ju Göhte" von Bora Dagtekin nominiert.
Die österreichisch-deutsche Koproduktion "Das finstere Tal", die im Februar bereits auf der Berlinale gezeigt wurde, erhielt Nominierungen als bester Film, für die beste Regie (Andreas Prochaska), für den besten Nebendarsteller (Tobias Moretti) sowie in den Kategorien Kamera, Musik, Szenenbild, Kostümbild, Maskenbild und Tongestaltung.
Gleich mit dem Debütfilm für den Deutschen Filmpreis nominiert: "Love Steaks" von Jakob Lass
HFF-Film "Love Steaks" als bester Film nominiert
Als bester Film wurden neben "Das finstere Tal", "Fuck ju Göhte", "Finsterworld" und "Die andere Heimat" auch der erfolglose deutsche Oscar-Kandidat "Zwei Leben" (Regie: Georg Maas) und "Love Steaks" vorgeschlagen. Der an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg entstandene Film des Berliner Nachwuchsregisseurs Jakob Lass war im Januar bereits mit dem Max-Ophüls- Preis ausgezeichnet und im Februar auf der Berlinale gezeigt worden.
Dieter Hallervorden spielt in "Sein letztes Rennen" einen älteren Herrn, der für den Berlin-Marathon trainiert.
Auch ein Berliner Urgestein kann sich Hoffnung auf einen Preis machen: Dieter Hallervorden erhielt eine Nominierung für "Sein letztes Rennen". Seine Konkurrenten in der Kategorie Bester Hauptdarsteller sind Sascha Alexander Gersak für "5 Jahre Leben" und Hanno Koffler für "Freier Fall".
Als beste Hauptdarstellerinnen sind Carla Juri ("Feuchtgebiete"), Juliane Köhler ("Zwei Leben") und Jördis Triebel ("Westen") nominiert.
Der Deutsche Filmpreis wird am 9. Mai in Berlin verliehen. Die von Schauspieler Jan Josef Liefers ("Tatort") moderierte Gala wird am selben Abend zeitversetzt im Ersten ausgestrahlt.
Alle Nominierungen im Überblick
Bester Spielfilm
"Die andere Heimat" (Regie: Edgar Reitz)
"Fack ju Göhte" (Regie: Bora Dagtekin)
"Das finstere Tal" (Regie: Andreas Prochaska)
"Finsterworld" (Regie: Frauke Finsterwalder)
"Love Steaks" (Regie: Jakob Lass)
"Zwei Leben" (Regie: Georg Maas)
Bester Dokumentarfilm
"Alphabet" (Regie: Erwin Wagenhofer)
"Beltracchi - Die Kunst der Fälschung" (Regie: Arne Birkenstock)
"Master of the Universe" (Regie: Marc Bauder)
Bester Kinderfilm
"Bibi & Tina" (Regie: Detlev Buck)
"Ostwind" (Regie: Katja von Garnier)
"Sputnik" (Regie: Markus Dietrich)
Beste Darstellerin in einer Hauptrolle
Carla Juri für "Feuchtgebiete"
Juliane Köhler für "Zwei Leben"
Jördis Triebel für "Westen"
Bester Darsteller in einer Hauptrolle
Sascha Alexander Gersak für "5 Jahre Leben"
Dieter Hallervorden für "Sein letztes Rennen"
Hanno Koffler für "Freier Fall"
Beste Darstellerin in einer Nebenrolle
Jella Haase für "Fack ju Göhte"
Sandra Hüller für "Finsterworld"
Katja Riemann für "Fack ju Göhte"
Bester Darsteller in einer Nebenrolle
Michael Maertens für "Finsterwold"
Tobias Moretti für "Das finstere Tal"
Kida Khodr Ramadan für "Ummah - Unter Freunden"
Beste Regie
Katrin Gebbe für "Tore tanzt"
Andreas Prochaska für "Das finstere Tal"
Edgar Reitz für "Die andere Heimat"
Bestes Drehbuch
Bora Dagtekin für "Fack ju Göhte"
Frauke Finsterwalder und Christian Kracht für "Finsterworld"
Edgar Reitz und Gert Heidenreich für "Die andere Heimat"
Beste Kamera/Bildgestaltung
Michael Bertl für "Mr. Morgan's Last Love"
Hagen Bogdanski für "Der Medicus"
Daniel Gottschalk für "Lauf Junge Lauf"
Thomas W. Kiennast für "Das finstere Tal"
Gernot Roll für "Die andere Heimat"
Bester Schnitt
Anne Fabini für "Houston"
Hansjörg Weißbrich für "Zwei Leben"
Andreas Wodraschke für "Feuchtgebiete"
Beste Musik
Annette Focks für "Ostwind"
Johannes Lehniger und Peter Folk für "Tore tanzt"
Michaela Melián für "Finsterworld"
Matthias Weber für "Das finstere Tal"
Bestes Szenenbild
Claus Rudolf Amler für "Das finstere Tal"
Toni Gerg und Hucky Hornberger für "Die andere Heimat"
Udo Kramer für "Der Medicus"
Bestes Kostümbild
Esther Amuser für "Die andere Heimat"
Natascha Curtius-Noss für "Das finstere Tal"
Thomas Oláh für "Der Medicus"
Bestes Maskenbild
Helene Lang und Roman Braunhofer für "Das finstere Tal"
Kitty Kratschke, Juliane Hübner für "Lauf Junge Lauf"
Heike Merker für "Der Medicus"
Beste Tongestaltung
Michael Kranz, Stefan Busch und Roland Winke für "3096 Tage"
Guido Zettier, Max Thomas Meindl und Benjamin Rosenkind für "Der Medicus"
Dietmar Zuson, Christof Ebhardt und Tschangis Chahrokh für "Das finstere Tal"
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