Konzert am Schloss Branitz in Cottbus (Quelle: imago/Rainer Weisflog)

Festivals, Museen, Konzerte - Brandenburgs Kulturangebote locken Touristen

Idyllische Seen und Flüsse, gut ausgebaute Radwege und viel weites Land bietet Brandenburg seinen Gästen. Doch laut einer aktuellen Untersuchung kommt jeder zweite Tourist auch wegen der kulturellen Angebote des Landes. Historische Städte, Musikfestivals oder neue Ausstellungen locken die Besucher.  

Die Kulturangebote im Land Brandenburg gehören zu den wesentlichen Anziehungspunkten für Touristen. Fast jeder zweite Besucher verbindet mit seiner Reise kulturelle Aktivitäten, für knapp ein Drittel der Brandenburg-Gäste sind die Kulturangebote der Hauptanlass für ihre Reise, wie eine Untersuchung im Auftrag der Tourismus Marketing Brandenburg (TMB) ergab.

Hauptanziehungspunkte seien das Weltkulturerbe in Potsdam, aber auch Rheinsberg oder die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen, sagte TMB-Geschäftsführer Dieter Hütte am Montag. Auch die Konzerte im Kloster Chorin, die Havelländischen Musikfestspiele oder die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci hätten sich zu Publikumsmagneten entwickelt. Zudem setzt Hütte auf die anstehenden großen Jubiläen: 500 Jahre Reformation im Jahr 2017 oder zwei Jahre später der 200. Geburtstag von Theodor Fontane sowie 100 Jahre Bauhaus. Diese Ereignisse sollen auch überrregional Aufmerksamkeit bringen.

Mehr als 130 Millionen Euro für über 100 Kulturprojekte

Kulturministerin Sabine Kunst (SPD) betonte, der Kulturtourismus spiele für das Landesmarketing eine tragende Rolle. In den vergangenen 15 Jahren seien knapp 130 Millionen Euro öffentliche Mittel in mehr als 100 Kulturprojekte geflossen. Kultur und Tourismus in Brandenburg gingen Hand in Hand und unterstützen sich gegenseitig, so die Kulturministerin.

Mit den Geldern wurden etwa historische Denkmäler restauriert, wie das Kavalierhaus in Rheinsberg oder das reformationsgeschichtliche Museum in Mühlberg. "Ausstellungen wurden neu konzeptioniert, etwa die Hedwig-Bollhagen-Ausstellung in Velten oder die multimediale Ausstellung zu Brecht und Weigel in Buckow", so die Ministerin weiter. "Historische Gebäude wurden durch Neubauten ergänzt und verhalfen so Kulturstandorten zu neuem Glanz. Beispiele sind das Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) oder das Museum in Neuruppin." Das Kulturinvestitionsprogramm habe wesentlich dazu beigetragen, die touristische Attraktivität Brandenburgs zu steigern, erklärte Kunst.

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