ARCHIV - Der Schauspieler Lars Eidinger posiert im Rahmen eines dpa-Interviews am 06.01.2016 in Berlin (Quelle: dpa)

"Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache" von David Foster Wallace - Deutscher Hörbuchpreis für Lars Eidinger

Lars Eidinger gilt als einer der renommiertesten Theater- und Fernsehschauspieler Deutschlands. In der Berliner Schaubühne mimte er schon über 200. Mal Shakespeares Hamlet. Doch nicht nur auf der Bühne und vor der Kamera weiß der Berliner zu überzeugen. Jetzt wurde er mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet.

Der Deutsche Hörbuchpreis für den besten Interpreten geht in diesem Jahr an den Berliner Schauspieler Lars Eidinger. Das teilte am Donnerstag der WDR mit, einer der wichtigsten Unterstützer des Preises.

Eidinger gelinge es meisterhaft, in "Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache" von David Foster Wallace die "emotionale Achterbahnfahrt" des depressiven Erzählers erlebbar zu machen, urteilte die Jury. Wallace war selbst schwer depressiv.

Eidinger ist vor allem als Bühnen- und TV-Schauspieler bekannt - etwa als Mörder aus dem Kieler "Tatort" "Borowski und der stille Gast" oder als "Hamlet" und "Richard III." an der Berliner Schaubühne.

Erst vor kurzem feierte der Schauspieler seinen 40. Geburtstag. Im November letzten Jahres gab es ein besonderes Jubiläum: Eidinger stand zum 250. Mal in der Rolle des Hamlet auf der Berliner Schaubühne.

Seit der Premiere im Jahr 2008 zeigte die Schaubühne das Stück nicht nur in Berlin, sondern auch bei Gastspielen in 27 Städten – darunter in Paris, Moskau, Jeruslem, Athen, Istanbul und Zagreb. Derzeit gastiert das Ensemble im Iran, wo sie die Produktion auf dem Fajr International Theater Festival in Teheran zeigen.

Weitere Auszeichnungen:

Die Schauspielerin Sophie Rois wird ausgezeichnet für ihre Darstellung der Titelfigur in
Alina Bronskys Roman "Baba Dunjas letzte Liebe". "Sophie Rois liest nicht vor, sie ist Baba Dunja", lobte die Jury. Die in Österreich geborene Film- und Theaterschauspielerin Sophie Rois spielt etwa an der Berliner Volksbühne.

Das beste Hörspiel machten nach dem Urteil der Jury der Regisseur Christoph Kalkowski und der Komponist Raphael D. Thöne. Sie setzten den Roman "Wir" von Jewgenij Samjatin um und erzeugten damit einen Sog, dem sich kein Zuhörer entziehen könne.

Als "Bestes Sachhörbuch" überzeugte "Deutschland. Erinnerungen einer Nation" von Neil MacGregor, dem ehemaligen Direktor des British Museum - und Gründungsintendanten des Humboldtforums in Berlin. Sprecher Burghart Klaußner und Regisseur Burkhard Schmid gelingt es nach Meinung der Jury es auf überzeugende Weise, MacGregors Geschichtsminiaturen erzählerisch zu fassen. [Link Alle Preisträger des Deutschen Hörbuchpreises im Überblick]

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

Studio Frankfurt

Vom Landkreis Oder-Spree bis zur Uckermark: Das rbb-Regionalstudio Frankfurt (Oder) mit Nachrichten, Reportagen und Hintergründen aus der Region.  

Das könnte Sie auch interessieren