ARD_2015:10:12_-Dunkles_Deutschland

Doku "Dunkles Deutschland" in der engeren Wahl - rbb sechs Mal für den Grimme-Preis nominiert

Mit dem Grimme-Preis wird gutes Fernsehen ausgezeichnet - und in diesem Jahr ist der rbb gleich sechs Mal mit eigenen oder Koproduktionen nominiert. Im Rennen ist in der Kategorie "Information & Kultur" die rbb-Dokumentation "Dunkles Deutschland" über die Stimmungsmache rechtspopulistischer Gruppen. Aber auch Spielfilme sind dabei.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) ist sechs Mal für den Grimme-Preis nominiert. Das gab die Nominierungskommission des renommierten Fernsehpreises am Donnerstag bekannt. Zu den Nominierten gehört in der Kategorie "Information & Kultur" die rbb-Dokumentation "Dunkles Deutschland". In dem Film zeigen die Reporter Jo Goll, Torsten Mandalka und Olaf Sundermeyer, mit welchen Strategien Rechtsextremisten in Deutschland das demokratische Gemeinwesen bedrohen.

Die Journalisten haben an vier Orten in Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen recherchiert, um zu zeigen, wo und wie sich Fremdenhass formiert und wo es gelingt, den rechten Parolen etwas entgegenzusetzen.  

Reise durch Sarmatien nominiert

Ebenfalls in dieser Kategorie ist der rbb-Dokumentarfilm "In Sarmatien" von Volker Koepp als "Spezial" nominiert. Darin bereist der Filmemacher den geographischen Raum östlich der Weichsel von der Ostsee im Norden bis hinunter ans Schwarze Meer. Der Film entstand im Rahmen der Filminitiative Leuchtstoff, mit der der rbb in Kooperation mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg Filme aus der Region fördert.

In der Kategorie "Fiktion" startet der Leuchtstoff-Film "Nachthelle", den Florian Gottschick als Abschlussfilm an der Filmuniversität Babelsberg geschrieben und gedreht hat. In dem hochkarätig besetzten Spielfilm treffen sich Benno Fürmann und Anna Grisebach als ehemaliges Paar für ein Wochenende in Begleitung ihrer neuen Partner in dem Dorf ihrer Kindheit. Eigentlich sind sie gekommen, um ein Haus leer zu räumen, das dem Tagebau Platz machen soll, doch dann brechen viel tiefer liegende Konflikte auf.

Ebenfalls in der Kategorie "Fiktion" ist das vom rbb koproduzierte Doku-Drama "Meine Tochter Anne Frank" im Rennen. Der Film von Hannah und Raymond Ley, an dem auch der Hessische Rundfunk und der Westdeutsche Rundfunk beteiligt sind, erzählt die kurze Lebensgeschichte der Anne Frank bildgewaltig, emotional und authentisch. Es ist die erste deutsche Verfilmung ihres Lebens.

Junges Format zum Thema Philosophie

Die rbb/Arte-Reihe "Streetphilosphy" hat eine Chance auf den Grimme-Preis in der Kategorie Information und Kultur. In dem neuen Format, stellt der Wahl-Berliner Jonas stellvertretend für die Generation Y die Frage, was noch als Richtlinie fürs Leben taugt. Aus der KIKA-Reihe "Schau in meine Welt" nominierte die Grimme-Jury die rbb-Produktion "Jonas ganz groß".

Der Grimme-Preise wird dieses Jahr zum 52. Mal verliehen. Ausgezeichnet werden Fernsehsendungen, die für die Programmpraxis "vorbildlich und modellhaft" sind. Die insgesamt zwölf Preisträger werden am 9.März in Essen bekanntgegeben. rbb-Moderator Jörg Thadeusz wird am 8. April durch die Preisverleihung im Theater der Stadt Marl führen.

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