Teilnehmer des Karnevals der Kulturen 2015 in Berlin-Kreuzberg (Quelle: imago/snapshot)

Berliner Senat beauftragt Kreuzberger Unternehmen - Piranha organisiert den Karneval der Kulturen

Dass der Karneval der Kulturen auch in diesem Jahr in Berlin stattfinden wird, war schon Ende vergangenen Jahres klar. Jetzt ist es auch ganz offiziell: Der Senat hat das Unternehmen Piranha mit der Organisation betraut. Mit Großevents kennen die Kreuzberger sich aus.

Der Berliner Karneval der Kulturen ist für dieses Jahr endgültig gesichert. Wie die Senatsverwaltung für Integration am Donnerstag mitteilte, wurde der Kreuzberger Veranstalter Piranha Arts AG wie geplant mit der Organisation beauftragt.

Piranha hat den Auftrag zunächst für dieses Jahr bekommen. Sollte alles gut klappen, will der Senat das Unternehmen auch nächstes Jahr beauftragen. Piranha hat in den 90er Jahren bereits Musikfestivals wie "Bands united" und die "Heimatklänge" initiiert. Auch die "Fête de la Musique" hob der Veranstalter mit aus der Taufe.

Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) sagte, mit dem Karneval der Kulturen setze Berlin ein klares Zeichen gegen Intoleranz und für kulturelle Vielfalt.

Im Doppelhaushalt 2016/17 hatte der der Senat erneut Gelder für das Projekt bereitgestellt. Die Trägerschaft soll vorübergehend die Firma Piranha übernehmen.

Der Straßenumzug gilt weit über die Stadt hinaus als Aushängeschild eines weltoffenen und toleranten Berlins. Er wird ehrenamtlich von bis zu 100 verschiedenen Gruppen organisiert. Nach wiederholtem Streit um Finanzierung und Konzept stand die Veranstaltung allerdings lange auf der Kippe.

Geld für die nächsten zwei Jahre

Zwar gab es in den rund 20 Jahren Karnevalsgeschichte schon oft Streit und Debatten um die Finanzierung von Bühnen und Umzug, im vergangenen Jahr allerdings war der Karneval zunächst abgesagt worden. Der Senat hatte dem bisherigen Veranstalter, der "Werkstatt der Kulturen", die Zusammenarbeit wegen eines nicht ausreichenden Sicherheitskonzepts gekündigt. Die Teilnehmer wiederum verlangten vom Senat eine bessere Unterstützung.

Erst in letzter Minute wurde die Veranstaltung gerettet. Für 2016 wurde eine Überarbeitung des Konzepts beschlossen - auch wie die Großveranstaltung mehr Einkünfte erwirtschaften könne. Ende November bekräftigte Integrationssenatorin Dilek Kolat, dass eine Dauerfinanzierung des Karnevals aus dem Landeshaushalt nicht vorgesehen sei.

Nach Angaben der Organisatoren sagte der Senat aber nun zumindest für 2016 eine "auskömmliche Finanzierung" zu. Zudem seien für 2017 die eingeplanten Mittel von 270.000 auf 500.000 Euro erhöht worden. Dieses Signal wolle man würdigen, hieß es von den Akteuren.

Der Haushalt 2016/17 soll Mitte Dezember verabschiedet werden - dann stehen die genauen Summen zur Förderung des Karnevals fest.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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