Die Amerika-Gedenkbibliothek am Blücherplatz in Berlin-Kreuzberg. (Quelle: imago/Schöning)

Auf der Suche nach einem Ort für Berlins Zentralbibliothek - Nur noch vier Standorte in der engeren Auswahl

Zu klein, zu eng und nicht mal in einem einzigen Gebäude vereint: Berlins Zentral- und Landesbibliothek soll schon seit Langem einen neuen Standort bekommen. Ein prachtvoller Neubau auf dem Tempelhofer Feld scheiterte am Volksbegehren - und deshalb musste weitergesucht werden. Vier Lösungen sind in die engere Auswahl gekommen.

Für den Neubau der Berliner Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) sollen vier Standorte näher geprüft werden: die Amerika-Gedenkbibliothek in Kreuzberg, das Marx-Engels-Forum in Mitte, das Flughafengebäude in Tempelhof und ein nicht näher benannter Ort am Südkreuz. Das teilte die ZLB am Dienstag zu den Ergebnissen einer ersten Prüfungsphase mit. Die Kulturverwaltung bestätigte die Informationen.

"Die Planung für eine Zentral- und Landesbibliothek Berlin unter einem Dach ist damit einen wichtigen Schritt vorangekommen", sagte Volker Heller vom ZLB-Vorstand. Derzeit ist das Haus verteilt auf zwei Standorte: die Amerika-Gedenkbibliothek und die Stadtbibliothek auf der Museumsinsel, dazu kommt noch ein Außenmagazin.

Zudem verfügt die ZLB eigenen Angaben zufolge über "deutlich zu wenig Arbeitsplätze", auch würden viele Bestände in den Magazinen aufbewahrt. Deutschlands größte öffentliche Bibliothek besitzt mehr als drei Millionen Bücher, CDs oder auch Filme.

Volksentscheid verhinderte Neubau auf Tempelhofer Feld.

Die Amerika-Gedenkbibliothek am Blücherplatz könnte mit einem Neubau erweitert werden. Diese Lösung gilt als Favorit der Regierungskoalition von SPD und CDU. Das Marx-Engels-Forum gehört zum Areal zwischen Fernsehturm und Spree, das neu gestaltet werden soll.

Bei dem Areal am Südkreuz soll es sich nach Informationen des "Tagesspiegels" um ein freies Grundstück am Betriebshof der Berliner Stadtreinigung (BSR) zwischen Sachsendamm und Bahnhof handeln. Das Gebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof verfügt über mehr als 7.000 Räume, von denen ein Großteil derzeit nicht genutzt wird.

Ursprünglich hatte der Senat für geschätzte 270 Millionen Euro eine neue Bibliothek am Rande des stillgelegten Flughafens Tempelhof geplant. Ein Architekten-Wettbewerb dafür war bereits durchgeführt, zwei Siegerentwürfe ausgewählt worden. Nach dem Volksentscheid gegen jegliche Bebauung dort muss nun aber eine Alternative gefunden werden. 13 Standorte wurden geprüft, die genannten vier sollen nun näher untersucht werden. Bis zum Herbst 2016 soll laut ZLB ein geeigneter Standort benannt werden.

Die vier möglichen Standorte

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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