Ulrike Bieritz im Gespräch mit Egon Bahr (Bild: rbb)
Audio: Inforadio | 04.02.2016 | Vis à vis

Paul Spies ist neuer Direktor des Stadtmuseums - "Die Dinge Schritt für Schritt ändern"

Probeausstellungen, experimentelle Projekte und eine umfangreiche Neugestaltung des Märkischen Museums - Paul Spies ist seit wenigen Tagen als neuer Direktor des Berliner Stadtmuseums im Amt und hat bereits große Pläne.

Der seit wenigen Tagen amtierende neue Direktor des Stadtmuseums Berlin, Paul Spies, kündigt für die ersten Jahre seiner Amtszeit “viele Projekte zum Experimentieren“ sowie mehrere "Probeausstellungen" an.

Im rbb sagte er wenige Tage nach seinem Amtsantritt am 1. Februar, er wolle Dinge Schritt für Schritt ändern: "Das Märkische Museum wird sicher nicht ausgeräumt, aber ein bisschen."

Der Niederländer war im vergangenen Herbst vom Senat verpflichtet worden. Er ist Nachfolger der ehemaligen Direktorin Franziska Nentwig, die zum Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft gewechselt war. Bereits bei seiner Vorstellung hatte er angekündigt, Berlins Geschichte erlebbarer und bekannter machen zu wollen.

Berlin habe ihn mit einem “sehr warmen Empfang“ begrüßt, dabei sei allerdings auch sehr schnell klar geworden, dass von ihm erwartet werde, sagte Spies im rbb-Inforadio. Und er lobte das Budget seines Hauses, betonte dabei allerdings auch, dass dies nur die Gelder für den Start seien: "Es gibt gute Gelder, um anzufangen. Bund und Land haben 65 Millionen Euro für die Renovierung der Häuser reserviert."

Mitgestaltung des Humboldt-Forums

Spies ist gebürtige Amsterdamer und gelernter Kunsthistoriker. Er hatte dort seit 2009 das Amsterdamer Stadtmuseum weitreichend umgekrempelt. So hatte er dort die "Amsterdam DNA" erfunden, eine 45-minütige Multimedia-Reise durch die Geschichte der Grachtenstadt, die von jedem Besucher beliebig vertieft werden kann. Seitdem waren die Besucherzahlen gestiegen, und die Ticket-Einnahmen verdoppelten sich.

Neben dem Stadtmuseum mit seinen verschiedenen Standorten soll Spies auch Leiter des Kuratorenteams für die Eröffnungsausstellung im Humboldt-Forum werden, wo er die 4.000 Quadratmeter große Ausstellung gestalten soll.

Das gesamte Interview mit Paul Spies hören Sie mit einem Klick auf das Titelbild, das Gespräch führte Harald Asel.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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