Historische Degen und Stichwaffen sind am 15.02.2016 in Cottbus (Brandenburg) zu sehen. (Quelle: dpa)

Fürst-Pückler-Stiftung eingeschaltet - Alte Waffen in südbrandenburgischem Wald entdeckt

Sie sind stark verrostet und sollen noch am Dienstag eingefroren werden, um sie zu schützen: In einem Waldstück im Spree-Neiße-Kreis hat ein Spaziergänger alte Munition gefunden. Doch als der Kampfmittelbeseitigungsdienst anrückte, entdeckte er noch ganz anderes - historische Degen und Säbel. Von Fürst Pückler?

In einem südbrandenburgischen Wald sind stark verrostete historische Degen und Stichwaffen ausgegraben worden. Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz will klären, ob sie möglicherweise von Wert sind und etwas mit der Geschichte der Adelsfamilie Pückler zu tun haben, wie Parkleiter Claudius Wecke am Dienstag in Cottbus sagte.

Noch soll die historische Bedeutung des Fundes nicht bewertbar sein. Die Waffen sollten zur Stiftung gebracht und unverzüglich eingefroren werden, um den Verfallsprozess zu verlangsamen.

Die "Lausitzer Rundschau" hatte zuerst über den Fund berichtet. Die Waffen sind demnach in einem schlechten Zustand, weil sie lange unter der Erde lagen. Vor allem die Klingen sind stark Korrodiert. Zum Teil seien jedoch königliche Wappen zu erkennen, sagte Parkleiter Wecke. Ähnliche Stücke gebe es in der Pückler-Waffensammlung. Es sei aber unklar, ob es einen Zusammenhang gibt. Falls ja, will der Parkleiter die Stücke in die bestehende Sammlung aufnehmen.

Ein Spaziergänger fand Munition und Säbel

Nach Informationen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes kam der Fund durch den Hinweis eines Bürgers zustande, der in der vergangenen Woche in dem Waldstück im Amt Neuhausen (Spree-Neiße) bei einem Spaziergang auf Munition gestoßen war. Bei Grabungen seien neben Granaten und Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg bislang auch fünf historische Waffen gefunden worden. Die Grabungen mit schwerem Gerät an der rund ein Hektar großen Fläche sollen noch mehrere Wochen andauern.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst vermutet, dass dort vor Jahrzehnten Weltkriegs-Munition gesprengt und vergraben worden war.
 

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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