Maxim Gorki Theater Berlin "THE SITUATION" (von Yael Ronen und Ensemble), Regie: Yael Ronen (Quelle: imago/DRAMA-Berlin.de)

Jury gibt Teilnehmer bekannt - Drei Berliner Inszenierungen beim Theatertreffen

Zu den bemerkenswertesten Theater-Inszenierungen der Saison gehören auch drei Berliner Produktionen, findet die Jury des 53. Berliner Theatertreffens. Freuen dürfen sich das Maxim Gorki Theater und die Volksbühne - und für ihre Inszenierung am Deutschen Theater wurde Regisseurin Daniela Löffner zum ersten Mal eingeladen.

Die Jury des 53. Berliner Theatertreffens hat am Mittwoch bekanntgegeben, welche Bühnen zum diesjährigen vielbeachteten Festival eingeladen sind. Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Theatertreffens, freute sich, eine besonders diverse Auswahl "der Stoffe, Inszenierungsansätze und der ästhetischen Formen" bekanntgeben zu können. Verbinden würde alle ausgesuchten Inszenierungen die "Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Umbrüchen und deren Folgen für das Individuum." Dabei betonte sie, dass die Hälfte der Regisseurinnen und Regisseure zum ersten Mal dabei seien, somit eine "neue Generation" beim Theatertreffen angekommen sei.

Daniela Löffner zum ersten Mal dabei

Unter den zehn ausgewählten Produktionen sind drei Inszenierungen an Berliner Bühnen: "der die mann" (Regie: Herbert Fritsch) an der Volksbühne, "The Situation" von Yael Roenen & Ensemble am Maxim Gorki Theater und "Väter und Söhne" unter der Regie von Daniela Löffner am Deutschen Theater. Daniela Löffner ist zum ersten Mal eingeladen. In ihrer Begründung urteilte die Jury, Löffner als "gesegnete Beobachterin" zeige in dem Stück nach einem Roman von Iwan Turgenjew "verhedderte Menschen, denen man über die vier Stunden der Aufführung gebannt" zusehe. Dabei sei ihr das Kunststück gelungen, das "Spiel in der Balance zwischen trockener Komik und unsentimentaler Melancholie" zu halten.

Zu den zehn besten Inszenierungen gehören zudem "Effi Briest - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie" am Deutschen Schauspielhaus Hamburg des Regie-Teams Barbara Bürk und dem zum ersten Mal eingeladenen Clemens Sienknecht. Ebenfalls aus der Hansestadt ist "Schiff der Träume" unter der Regie von Karin Beier ausgewählt.

"Erstlinge" auch aus Karlsruhe, München, Kassel und Wien

In Karlsruhe hat "Stolpersteine Staatstheater" von Hans-Werner Kroesinger am Staatstheater die Jury überzeugt. Die Münchner Kammerspiele bringen "Mittelreich" (Regie: Anna Sophie Mahler) zum Theatertreffen. "Tyrannis" am Staatstheater Kassel von Ersan Mondtag ist ebenfalls ausgewählt. Alle drei Regisseure sind erstmalig zum Theatertreffen eingeladen.

Aus der Schweiz ist "Ein Volksfeind" am Schauspielhaus Zürich mit dabei, aus Österreich "John Gabriel Borkman" unter der Regie von Simon Stone am Burgtheater im Akademietheater Wien, der ebenfalls zum ersten Mal eine Inszenierung beim Theatertreffen präsentieren kann.

Spielplan ab 8. April

Der Spielplan für das Theatertreffen vom 6. bis 22. Mai wird in knapp zwei Monaten bekannt gegeben, am 8. April, rund eine Woche später (16. April) wird dann der Vorverkauf starten.

Ausgewählt wurden die bemerkenswertesten Inszenierungen der Saison aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Festival zieht jedes Jahr Schauspiel-Interessierte aus ganz Europa nach Berlin.

Väter und Söhne, Daniela Löffner, Deutsches Theater

The Situation, Yael Ronen, Gorki Theater Berlin

Herbert Fritsch, der die mann, Volksbühne, Berlin

   

Ein Volksfeind, Stefan Pucher, Zürich Schauspielhaus

Schiff der Träume von Karin Beier, Hamburger Schauspielhaus

Hans-Werner Kroesinger, Stolpersteine Staatstheater, Karlsruhe

Mittelreich, Anna-Sophie Mahler, Münchner Kammerspiele

Effi Briest ---Clemens Sienknecht, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

John Gabriel Borkman, Simon Stone, Wiener Festwochen, Burgtheater, Theater Basel

Tyrannis, Ersan Mondtag, Staatstheater Kassel

   

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