Archivbild: Stefan Lisewski als Konrad in dem Stück "Die Glut" auf der Bühne im Jahr 2001 (Quelle: dpa)

Im Alter von 82 Jahren - Brecht-Darsteller Stefan Lisewski gestorben

Mehr als 500 Mal spielte er den Mackie Messer in der "Dreigroschenoper", auch glänzte er in Stücken wie "Mutter Courage", "Puntila" oder "Die Gewehre der Frau Carrar" - nun ist der Brecht-Schauspieler Stefan Lisewski tot. Wie das Berliner Ensemble mitteilte, ist Lisewski am Freitag im Alter von 82 Jahren gestorben.

Der Schauspieler Stefan Lisewski ist tot. Er starb im Alter von 82 Jahren am Freitag in Berlin, wie das Berliner Ensemble am Samstag mitteilte. Lisewski, geboren 1933 in Tczew (Polen), habe bis zuletzt in Bertolt Brechts "Der unaufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" als Dogsborough auf der Bühne gestanden, wie eine Sprecherin des Ensembles der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Auf der Bühne und vor der Kamera

Mehr als 500 Mal verkörperte Lisewski, der an der Staatlichen Schauspielschule Berlin-Schöneweide sein Handwerk gelernt hatte, den Mackie Messer in der "Dreigroschenoper". Er wirkte auch in anderen Brecht-Stücken wie "Mutter Courage", "Die Gewehre der Frau Carrar", "Die Mutter", "Galilei", "Puntila" oder im "Kaukasischen Kreidekreis" mit.

Lisewski spielte noch zusammen mit Helene Weigel und Ernst Busch. Es war eine "tolle Zeit", hatte er der Deutschen Presse-Agentur zu seinem 70. Geburtstag gesagt. Dank der vielen Auslandsgastspiele habe er, noch bevor die Mauer fiel, die "ganze Welt gesehen". Er stand auch vor der Kamera: unter anderem in der DEFA-Verfilmung "Die Leiden des jungen Werthers" und in einigen "Polizeiruf 110"-Krimis.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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