Oliver Spatz, künstlerischer Leiter des Kleist Forums (Quelle: © Thomas Martius)

Kleist-Forum-Chef Spatz - Frankfurts Kulturschaffende protestieren gegen Entlassung

Die Entlassung des Chefs des Kleist-Forums in Frankfurt (Oder), Oliver Spatz, sorgt weiter für Aufregung. Zahlreiche Kulturschaffende fordern von der Stadt die Wiedereinstellung von Spatz: Die Gründe für dessen Entlassung nach nur knapp einem halben Jahr seien nicht nachvollziehbar.

Die umstrittene Entlassung des künstlerischen Leiters des Kleist-Forums, Oliver Spatz, wird in Frankfurt (Oder) zum Fall für die Stadtverordnetenversammlung.

Zahlreiche Kulturschaffende der Oderstadt haben angekündigt, in der Sitzung des Stadtparlaments am Donnerstagabend eine Petition an Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) übergeben zu wollen. Darin fordern sie die Wiedereinstellung von Spatz. Zudem werde die Stadt aufgefordert, die Hintergründe für die Entscheidung darzulegen, hieß es.

Kulturschaffende fordern Wiedereinstellung

Michael Kurzwelly vom Entwicklungsverein Slubfurt wolle zudem in der Bürgerfragestunde sprechen. Man wolle deutlich machen, dass es nicht nur um eine Personalie gehe. Vielmehr sei die inhaltliche Arbeit des Kleist-Forums in Frage gestellt, hieß es vom Verein.

Spatz war künstlerischer Leiter des Kleist-Forums, eines Kulturzentrums in Frankfurt (Oder). Er stand unter anderem für Projekt-Ideen, bei denen auch die freie Kulturszene eingebunden werden sollte. Sein Vertrag wurde nach nur sechs Monaten Probezeit beendet.

Stadt hält Entassungsgründe geheim

Der Kulturdezernent Markus Derling sprach vorab von unternehmensinternen Gründen für die Entlassung. Die Entscheidung sei nicht leichtfertig getroffen worden, sagte Derling dem rbb. Es gebe aber Dinge, die man nicht in der Öffentlichkeit zu diskutieren habe.

Das könnte Sie auch interessieren

Dmitry Lookianov: Instant Tomorrow 06, 2014, Inkjet Print, (Quelle: EMOP Berlin/ © Dmitry Lookianov)

Europäischer Monat der Fotografie beginnt - Die ganze Welt im Blick

Der Europäische Monat der Fotografie Berlin ist das größte deutsche Fotofestival. Vier Wochen lang geht es um die Kunst mit der Kamera – 130 Ausstellungen an 120 Orten erwarten die Besucher. In diesem Jahr widmet sich das Festival unter anderem der digitalen Bilderflut.

Festival of Lights; Foto: Rainer Jensen/dpa

"Berlin leuchtet" und "Festival of Lights" starten - Und es ward Licht

Auch in diesem Herbst werden die Wahrzeichen Berlins wieder kunstvoll illuminiert. Den Anfang macht am Freitag das Lichterfest "Berlin leuchtet". In einer Woche kommt das "Festival of Lights" hinzu. In diesem Jahr ist es allerdings im Vorfeld zu Irritationen gekommen. Schuld war Hitlers Konterfei an der Mall of Berlin.