Mitte März findet wieder die Leipziger Buchmesse statt (Quelle: dpa)

Leipziger Buchpreis 2016 - Auf der "Shortlist" stehen auch Berliner und Brandenburger

Die Spannung steigt: Am 17. März wird wieder der Leipziger Buchpreis verliehen. Am Donnerstag hat die Jury ihre "Shortlist" veröffentlicht - also die Liste mit den Autoren, die sich in den Bereichen Belletristik, Sachbuch und Übersetzung Hoffnungen auf den begehrten Preis machen können. Auch Autoren aus Berlin und Brandenburg sind nominiert.  

Im Rennen um den Preis der Leipziger Buchmesse sind in diesem Jahr auch wieder Autoren und Übersetzer aus Brandenburg und Berlin vertreten. Das geht aus der sogenannten Shortlist der Nominierten hervor, die am Donnerstag in Leipzig veröffentlicht wurde.

"Selbstverbrennung" - eine Klima-Bilanz aus Potsdam

Prominentester Autor aus der Region ist dabei der Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber, der es mit "Selbstverbrennung - Die fatale Dreiecksbeziehung zwischen Klima, Mensch und Kohlenstoff" auf die Shortlist für das beste Sachbuch geschafft hat. Erst kürzlich hatte sich Schellnhuber auf rbb online auch zum Braunkohle-Tagebau in der Lausitz geäußert.

Ebenfalls nominiert für das beste Sachbuch ist Werner Busch für seine Maler-Biografie "Adolph Menzel. Auf der Suche nach der Wirklichkeit". Busch, geboren 1944 in Prag, war bis 2010 Professor für Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen, vor allem zur niederländischen Kunst des 16. und 17. und zur englischen und deutschen Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts.

Berliner Gedichtband auf Belletristik-Shortlist

Im Bereich der schöngeistigen Literatur kann sich Marion Poschmann Hoffnungen auf den Leipziger Buchpreis machen. Als einzige Frau unter den nominierten Belletristik-Autoren steht sie mit ihrem Gedichtband "Geliehene Landschaften" auf der Shortlist. Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik und lebt als Autorin in Berlin. Sie wurde bereits vielfach ausgezeichnet - für ihre Lyrik zuletzt mit dem Peter-Huchel-Preis und dem Ernst-Meister-Preis 2011.

Auch Ursula Keller lebt und arbeitet in Berlin. Die Übersetzerin wurde in Lübeck geboren und studierte Slavistik und Germanistik in Berlin und Leningrad. Bis 2002 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Slavische Philologie an der Freien Universität. Für den Buchpreis ist sie mit ihrer Übersetzung des russischen Romans "Eine Straße in Moskau" von Michail Ossorgin nominiert.

Zwischen Berlin und Polen spielender Winterroman

Einen deutlichen Bezug zu Berlin, Brandenburg und dem nicht weit entfernten Polen hat auch der Winterroman "An einem klaren, eiskalten Januarmorgen" von Roland Schimmelpfennig. Der in Göttingen geborene Künstler ist zurzeit der meistgespielte deutsche Dramatiker und hat es gleich mit seinem Debütroman auf die Leipziger Shortlist geschafft. Außerdem nominierte die Jury den als Comedian bekannten Heinz Strunk ("Der goldene Handschuh") und den Theater-Autor Nis-Momme Stockmann ("Der Fuchs") für den diesjährigen Buchpreis. Zudem ist mit "Frohburg" von Guntram Vesper ein monumentaler Deutschland-Roman nominiert.

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch und Essayistik sowie Übersetzung vergeben. Er ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. In diesem Jahr hatten sich 113 Verlage mit 401 Werken beworben. Die Preisträger werden am 17. März auf der Leipziger Buchmesse gekürt.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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