Svenja Böttger (Quelle: privat)

Masterstudentin für drei Jahre gewählt - Berlinerin übernimmt Leitung des Filmfestivals Max-Ophüls-Preis

Das Masterstudium noch nicht einmal ganz in der Tasche, startet die junge Berlinerin Svenja Böttger beruflich schon durch: Für die kommenden drei Jahre leitet sie das renommierte Filmfestival Max-Ophüls-Preis. Erfahrungen im Bereich der Festivalleitung hat sie bereits gesammelt - beim Studentenfilmfestival "Sehsüchte" der Filmuni Babelsberg.

Die 27-jährige Berlinerin Svenja Böttger ist für die nächsten drei Jahre zur neuen Leiterin des Filmfestivals Max Ophüls Preis gewählt worden. Wie die Stadt Saarbrücken am Freitag mitteilte, ergab dies der einstimmige Beschluss des Aufsichtsrats.

Böttger setzte sich gegen vier Mitbewerber durch. Die Berlinerin ist Nachfolgerin von Gabriella Bandel, die nach dem Festival im Januar ihre Tätigkeit beendet hat.

Sehsüchte, Berlinale und jetzt Max-Ophüls-Preis

Zurzeit schließt die Medienwissenschaftlerin ihr Masterstudium an der Filmuniversität Babelsberg in Potsdam ab. Böttger hatte in diesem und im vergangenen Jahr die Leitung des Empfangs der Filmhochschulen während der Berlinale inne. 2014 leitete sie das internationale Studentenfilmfestival "Sehsüchte" der Potsdamer Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

Trotz ihres jungen Alters habe Böttger bereits Erfahrungen in der Festivalorganisation, im Projekt- und Gästemanagement sowie in der Presse- und Kommunikationsarbeit, teilte der Aufsichtsrat nach seiner Sitzung am Freitag mit. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Es bedeutet für mich eine Ehre, dieses renommierte Festival leiten zu dürfen", sagte Böttger.

Kritik am Verfahren

Zuvor hatte es Kritik an dem Verfahren der Neubesetzung gegeben. So hatten sich unter anderem der Filmproduzent Hans W. Geißendörfer und der frühere Festivalleiter Boris Penth für eine öffentliche Ausschreibung und eine Fachkommission ausgesprochen. Die Saarbrücker Stadtratskoalition wies die Kritik zurück. Das gewählte Verfahren ohne öffentliche Ausschreibung sei im Kulturbereich nicht unüblich, erklärten Vertreter von SPD, Grünen und Linken. Man habe mit anerkannten Experten zusammengearbeitet, und bei der Besetzung zähle ausschließlich die fachliche Kompetenz.

Das Filmfestival ist ein wichtiges Forum für Nachwuchsregisseure aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es ist nach dem in Saarbrücken geborenen Filmregisseur Max Ophüls (1902-1957) benannt.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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