Oscar-Gewinner Regisseur Laszlo Nemes ("Son of Saul") und Schauspieler Marc Rylance ("Bridge of Spies") (Quelle: Imago/UPI Photo)

Oscars für "Bridge of Spies" und "Son of Saul" - Müller erklärt Berlin für "Oscar-reif"

Zwei der in Los Angeles mit viel Pomp verliehenen Oscars gehen auch nach Berlin und Brandenburg: "Bridge of Spies" (Bester Nebendarsteller) wurde vom Studio Babelsberg produziert - woraufhin der Regierende gleich ganz Berlin für "Oscar-reif" erklärt. In "Son of Saul" (Bester fremdsprachiger Film) spielt zudem ein Schauspieler aus Cottbus mit.  

Das Studio Babelsberg und das Medienboard Berlin-Brandenburg haben mit großer Freude auf den Oscar für den britisch-amerikanischen Schauspieler Mark Rylance reagiert. Der 56-Jährige wurde in der Nacht zum Montag als bester Nebendarsteller in der deutschen Koproduktion "Bridge of Spies" ausgezeichnet.
 
Das sei auch für das Studio Babelsberg eine große Sache, sagte Medienboard-Chefin Kirsten Niehuus. Denn das Studio Babelsberg war als Produktionsfirma für die Dreharbeiten für den Agententhriller verantwortlich. Der Großteil der Drehorte für "Bridge of Spies" liegt in Berlin und Brandenburg, so wie die Glienicker Brücke In Potsdam.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, der zurzeit vor Ort in Los Angeles ist und den Festakt per Fernsehübertragung verfolgte, sagte unmittelbar nach der Verleihung, Berlin sei damit Oscar-reif. "Der Gewinn des Oscars ist auch eine Auszeichnung für die Filmstadt Berlin, das Medienboard und Studio Babelsberg".

Zuletzt konnten sich die Mitarbeiter des Studios Babelsberg 2008 über einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film für "Die Fälscher" freuen, der in Potsdam koproduziert wurde.

Auch ein Schauspieler aus Cottbus wird indirekt geehrt

Mit einem Oscar wird 2016 indirekt auch ein Cottbuser Schauspieler gewürdigt. Urs Rechn, der in Cottbus aufgewachsen und am Staatstheater erste Schauspielerfahrungen gesammelt hat, spielt in dem Film "Son of Saul" einen jüdischen Kapo im Vernichtungslager Ausschwitz. Das Werk des ungarischen Regisseurs Laszlo Nemes wurde in Los Angeles als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. Das Werk hat bereits den Golden Globe Awards 2016 gewonnen.

Leer ging bei der Oscar-Verleihung der Berliner Bernhard Henrich – Filmdekorateur für "Bridge of Spies" aus. Er war in der Kategorie Produktionsdesign nominiert - den Oscar erhielt jedoch in dieser Kategorie der Film "Mad Max".

"Mad Max" heimst gleich sechs Preise ein

Der Endzeitfilm "Mad Max: Fury Road " hat bei der diesjährigen Verleihung insgesamt die meisten der begehrten Filmpreise eingeheimst – er war in gleich sechs Kategorien erfolgreich. Die Oscar-Gala am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles stand im Zeichen der Debatte um die Benachteiligung von afroamerikanischen Filmschaffenden in Hollywood. Den Oscar für den besten Film des Jahres erhielt das Missbrauchsdrama "Spotlight". 

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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