Festivalleiterin Nicola Galliner am 30.03.2014 bei der Eröffnungsgala vom 20. Jüdischen Filmfestival Berlin & Potsdam im Hans-Otto-Theater (Quelle: imago/Future Image)

Auswärtiges Amt sagt Hilfe zu - Das Jüdische Filmfestival ist gerettet

Die Zukunft des Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg scheint gesichert. So hat das Auswärtige Amt Unterstützung zugesagt, "um die akute finanzielle Notsituation" zu beheben. Hilfe war nötig, weil der Hauptstadtkulturfonds überraschend seine Förderung um die Hälfte reduziert hat.

Das Auswärtige Amt hat Unterstützung für das finanziell angeschlagene Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg zugesagt. Es sei auf Bitte des Festivals eingesprungen, "um die akute finanzielle Notsituation" zu beheben, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Damit tragen wir dem besonderen Stellenwert des Festivals im deutsch-jüdischen Kontext und dessen internationalem Bezug Rechnung."

Wochen der Unsicherheit beendet

Das Jüdische Filmfestival hatte um seine Existenz gefürchtet, weil der Hauptstadtkulturfonds überraschend seine Förderung von jährlich 100.000 Euro gestrichen hatte. Die Entscheidung fiel bereits im Januar. Alle Versuche, daran noch etwas zu ändern, scheiterten. Wie die Kulturverwaltung des Landes mitteilte, gebe es keine Dauerförderung, sondern die eingereichten Anträge werden von einer Jury stets neu geprüft. Der Antrag des Jüdischen Filmfestivals für die Jahre 2016 bis 2018 über jährlich 160.000 Euro (bei Gesamtkosten von jährlich 353.700 Euro) wurde von der Jury nicht zur Förderung empfohlen.

Die nächste Ausgabe ist vom 4. bis 19. Juni 2016 geplant. "Derartige Budgetkürzungen so kurzfristig vor Festivaleröffnung aufzufangen, ist nahezu unmöglich", sagte Festivalleiterin Nicola Galliner laut Mitteilung. Nach Wochen der Unsicherheit könne man nun dank der Notförderung aufatmen.

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