Tim Renner (SPD), Kulturstaatssekretär des Landes Berlin (Quelle: imago/Jens Jeske)

"Wunderschöne Bühnen in einem furchtbaren Architektur-Ensemble" - Tim Renner drängt auf Lösung im Streit um Kudamm-Bühnen

Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) hat sich für den Fortbestand der beiden Kudamm-Bühnen ausgesprochen – aber für eine deutliche Umgestaltung der Umgebung. Außerdem müsse die Besucherzahl der Theater wieder steigen, sagte er dem rbb.

Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) will die beiden Kudamm-Bühnen erhalten, aber das Drumherum kann er sich schon anders vorstellen: "Die beiden Bühnen sind wunderschöne Bühnen von Oskar Kaufmann, die ganz schrecklich umformt sind, in einem furchtbaren Architektur-Ensemble am Kudamm", sagte der am Freitag dem rbb. Deshalb müsse ein Kompromiss gefunden werden, der auch den beiden Bühnen zu Gute kommen könnte, betonte Renner.

Sowohl der neue Investor als auch der Bezirk hätten ein eigenes Interesse an der Entwicklung des Standorts: "Streng genommen ist keine Investition möglich, wenn da gar nichts geschehen darf", so Renner im Interview mit dem rbb-Kulturradio. 

"Auslastung niedriger als jedes andere unserer Theater"

Das neue Konzept müsse auch dazu führen, dass dieser eigentlich tolle Standort für Theaterbesucher wieder attraktiver werde, meinte Renner. Derzeit liege die Auslastungsquote lediglich bei 56 Prozent: "Das ist niedriger als jedes andere unserer Theater, auch da müssen wir vorankommen."

Zuletzt waren Pläne bekannt geworden, wonach der bestehende Gebäudekomplex mit den beiden Kudamm-Bühnen abgerissen werden soll. Stattdessen soll ein neuer unterirdischer Multifunktionssaal gebaut werden, in dem auch Theater gespielt werden kann. Dagegen hatten in einem offenen Brief 37 Berliner Theatermacher protestiert.

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