Ausstellung des neuen Mauermuseums (Quelle: dpa)
Video: Abendschau | 24.03.2016 | Ulli Zelle

Neue Ausstellung in Berlin-Friedrichshain - Jemand hat die Absicht, ein Mauermuseum zu eröffnen

Während die Mauerreste in Berlin weiter bröckeln, werden die Mauermuseen immer mehr: Am Samstag öffnet in Friedrichshain mit "The Wall Museum East Side Gallery" ein drittes. Das private Museum im alten Mühlenspeicher setzt vor allem auf Multimedia.

In Berlin öffnet am Osterwochenende mit "The Wall Museum East Side Gallery" ein neues privates Museum zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls. Die Multimedia-Ausstellung nahe der East Side Gallery soll ab dem 26. März in 13 Räumen mit Interviews, Installationen und Filmen die deutsche Teilung beleuchten. "Das Museum erzählt, wie die Mauer das Leben der Menschen veränderte", teilten die Betreiber am Donnerstag mit. Man wolle aber auch der Mauertoten gedenken.

Zeitzeugeninterviews mit Politikern und Bürgern

Der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow hatte die Museumeröffnung bereits bei seinem Berlinbesuch anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls im November 2014 angekündigt. Das Projekt wurde auch mit Geldern aus seiner Stiftung finanziert und beinhaltet auch Dokumente Gorbatschows. Als Berater für die Ausstellung fungierten die Historiker Gerhard Ritter und Guido Knopp.

Im "The Wall Museum East Side Gallery" im alten Mühlenspeicher im Berliner Stadtteil Friedrichshain soll es Einblicke hinter die Kulissen der Weltpolitik geben. Die Texte und Erzählungen sind in Deutsch und Englisch zu lesen und zu hören.

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehören auch Zeitzeugeninterviews. Befragt wurden neben politischen Entscheidungsträgern auch Anwohner, die für den Mauerbau binnen weniger Stunden ihre Wohnungen verlassen mussten und ehemalige Grenzsoldaten.

Erinnerung auch an die Toten

Auch an die Menschen, die zwischen dem 13. August 1961 und dem 9. November 1989 an der Mauer ihr Leben verloren, werde erinnert, hieß es. Auf einem Balkon mit Blick auf die Spree geht es um die Kinder, die beim Spielen an der Grenze zwischen Ost und West ertranken. Zur Eröffnung am Samstag sollen die ersten 1.000 Besucher ein kleines Mauerstück als Erinnerung erhalten.

In Berlin gibt es zum Thema deutsche Teilung bereits die Gedenkstätte an der Bernauer Straße sowie das private Mauermuseum am Checkpoint Charlie.

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