Der Historiker Christian Teichmann lächelt auf dem undatierten Handout-Foto. (Quelle: dpa/Heinrich Böll Stiftung)

Bislang jüngster Preisträger - Hannah-Arendt-Preis für Berliner Historiker Teichmann

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken geht in diesem Jahr an den Berliner Osteuropa-Historiker Christian Teichmann. Wie die Heinrich-Böll-Stiftung am Donnerstag mitteilte, wird der Wissenschaftler für seine Arbeiten über die Geschichte und Strukturen der sowjetischen Herrschaft in Mittelasien unter Stalin ausgezeichnet.

Nach Ansicht der internationalen Jury hat Teichmann mit seinem Buch "Macht der Unordnung" einen Neuansatz in der Forschung über totalitäre Systeme vorgelegt. Teichmann ist Mitarbeiter am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität Berlin.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der Stadt Bremen und der Heinrich-Böll-Stiftung vergeben und soll am 2. Dezember im Bremer Rathaus überreicht werden. Der 1976 geborene Teichmann ist der bislang jüngste Träger des Hannah-Arendt-Preises. Zu den bisherigen Preisträgern zählen die russische Menschenrechtlerin Jelena Bonner sowie der frühere Beauftragte für die Stasi-Unterlagen und jetzige Bundespräsident, Joachim Gauck.

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