Filmstill: Die Blumen von gestern - Quelle: die-blumen-von-gestern.de

"Die Blumen von gestern" bei Nominierungen vorn - Eidinger-Film hat mehr Lola-Chancen als "Toni Erdmann"

Der Film "Die Blumen von gestern" um den kristengeschüttelten Holocaust-Forscher Totila Blumen, gespielt von Lars Eidinger, zieht mit acht Nominierungen als großer Favorit für den "besten Spielfilm" in die diesjährige Lola-Verleihung. Doch die Konkurrenz ist groß.

Mit acht Nominierungen ist die Tragikomödie "Die Blumen von gestern" von Chris Kraus in diesem Jahr der große Favorit beim Deutschen Filmpreis. Das gaben Schauspielerin Iris Berben als Präsidentin der Deutschen Filmakademie und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Donnerstag in Berlin bekannt. In 16 Kategorien haben Regisseure, Schauspieler, Kameraleute und andere Filmschaffende Chancen auf eine der begehrten Lolas.

Viele Regisseurinnen unter den Nominierten

"Die Blumen von gestern" mit dem Berliner Schauspieler Lars Eidinger als krisengeschütteltem Holocaust-Forscher hängte Nicolette Krebitz' Drama "Wild" (sieben Nominierungen) und überraschend auch Maren Ades Oscar-nominierten Vater-Tocher-Film "Toni Erdmann" (sechs Nominierungen) ab. Das gab die Deutsche Filmakademie am Donnerstag bekannt.  Alle drei Filme sind für den besten Spielfilm nominiert. In dieser Kategorie haben auch "24 Wochen" von Anne Zohra Berrached, "Willkommen bei den Hartmanns" von Simon Verhoeven, "Tschick" von Fatih Akin Chancen und "Wild" von Nicolette Krebitz Chancen auf die Lola.

Ade, die sich in letzter über diverse Nomierungen freuen konnte, wies dabei auf einen besonderen Umstand hin, nämlich, dass mit "Wild" und "24 Wochen" noch zwei weitere Filme von Frauen nominiert sind - "also die Hälfte der Filme in der Kategorie bester Spielfilm ist diesmal von Regisseurinnen. Auch wenn das nächstes Jahr wieder anders sein kann, gebe ich zu, dass mich das ganz besonders freut", sagte Ade

Simonischek und Hüller als Schauspieler nominiert

Als beste Schauspielerinnen wurden Sandra Hüller ("Toni Erdmann"), Julia Jentsch ("24 Wochen") und Lilith Stangenberg ("Wild") nominiert. Hoffnung auf eine Lola als bester Schauspieler können sich Lars Eidinger ("Die Blumen von gestern"), Peter Simonischek ("Toni Erdmann") und Bruno Ganz ("In Zeiten des abnehmenden Lichts") machen.

In der Auswahl als beste Nebendarsteller sind unter anderem Fritzi Haberlandt ("Nebel im August"), Christiane Paul ("Die Welt der Wunderlichs"), Sigrid Marquardt ("Die Blumen von gestern"), Georg Friedrich ("Wild") und Martin Feifel ("Die Welt der Wunderlichs").

In der wichtigen Regie-Kategorie konkurrieren Maren Ade ("Toni Erdmann"), Chris Kraus ("Die Blumen von gestern"), Anne Zohra Berrached ("24 Wochen") und Nicolette Krebitz ("Wild") miteinander.

Als bester Kinderfilm sind "Timm Thaler oder das verkaufte Lachen" von Andreas Dresen und "Auf Augenhöhe" von Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf nominiert. Um die Lola für den besten Dokumentarfilm bewerben sich "Berlin Rebel High School" von Alexander Kleider, "Cahier Africain" von Heidi Specogna und "No Land's Song" von Ayat Najafi.

Besucherstärkster Film steht schon fest

Der Preis für den besucherstärksten deutschen Film des Jahres geht an Autor und Regisseur Simon Verhoeven, der mit der Flüchtlingskomödie "Willkommen bei den Hartmanns" mehr als 3,5 Millionen Zuschauer in die Kinos lockte.

Die Schnittmeisterin Monika Schindler ("Nachtgestalten", "Freier Fall") aus Berlin erhält in diesem Jahr den Ehrenpreis der Deutschen Filmakademie. Schindler werde für ihre herausragenden Verdienste um den deutschen Film mit der Ehren-Lola ausgezeichnet, teilte die Filmakademie Anfang März mit. "Ost und West, Dokumentar- und Spielfilm, analog und digital - Monika Schindler hat so viel und vielseitige deutsche Filmgeschichte geschaffen, dass einem der Atem stockt", erklärte Akademiepräsidentin Iris Berben. Schindler ist für den Schnitt bei bislang mehr als 100 Filmen verantwortlich.

Höchst dotierte Auszeichnung für den deutschen Film

Der Deutsche Filmpreis ist mit 2,955 Millionen Euro Preisgeldern die höchstdotierte Auszeichnung für den deutschen Film. Die Trophäen, die Lolas, werden am 28. April im Palais am Funkturm in Berlin verliehen.

Im vergangenen Jahr hatte der Polit-Thriller "Der Staat gegen Fritz Bauer" von Lars Kraume die
goldene Lola für den besten Film gewonnen.

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