Intendant der Staatsoper Nacho Duato (Quelle Archivbild: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert)

Nachfolger Öhman beginnt Juli 2018 - Nacho Duato verlässt Berliner Staatsballett früher als geplant

Der jetzige Intendant des Berliner Staatsballetts, Nacho Duato, geht früher. Sein Nachfolger, Johannes Öhman, kommt dafür eher: Duato hat Kultursenator Klaus Lederer darum gebeten, vorzeitig entlassen zu werden. Er wird nun Ende Juli 2018 aufhören.

An der Spitze des Berliner Staatsballetts kommt es zu einem vorzeitigen Führungswechsel. Der Spanier Nacho Duato gibt seinen Posten als Intendant des Staatsballetts Berlin ein Jahr früher auf als geplant.

Duato geht früher, Nachfolger Öhman kommt eher

Duato habe Kultursenator Klaus Lederer (Linke) schriftlich darüber informiert, dass er vorzeitig aus seinem Vertrag entlassen werden möchte, teilte die Senatsverwaltung für Kultur mit. Gründe wurden nicht genannt. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) kündigte an, er werde dem Wunsch Duatos nach vorzeitiger Entlassung vorbehaltlich der Zustimmung des Stiftungsrates entsprechen. Duato wird nun Ende Juli 2018 aufhören.

Duatos Nachfolger Johannes Öhman habe sich wiederum bereit erklärt, ein Jahr früher die Intendanz des Staatsballetts zu übernehmen, so die Kulturverwaltung. Im ersten Jahr werde der 49-jährige Schwede alleiniger Intendant sein, bevor die gemeinsame Intendanz mit Sasha Waltz beginnt.

Tänzerinnen und Tänzer seien bereits informiert worden, dass Öhman, der derzeit noch Künstlerischer Direktor des Royal Swedish Ballet in Stockholm ist, sich bereit erklärt habe, bereits ein Jahr früher als geplant die Intendanz des Staatsballetts zu übernehmen. Ursprünglich war vorgesehen, dass Öhman erst zum 2. August 2019 gemeinsam mit Waltz die Intendanz übernehmen sollte.

Gegen Öhman und Waltz gab es Proteste

Gegen die Ernennung von Waltz und Öhman unter dem damaligen Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) hatte es im September vergangenen Jahres Proteste gegeben. Unter anderem hatte sich das Ballettensemble mit einer Online-Petition gegen die beiden künftigen Ko-Intendanten gewandt.

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