Werner Klemke (Quelle: imago, Werner Schulze)

Zeichner von "Hirsch Heinrich" - Park in Weißensee wird nach Werner Klemke benannt

Die Grünanlange an der Amalienstraße Ecke Woelckpromenade in Berlin-Weißensee ist am Dienstag nach dem Illustrator Werner Klemke (1917-1994) benannt worden. Zugleich wurde der Buchkünstler auch mit einer "Berliner Gedenktafel" geehrt. Klemke gelte diese Ehrung aus vielen Gründen, sagte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) bei der Einweihung. Er sei einer der bedeutendsten und beliebtesten Buchkünstler der DDR gewesen.

Generationen von Erwachsenen habe die Zeitschrift "Das Magazin" mit dem von ihm über 35 Jahre gestalteten Titelbild begleitet. Zudem illustrierte er viele Kinderbücher oder Plattencover von Hörspielen, wie etwa für die Weihnachtsgeschichte "Hirsch Heinrich". Als Lehrer an der Kunsthochschule in Weißensee sowie Leiter eines Meisterateliers an der Akademie der Künste der DDR habe er sein Wissen an zahlreiche Künstlerinnen und Künstler weitergegeben, sagte Lederer.

Dokumentenfälscher während des Zweiten Weltkriegs

Erst seit wenigen Jahren wisse man von Klemke, dass er ein "Stiller Held" war. Während der Zeit der Besetzung der Niederlande durch die Deutsche Wehrmacht habe er Reisedokumente und Lebensmittelkarten für Menschen gefälscht, die von den Deutschen verfolgt wurden, sagte Lederer.

Nach 1945 habe Klemke kaum ein Wort darüber verloren. Umso wichtiger sei es heute, an Menschen wie ihn zu erinnern. Von 1954 bis zu seinem Tod 1994 wohnte und wirkte Klemke in der Tassostraße 21 in Weißensee. Am 12. März wäre er 100 Jahre alt geworden.

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