Sängerin Ina-Maria Federowski während der Talkshow - Rügentalk - in Binz (Quelle: imago/Jens Koehler)

Mit 67 Jahren - Schlagersängerin Ina-Maria Federowski ist tot

Sie zählte zu den Publikumslieblingen des Ostens. Auch nach dem Ende der DDR wurde die Schlagersängerin Ina-Maria Federowski von ihren Fans gefeiert. Nun ist sie in der Berliner Charité gestorben.

"Singen ist eine Frage der Seele und des Wohlbefindens." Der Satz auf ihrer Internetseite war das Credo von DDR-Schlagersängerin Ina-Maria Federowski. Am vergangenen Donnerstag starb sie mit 67 Jahren in der Berliner Charité, wie ihr Ehemann Gerd-Roderich Schmidt am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Sie war an einer Virusinfektion und an Krebs erkrankt. Sie hinterlässt neben ihrem Ehemann auch eine erwachsene Tochter. Nach Angaben des Witwers wird die Sängerin auf der Insel Rügen an der Ostsee beigesetzt. "Das war ihr Wunsch."

Gärtnerin - Hochschulabsolventin - Sängerin

Federowski wurde im September 1949 in Freital bei Dresden geboren und absolvierte nach dem Abitur eine Lehre als Gärtnerin. Später machte sie ihr Hobby zum Beruf und studierte Gesang an der Musikhochschule Dresden. Ihr erstes Engagement hatte sie an der Staatsoperette. Nebenher machte sie auf Kleinkunstbühnen und im Varieté Musik - von Abba bis Karat. Beim DDR-Nachwuchsfestival "Goldener Rathausmann" gewann sie den ersten Preis.

"Kessel Buntes" moderiert

Mehr als 200 TV-Auftritte machten die Musikerin zum Publikumsliebling und einer der erfolgreichsten Schlagersängerinnen der DDR.1987 moderierte sie die beliebte Sendung "Ein Kessel Buntes". Sie gastierte auch bei internationalen Festivals bis nach Chicago - mit gefühlvollen Balladen, lebensfrohen Schlagern und rockigen Stücken. Hits wie "Gegensätze ziehn sich an", "Man lernt nie aus" oder "Warum können wir nicht wie Kinder bleiben" haben Ohrwurm-Potenzial. 

Auftritte bis zuletzt

Nach 1990 wurde es mangels Angeboten ruhiger um die Sächsin, die Krimis liebte und Kaffeemühlen sammelte. "Aber sie hat ihren Beruf nie aufgegeben", sagte ihr Mann, ein Psychologe. Mitte der 1990er Jahre ging Federowski wieder ins Studio und auf die Bühne, sang bei Betriebsfesten und Autohaus-Eröffnungen. Das Singen hat sich Ina-Maria Federowski auch von ihrer Erkrankung nicht nehmen lassen - fast bis zuletzt ist sie noch aufgetreten.

Sendung: Antenne Brandenburg, 16.07.2017, 14 Uhr

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