Maik (Tristan Göbel) und Tschick (Anand Batbileg) © Studiocanal GmbH
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rbb-Koproduktionen auf der Berlinale - Roadmovie trifft auf Gegenwartskino und Martial Arts

Ob Tragikomödien wie "Tschick", Dokumentarfilme wie "Mein wunderbares West-Berlin" oder Burleskes wie "Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes": Insgesamt laufen sieben rbb-Koproduktionen bei der diesjährigen Berlinale.

Die Tragikomödie "Tiger Girl" (Fr 10.02. 19.00 Uhr, Zoo Palast 1) von Jakob Lass feiert seine Weltpremiere in der Sektion "Panorama". Der Film erzählt von der jungen Vanilla, die die Aufnahmeprüfung bei der Polizei nicht schafft und dann bei einem privaten Sicherheitsunternehmen anfängt. Dort lernt sie die durchgeknallte Tiger kennen. Als Nachfolgeprojekt von "Love Steaks" arbeitet Regisseur Lass auch hier mit den "Fogma-Regeln": Schauspieler unterwandern eine dokumentarische Umgebung. Gegenwartskino, das auf Improvisation beruht, trifft hier auf Martial Arts-Elemente.

Gleich drei Filme laufen in der Sektion Panorama

Ebenfalls in der Sektion "Panorama" läuft der vom rbb koproduzierte Dokumentarfilm "Mein wunderbares West-Berlin" (Sa 11.02.17.00 Uhr, Kino International) von Jochen Hick. Der Film beschreibt das Leben von Schwulen in West-Berlin nach Kriegsende bis zum Mauerfall, erkundet die Faszination einer Stadt, die bis heute ein Traumziel und Fluchtpunkt vieler schwuler Männer aus der ganzen Welt ist.

Zudem zeigt diese Sektion den Dokumentarfilm "Revolution of Sound. Tangerine Dream" (Di 14.02. 16.30 Uhr, Kino International) von Margarete Kreuzer. Der Film erzählt die Höhepunkte der Elektroband "Tangerine Dream". Der Film setzt sich zusammen aus persönlichen Worten des 2015 verstorbenen Bandleaders Edgar Froese aus seiner Autobiographie, außerdem aus Interviews mit seiner Familie, Bandmitgliedern und befreundeten Künstlern. Der Streifen ist eine Hommage an Froese als Pionier der elektronischen Musik.

Zwei Streifen in der "Perspektive", einer in "Generation"

In der Sektion "Perspektive Deutsches Kino" feiert "Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes" (Fr 17.02. 19.30 Uhr, CinemaxX 3) von Filmemacher Julian Radlmaier seine Berlinale-Premiere. Die Fabel – in der ein pleite gegangener Filmemacher sich mit seiner weiblichen Hauptdarstellerin als Erntehelfer verdingt und in einer ausbeuterischen Apfelplantage landet - ist ein verspielter Ritt durch die Kunst-, Film- und Politikgeschichte.

Eröffnet wird die "Perspektive Deutsches Kino" mit dem vom rbb und Filmuniversität Babelsberg koproduzierten Film "Gabi" (Fr 10.02. 19.30 Uhr, CinemaxX 3) von Michael Fetter Nathansky. Hier geht es um die vom Leben deprimierte Fliesenlegerin Gabi, die gemeinsam mit einem hilfsbedürftigen Azubi verschiedene Gefühlslagen an- und ausprobiert. Die Gabi, die sich nie beschwert, die Gabi, die weint, die Gabi, die nur noch schweigt …

Der Film "Amelie rennt" (Di 14.02. 13.00 Uhr, Haus der Kulturen der Welt) von Tobias Wiemann, der unter der Federführung von rbb, SWR und HR entstanden ist, wird in der Sektion "Generation" gezeigt. Hier geht es um die widerspenstige 12-jährige Amelie, die in eine Asthma-Klinik  in den Alpen reist und dort auf eigene Faust versucht, den höchsten Berg der Gegend zu besteigen. Dabei gerät sie in Gefahr und trifft auf einen ihr bekannten Retter.

LOLA at Berlinale

In der Reihe "LOLA at Berlinale", die Fachbesuchern die Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis zeigt, läuft der mit rbb-Unterstützung produzierte Film "Tschick" (Mo 13.02. 12.00 Uhr, Zoo Palast 2) von Fatih Akin. Das Roadmovie erzählt nach der Buchvorlage des Jugendromans von Wolfgang Herrndorf von der Freundschaft zwischen dem 14-jährigen Maik aus bürgerlichen Verhältnissen und Tschick, einem jugendlichen Spätaussiedler aus Russland.

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