HANDOUT - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterhält sich am 09.02.2017 im Bundeskanzleramt in Berlin mit US-Schauspieler Richard Gere (Quelle: Bundesregierung/Sandra Steins)

Besuch im Kanzleramt - Richard Gere spricht mit Kanzlerin Merkel über Tibet und China

Bei Kaffee und Wasser hat Kanzlerin Merkel am Donnerstag US-Schauspieler Richard Gere empfangen. Thema war aber nicht der neue Film des Hollywood-Stars, der auf der Berlinale gezeigt wird, sondern ein politisches Thema - abseits des Show-Rummels.

Hollywood-Star Richard Gere ("Ein Mann für gewisse Stunden") hat am Donnerstag Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen - abseits des Berlinale-Rummels. In dem Gespräch haben sich Gere und Merkel über die Menschenrechtslage in der zu China gehörenden Bergregion Tibet ausgetauscht. Kanzlerin Merkel habe mit Gere "über die Lage in der Region" gesprochen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach dem Gespräch im Internet-Kurzmitteilungsdienst Twitter mit. Das Treffen im Kanzleramt in Berlin dauerte nach dpa-Informationen etwa eine dreiviertel Stunde - und damit länger als die geplanten 30 Minuten.

Der 67 Jahre alte Gere ist Vorsitzender der "International Campaign for Tibet". Der 1988 gegründete Verein setzt sich für Demokratie, die Sicherung der Menschenrechte in Tibet sowie den Schutz von Kultur und Umwelt der zur Volksrepublik China gehörenden Region ein. Das Bundespresseamt veröffentlichte ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie sich Merkel und Gere bei Kaffee und Wasser austauschen. Weitere Details über den Inhalt des Gesprächs wurden nicht bekannt.

Die Günen-Politikerin Claudia Roth empfängt am 08.20.2017 Schauspieler Richard Gere (Quelle: imago/biky)
Zwei, die sich offensichtlich gern haben: US-Filmstar Richard Gere und Grünen-Politikerin Claudia Roth

George und Amal Clooney saßen schon auf Merkels Couch

Bei der Ankündigung des Termins hatte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer betont, grundsätzlich stehe die Bundesregierung zur Ein-China-Politik, wonach es nur ein vereintes China gibt. Berlin setze sich aber auch für die Achtung der Menschenrechte in China und der Minderheitenrechte der Tibeter sowie deren Anspruch auf kulturelle und religiöse Autonomie in China ein. Vor einem Jahr hatte Merkel ebenfalls Filmstar-Besuch im Rahmen der Berlinale: Sie empfing George Clooney und seine Ehefrau, die Menschenrechtsanwältin, Amal - zu einem Gespräch über Flüchtlingspolitik.

Bereits am Mittwoch traf sich Gere mit der grünen Bundestags-Vizepräsidentin und Menschenrechtsaktivistin Claudia Roth. Doch der 67-Jährige ist auch in seiner Funktion als Hollywood-Star in Berlin. Bei der Berlinale stellt er am Freitag seinen neuesten Film, den Thriller "The Dinner", vor.

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Warum sollte die Kanzlerin nicht Mr. Richard Gere treffen und mit ihm über chinesische Polit-Themen reden?
    Schließlich hat er in seinem Leben mehr erreicht als mancher Hobby-Kommentar-Schreiber.
    Dieser Besuch hat auch nichts zu tun mit S-Bahn-Stories aus München oder verurteilten Straftätern.

  2. 2.

    Naja, dass er mit "Mutti" ueber die politischen Gefangenen der BRD spricht, waere wohl auch etwas zu viel verlangt... /;=)

  3. 1.

    Was ist Ihre Kommentar,die Tibetanner in Chinesische Bahnhoefe mit Saebel toetet die Kinder Maenner und Frauen??

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